Test
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25.06.2018

Tama S.L.P. Dynamic Kapur Drumset Test

Vierteiliges Shellset

Brown Sugar

Tamas Sound Lab Project ist seit vielen Jahren ein Begriff in der Szene. Alle Drummer, die sich nach einer sehr gut ausgestatteten, aber bezahlbaren Snare umschauen, bekommen früher oder später die drei Buchstaben S.L.P. aufs Auge gedrückt. Mit einer Vielzahl von Modellen und einer großen Palette an Kesselmaterialien hat Tama quasi ein „Für jeden was dabei-Projekt“ realisiert. Für 2018 gibt es erstmals drei S.L.P. Kesselsätze zu erwerben. Das Studio Maple Set mit Holzspannreifen hatten wir kürzlich im Test, heute schauen wir uns das wesentlich günstigere Dynamic Kapur Kit einmal genauer an.

Neben den klassischen Trommelbau-Holzarten wie Ahorn, Birke oder Buche sind die Hersteller  schon allein aus Marketing-Erwägungen auch immer auf der Suche nach alternativen Kesselmaterialien. Während afrikanische Tropenhölzer wie Bubinga oder Mahagoni zum großen Teil problematisch sind, was den Handel und die erforderliche nachweisbare Zertifizierung betrifft, erschien vor ein paar Jahren mit Kapur ein zertifiziertes, tropisches Hartholz auf der Bildfläche, welches in Indonesien und Malaysia wächst. Yamaha hat zum Beispiel sein damaliges Club Custom Set mit diesem Holz realisiert, Pearl baute Kapur/Fiberglas-Mischkessel, und auch Tama hat in seiner günstigen Soundworks Serie schon zwei Kapur Snare-Modelle veröffentlicht, bevor  jetzt zur kürzlich erschienenen Dynamic Kapur Snare das passende Set aus diesem Holz vorgestellt wurde.

Details

Wir bekamen zum Test die vierteilige Shell-Konfiguration, bestehend aus einer 22“ x 16“ großen Bass Drum, einem 16“ 14“ großen Floor Tom und zwei flachen 10“ x 6,5“ und 12“ x 7“ Toms. Wie beim Studio Maple Set auch, kann noch ein zusätzliches Floor Tom in 14 Zoll als Einzeltrommel dazu gekauft werden, alternativ gibt es das Set auch als 5-piece, also direkt mit vier Toms, zu kaufen. Auch dieses Set ist kompakt in nur zwei Kartons verstaut, die Bass Drum und das große Tom sind noch unbefellt, die beiden kleinen Toms sind komplett zusammengebaut und auch grob vorgestimmt. An Hardware gibt es zu den Kesseln einen Doppel-Tomhalter, drei Beine für das Floor Tom, zwei einklappbare Bassdrum-Beine mit versenkten Dornen, ein bisschen Zubehör wie ein Kick Patch für das Schlagfell, einen Stimmschlüssel und zwei Sticker zum Schutz des Bassdrum-Spannreifens.

Verarbeitung und Ausstattung können sich sehen lassen

Das Dynamic Kapur Set ist mit seiner von dunkelbraun zu hellbraun verlaufenden Fade-Hochglanzlackierung, die sich bei der Bass Drum auch über beide Seiten der Spannreifen fortsetzt, eine ansehnliche Erscheinung Die Kessel sind relativ dünn, nur fünf Millimeter messen die Toms (sechs Lagen), die Bass Drum ist siebenlagig und kommt auf schlanke sechs Millimeter. Die Böckchen am Kapur Set sind kleinere Tube Lugs aus Messing, dabei handelt es sich eine Variante der durchgehenden Modelle, die an so einigen S.L.P. Snares verbaut ist. Alle Hardware-Teile am Set sind gummiunterlegt. Bei den Spannreifen der Toms greift Tama auf die nach innen geflanschten Sound Arc Hoops zurück. Die Bass Drum und das Floor Tom haben auf beiden Seiten jeweils acht Stimmschrauben, die kleinen Toms jeweils sechs an der Zahl. Im Vergleich zum ausladenden Tomhalter des Studio Maple Sets fällt die Variante am Kapur Set etwas schlanker und schnittiger aus. Er muss aber auch nicht größer sein, denn beide Hängetoms haben das Star Mount Freischwing-System installiert. 

Evans Markenfelle auf fast allen Trommeln

Die Felle kommen aus dem Hause Evans. Alle drei Toms sind mit beschichteten G1 Schlagfellen und Powercraft II Resonanzfellen bestückt, letztere werden zum Beispiel auch bei den etwas günstigeren Silverstar-Sets verbaut. Die Bass Drum hat beidseitig vorgedämpfte Evans EQ4 Felle aufgezogen. Ein Loch für das Bassdrum-Resonanzfell ist ab Werk allerdings nicht vorgesehen. Auf geht’s in den Praxisteil.

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