Gitarre Hersteller_TREX
Test
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28.06.2013

Praxis

Nach dem Einschalten merkt man sofort, womit man es hier zu tun hat. Das Pedal ist ein waschechtes Fuzz, jedoch liegt sein Klangverhalten irgendwo zwischen Fuzz Face und Big Muff. Der Sound ist zwar nicht so gemein, wie man es vom Germaniumurviech her kennt, aber auch nicht so kultiviert wie beispielsweise ein Big Muff.

Schaltet man das Pedal ein, werden umgehend die Bässe beschnitten. Trotzdem hat man immer das Gefühl, dass es ein wenig mulmt, was ich aber nicht als Nachteil empfinde. Der Ton ist sehr lebendig und hat dieses besondere Etwas, das Blueser und Spieler wie Eric Johnson ganz bewusst einsetzen. Man sollte darauf achten, dass die Eingangsstufe des Amps bereits leicht angezerrt ist, um die besten Ergebnisse zu erhalten. Das Spielen mit einem Fuzzpedal ist etwas ganz anderes als mit einem Overdrive oder einem Distortion. Ein recht fragiler Sound ist das Ergebnis, und der ist sehr von der Gitarre und der Spielweise des Gitarristen abhängig.

Das Pedal kommt sowohl mit Singlecoils als auch mit Humbuckern bestens klar. Selbst aktive Gitarren stellen für das T-Rex Fuzz kein Problem dar, und so kann man es auch ohne Einschränkungen und Anpassungsschwierigkeiten auf ein Pedalboard montieren. Der Tone-Regler ist extrem vielseitig, was man bei einem der Audiobeispiele sehr gut hören kann. Beste Ergebnisse erzielt man bei Einstellungen zwischen 9 und 12 Uhr. Jenseits der 12 klingt es für meinen Geschmack etwas zu nasal und gequetscht. Alles in allem habe ich ein sehr gutes Gefühl bei unserem Kandidaten, der nicht einfach die Kopie eines speziellen alten Fuzzpedals ist, sondern eine eigene Interpretation des klassischen Sounds mitbringt.

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