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Test
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16.08.2015

Tama S.L.P. 14“x8“ Big Black Steel Snare Test

Snare Drum mit Stahlkessel

Der große schwarze Eimer

Die Tama S.L.P. Big Black Steel Snare im bonedo Test. In Tamas Sound Lab Project Serie werden seit einiger Zeit völlig unterschiedliche Snares zu vergleichsweise günstigen Preisen auf den Markt geworfen. Innerhalb der Serie gibt es sowohl Allrounder als auch Sound-Spezialisten. Auf den ersten Blick scheint die acht Zoll tiefe Big Black Steel Snare mit der Laborbezeichnung LST148 der zweiten Kategorie anzugehören, assoziiert man aufgrund der Dimensionen doch eindeutig einen dunklen und „nassen“ Sound. Wie pfundig das Ganze dann ertönt und ob die klanglichen Stärken auch noch in anderen Lagen zu hören sind, gilt es jetzt herauszufinden.

Schaut man auf die tonalen und technischen Variationen des relativ jungen Instruments Schlagzeug, so fällt vor allem eines auf: trotz vieler Konstanten – Trommeln sind, Gott sei Dank, immer noch rund – ist Trommelbau auch modeabhängig. Von dunkel bis hell über hoch bis tief, von nass bis trocken lassen sich vor allem im weitreichenden Genre der Popmusik von Jahrzehnt zu Jahrzehnt unterschiedlichste Snaredrums finden. Haben Kesseltiefen von fünf und sechseinhalb Zoll mittlerweile einen Standard gesetzt, finden sich in aktuellen Studioproduktionen oft äußerst tiefe Schnarrtrommeln auf den Snareständern wieder. Die Experten in Tamas Sound Lab Project haben sich bei der Big Black Steel Snare genau diesem tiefen Sound gewidmet und einen schicken, mattschwarzen Eimer zusammengeschraubt. Vor allem für Musik der härteren Gangart verspricht die Snare einen dunklen Sound, kombiniert mit hoher Lautstärke. Ob diese Trommel neben Rock und Heavy auch in anderen Genres überzeugen kann, erfahrt ihr im Folgenden.

Details

Gute Zutaten für einen dicken Sound

Der einen Millimeter dünne Stahlkessel samt mittlerer Ausbuchtung ist mit Pulverbeschichtung in mattem Schwarz gehalten. Wie bei dünnen Metall-Snares üblich, ist der Kessel gebogen und fein verschweißt worden. Dieser Vorgang geschah so sorgfältig, dass unter der matten Beschichtung keine Naht auszumachen ist. Die Kanten des so entstandenen Kessels wurden in einem Winkel von 45 Grad nach innen gebogen und ermöglichen so dem Fell eine saubere Auflagefläche. Auf der Resonanzfellseite ist für die optimale Ansprache des Teppichs ein tadellos verlaufendes Snarebed eingearbeitet worden. Alle Bauteile aus Metall sind durch die Kombination aus Gummiunterlagen auf der Außenseite und Kunststoff-Unterlegscheiben im Inneren der Trommel akustisch vom Kessel entkoppelt. Das Luftloch ist nicht, wie sonst üblich, in das messingfarbene S.L.P.-Badge integriert, sondern liegt unterhalb der Ausbuchtung neben der Snare-Abhebung.

Der dunkle Kessel bildet zusammen mit der anthrazitfarbenen, vernickelten Hardware einen sehr ansehnlichen Kontrast. Neben den mit schwarzem Gummi unterlegten Spannböckchen, zehn an der Zahl, sind auch die 2,3 Millimeter starken Stahlspannreifen, samt Stimmschrauben und Quick Touch Teppichabhebung, in diesem leicht gräulichen Finish gehalten. Ab Werk sind mit dem Evans G1 Coated als Schlagfell und dem Evans Hazy 300 Fell auf der Unterseite, in Verbindung mit dem 20-spiraligen Tama Starclassic Teppich, drei wesentliche Zutaten für einen guten Snaresound vorhanden. Unüblich für diese Preisklasse wurde sich hier gegen billige chinesische Felle und für qualitativ hochwertige Bauteile entschieden.

Insgesamt lässt sich feststellen, dass die hervorragende Verarbeitung auch höchsten Ansprüchen gerecht wird. Ob die klangliche Qualität auf gleicher Höhe ist, zeigt der folgende Praxisteil.

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