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Test
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30.11.2016

Tama 1st Chair HT830R XL „Round Rider“ und HT530BC „Wide Rider“ Drum Hocker Test

Schlagzeughocker mit runder und sattelförmiger Sitzfläche

Riders on the Storm

Satte 19 Modelle umfasst die Tama 1st Chair Reihe mittlerweile, und man liegt sicherlich nicht falsch, wenn man vermutet, dass dies mit der großen Popularität der Serie und auch mit dem gestiegenen Bewusstsein von uns Drummern zu tun hat, dass das Gestühl auch die Qualität der Performance beeinflusst. Schon die Typenbezeichnungen meiner heutigen Testkandidaten sind beeindruckend: Das runde Modell mit knallrotem Sitzteil heißt Tama 1st Chair Round Rider XL Red Trio HT830R, der schwarze Sattelsitz hört auf den nicht minder sperrigen Namen Tama 1st Chair Wide Rider Trio „Cloth Top“ HT530BC. 

1996 hat Tama seine 1st Chair Serie vorgestellt, Drummer konnten schon damals unter verschiedenen Sitzoberteil-Variationen wählen. Besonders die ergonomisch geformten Sattelsitze erfreuten sich großer Beliebtheit, aber auch die Höhenverstellung via Drehspindel wurde zum neuen Standard bei Oberklasse-Hockern. Vergleicht man die ersten Modelle mit unseren beiden nagelneuen Testexemplaren, fällt auf, dass Tama bei den grundlegenden Konstruktionsmerkmalen gar nicht so viel verändert hat. Es sind eher die Details wie eine besonders dicke Sitzfläche beim Round Rider XL oder die nochmals verstärkten Verbindungspunkte und Füße. Wie es sich auf den kommod aussehenden Gerätschaften sitzt, lest ihr auf den folgenden Zeilen. 

Details

Schon beim Auspacken bekommt man bei den beiden Testhockern das Gefühl, etwas Hochwertiges erworben zu haben. Die Kartons sind stabil, die Sitzunterteile jeweils nochmal separat verpackt, und eine Bedienungsanleitung klärt über die Handhabung der 1st Chairs auf. 

Beide Hocker machen einen hochwertigen Eindruck

Schnell sind Sitzflächen und Hardware miteinander verbunden und die Schrauben festgezogen. Erster Eindruck: hier wackelt nichts, die guten Stücke stehen sehr stabil. Dafür sorgen nicht nur dicke Gummifüße, in welchen die Metallstreben-Enden nochmals kunststoffgefüttert untergebracht sind. Auch die Klemmungen zwischen Spindeln und Rohren wirken robust. Typisch für 1st Chair-Modelle sind die Kunststoffmanschetten, über welche man die Höhe der Sitze einstellt, bevor man sie mit den Flügelschrauben fixiert. Lästiges Drehen des gesamten Oberteils entfällt damit. 

Auch bei den Oberteilen hat Tama nochmals nachgebessert: ein großer, runder Aluminiumflansch soll die sichere und wackelfreie Verbindung zwischen Sitzfläche und Unterteil garantieren. Ein zweigeteiltes Metallsegment umgreift den oberen Teil der Spindel, Quietschgeräusche soll eine vollflächige Innenverschalung aus Plastik verhindern. Schön ist, dass die Oberteile auch im fixierten Zustand drehbar sind, was für all jene Drummer von Vorteil ist, die sich – zum Beispiel, um ein Aufnahmegerät zu bedienen – auch mal nach rechts oder links drehen möchten, ohne dass sich das Sitzteil lockert oder die Höhe verändert wird. Bis hierhin sind beide Testmodelle identisch aufgebaut, Unterschiede gibt es nur bei den Sitzoberteilen selbst. Während der rote Round Rider – ihr ahnt es – über eine runde Sitzfläche verfügt, gibt es beim Wide Rider einen Sattelsitz, dessen Kontaktfläche mit einer Art Velours-Stoff bezogen ist, das „C“ im Namen steht für „Cloth“. Diesen sucht man am roten Kollegen vergebens, aber auch er hat eine Besonderheit zu bieten. XL heißt nämlich, dass die Sitzfläche nochmals dicker aufgepolstert ist als jene der anderen 1st Chairs. Insgesamt ist die Verarbeitung beider Hocker makellos und vermittelt damit das Gefühl von Langlebigkeit.   

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