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Test
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31.10.2016

Tama BB156 Bell Brass Snare Test

Snaredrum aus Glockenbronze

Es bimmelt im Snarekorb

Die Snaresounds auf Nirvanas Nevermind Album oder auf dem Black Album von Metallica sind zwei der populärsten Beispiele für den Einsatz der Tama Bell Brass Snare. Mit ihrem kompromisslos durchsetzungsfähigen und präzisen Signal hat sich die Trommel seit ihrer Markteinführung im Jahr 1980 in die Herzen von Produzenten und Studiodrummern katapultiert.

Während eine zweite populäre Glockenbronze-Snare, die Sonor HLD 590 aus Bad Berleburg, vor allem bei Sammlern nach wie vor heiß begehrt ist, konnte das Tama-Modell nicht mit pompöser Optik, sondern vor allem wegen seiner klanglichen Attribute punkten. Die japanischen Tama-Ingenieure haben sich 2015 zu einer limitierten Neuauflage des Modells entschieden. Was dieses kann, erfahrt ihr hier.

Details

Bis auf die Spannböckchen ist optisch alles anders…

… aber keine Sorge, das Wichtigste ist geblieben: Unter der Haube schlummert weiterhin der nahtlos gegossene, drei Millimeter starke Kessel in 14 x 6,5 Zoll aus Glockenbronze. Auch wenn dieser im Gegensatz zum Vorfahren nicht mehr in rauer Natur-Optik gehalten ist, sondern den Tester in einem matt schimmernden Bronzeton mit leichtem Eierschalen-Einschlag aus dem Karton heraus begrüßt. Geblieben sind auch die zehn Doppelspannböckchen, die - ganz im Stil der alten Zeit - direkt auf den Kessel geschraubt sind. Auch das Badge im Retro-Look passt schön dazu. Bei der Teppichabhebung ist allerdings Schluss mit Retro, hier bedient man sich des modernen Linear Drive Modells, das auch an den aktuellen Starphonic- und Star-Modellen verbaut wird. Unten drunter raschelt ein zeitgemäßer 20-spiraliger Teppich. Die Pseudo-Parallelabhebung des 80er Jahre Modells ist, genau wie der Innendämpfer, dem Rotstift zum Opfer gefallen. Geblieben sind die Gussspannreifen, die auf beiden Seiten Remo USA Felle in Spannung bringen. Unterm Strich haben wir es also mit einer modernen Interpretation der legendären Trommel zu tun, von einer baugleichen Reissue kann keine Rede sein.

Im folgenden kommt ein Video, in dem ihr euch einen ersten Eindruck von der Snare verschaffen könnt:

Nachdem ich das Ambassador Coated Schlagfell gelüftet habe, kann ich einen Blick unter die Haube werfen. Der äußerlich perfekt verarbeitete Eindruck setzt sich auf der Innenseite „nahtlos“ fort. Hier gibt es in keinem Punkt auch nur den kleinsten Grund zur Kritik. Allerdings sollte man das bei einem Anschaffungspreis von knapp 1500 Euro auch erwarten. Diese Trommel sorgt beim Käufer übrigens nicht nur für spürbare Erleichterung des Portemonnaies, sondern auch für Muckis: Knapp 8,4 Kilogramm möchten für den folgenden Praxistest auf den Snareständer gehievt werden.

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