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11.09.2018

Swissonic Pub Bundle 1 Test

Zonenmixer, Amp und Boxen

Hintergrundsound zum Biertrinken oder beim Pizza-Essen ist in Mitteleuropa ein eigenständiges Geschäft: Installationsbeschallung. Denn wer mehrere Räume mit unterschiedlicher Musik beschallen möchte, kommt mit herkömmlichem HiFi-Equipment nicht weit. Vielmehr benötigt man einen Zonenmischer. Mit dem Swissonic Pub Bundle 1 bietet das Musikhaus Thomann ein günstiges Komplettpaket für den Einstieg in die Multiroom-Beschallung. Das Paket besteht aus einem Zonenmixer, einer Vierkanal-Endstufe, vier Installationslautsprechern und der passenden Verkabelung. Das Ganze geht für schmale 650 Euro über die Ladentheke. Ob das Swissonic Pub Bundle die Kneipe rocken kann?  

Details

Swissonic ZM4

Der ZM4 Zonenmixer ist Chef des Pub Bundles. Hier laufen alle Signale zusammen und werden verteilt. Im praktischen 19“-Format kann der ZM4 sicher im Rack verstaut werden, alle wichtigen Bedienelemente befinden sich übersichtlich auf der Vorderseite. Der Mixer bietet fünf identische Eingänge, wobei Kanal fünf von zwei Cinchbuchsen gespeist wird, während Kanal 1 - 4 mit Combobuchsen für monophone Mic/Line-Signale ausgestattet sind. Jeder der fünf Kanäle verfügt über ein Gain-Poti, zwei EQs (High/Low), einen großen Volumenregler und vier Routing-Taster, um das Eingangssignal auf die vier Zonenausgänge zuzuweisen. Dazu notieren wir ein Volume-Poti für den Monitorausgang und einen Lautstärkeregler für den Kopfhörer samt Miniklinkenbuchse. Rechts davon residieren die Master-Volume-Potis der vier Zonen-Ausgänge, inklusive Mute-Tastern und sechsstelligen Meter-Anzeigen. Der Netzschalter vervollständigt die Ausstattung. 

Party in the back! Auf der Rückseite des Geräts geht es kuschelig zu. Vier XLR-Ausgänge für die vier Zonen, vier Combobuchsen und das Cinch-Pärchen für die Kanäle Kanal 1 - 5 teilen sich den Platz mit zusätzlichen Ein- und Ausgängen, die als Schraubklemmen ausgeführt sind. Dort finden wir auch besagten Monitorausgang und einen Pager-Anschluss, der bei Notfalldurchsagen das Regime übernimmt. Für die Netzversorgung wurde eine Kaltgerätebuchse installiert, ein Netzkabel liegt dem Mixer bei. Ein simpler, aber effektiver Zonenmixer. Wir werden sehen, wie sich der Kandidat in der Praxis verhält.

the t.amp E4-130

Die vier Zonen des ZM4 wollen natürlich adäquat verstärkt werden. Diesen Job übernimmt die vierkanalige Endstufe E4-130. Sie verfügt über ein 2 HE großes Metallgehäuse mit reichlich Lüftungsschlitzen, durch die sich ein Ringkerntrafo erspähen lässt. Der trägt sicherlich erheblich zum Gewicht von 13 Kilogramm bei, was aber nicht weiter schlimm ist: Da das Set für eine Installation gedacht ist, kann sich das kleine „Eisenschwein“ über einen festen Standort in einem Rack freuen.

Die Vorderseite beherbergt vier gerasterte Gain-Potis, und zahlreiche Status-LEDs (Clip, Protect, Signal usw.), die Auskunft über die aktuelle Befindlichkeit der Amp-Kanäle erteilen. Ein großer Netztaster aktivert den Verstärker. Die Rückseite beheimatet alle Ein- und Ausgänge; die Kanäle 1 - 4 werden über XLR-Buchsen befeuert, die Ausgabe der verstärkten Signale erfolgt über vier Speakon-Buchsen. Für die Netzaufnahme sorgt eine Kaltgerätebuchse und im Falle eines Falles schütz eine selbstrückstellende Sicherung (Breaker) den Verstärker. Was für den Installationsbetrieb besonders sinnvoll ist: Die integrierte Stand-by-Funktion hilft bei Ruhepausen, Strom zu sparen.

the.box Oval 6

Ei, Ei, Ei – da hat der Osterhase aber vier interessante Installationsboxen dem Pub Bundle beigesteuert. Die Oval 6 sind Kunststoffboxen, erhältlich in Schwarz, Weiß und vielen anderen Farben. Das Frontgitter besteht ebenfalls aus Kunststoff und ist mit schwarzem Stoff überzogen. Mit etwas Kraftaufwand lässt es sich abziehen. Darunter befindet sich die Schallwand, die drei Treiber und einen Bassreflex-Port beherbergt. Die Bestückung besteht aus zwei 3“-Tweetern, die links und rechts des 6“-Tieftöners angeordnet sind. Daraus ergibt sich eine vergleichsweise breite Abstrahlung. Der Blick ins Innere zeigt eine überraschend gute Verarbeitung für eine Box dieser Preisklasse. 

Vernünftige Treiber, saubere Verkabelung, reichlich Dämmmaterial und eine Passivweiche, die den Tieftöner von den beiden Tweetern trennt. Das sieht gut aus. Neben der Box befindet sich ein massiver Wandhalter im Karton. Dieser möchte allerdings erst, wie bei den Produkten eines schwedischen Möbelhauses, vom Anwender zusammengebaut werden. Das ist nicht ganz so leicht, zumal sich die beiliegende Bedienungsanleitung über den genauen Zusammenbau beharrlich ausschweigt. Immerhin liegen zwei passende Inbus-Schlüssel bei. Der schwarze Wandhalter wird mittels einer weißen Metallplatte an die Box beziehungsweise deren drei M8-Montagepunkten angedockt. Durch kleine Inbus-Schrauben und das Drehgelenk lässt sich der Wandhalter flexibel und sicher ausrichten. Wirklich intuitiv ist die Konstruktion allerdings nicht.  

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