Test
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15.06.2010

Praxis

Beim Einschalten des TriFlood blinken die LEDs einmal kurz auf. Danach lassen sich über das LCD-Display die verschiedenen Modi wie zum Beispiel „Sound to Light“, Master und die DMX-Adresse einstellen. Außerdem können die einzelnen Farben angewählt werden. Doch aufgepasst: Wer eine Farbe am Gerät manuell ganz ausschaltet, der kann sie später nicht mehr über DMX ansteuern. Was mich zum nächsten Thema bringt. Die DMX-Anschlusskabel waren bei meinen beiden Geräten falsch belegt, sodass ich sie zunächst einmal neu löten musste. Außerdem wurde pro Gerät jeweils nur eines davon mitgeliefert, ein Durchschleifen des DMX-Signals kam also nicht infrage. Zum Glück fiel das bei einem ersten Test im Lager auf und nicht erst beim Job.

Dort wurden zwei TriFloods ins Truss gehängt. Die Montage mit dem Doppelbügel erwies sich als ein wenig umständlich, ließ sich aber ohne Weiteres bewerkstelligen. Die DMX-Adresse war einfach über das Display einstellbar. Ein TriFlood belegt jeweils fünf DMX-Kanäle. Über den ersten lässt sich nicht nur die Helligkeit des Gerätes einstellen, sondern auch RGB-Farbwechsel und Sound to Light. Dies finde ich persönlich nicht so gut, da man den Scheinwerfer dadurch nicht so schön dimmen kann. Besser wäre es meiner Meinung nach, wenn der Hersteller für die jeweiligen Funktionen einen extra DMX-Kanal angelegt hätte.

Über die Kanäle 2 bis 4 kommt die gewohnte RGB-Farbmischung zum Zuge und Kanal 5 dient dazu, den Shutter-Effekt zu steuern. Letzterer kann den TriFlood auch mal kurz in ein farbiges Stroboskop verwandeln und das Gerät wirklich zur Wunderwaffe machen. Auch Blinder-Effekte lassen sich aufgrund der LEDs und der hohen Lichtleistung realisieren. Diese Lichtleistung lässt sich locker mit der eines herkömmlichen 1 kW Fluters vergleichen. Die 15 x 15 Watt Tri-Color LEDs sorgen für eine gute Farbmischung, jedoch sind die Farben meines Erachtens nach ein wenig knallig. Das ist allerdings Geschmackssache. Durch den großen Abstrahlwinkel von etwa 90° kann man sehr gut flächig arbeiten. In unserem Setup haben wir mit zwei TriFloods eine 6m x 4m Bühne problemlos ausgeleuchtet, wahrscheinlich hätte einer gereicht. Auch als Backdrop-Beleuchtung sind die Geräte sehr gut geeignet, da sie sich durch den Doppelbügel auch am Boden aufstellen lassen. Draußen hatten wir sie leider nicht im Einsatz, jedoch lässt der gelungene Einsatz auf der Bühne vermuten, dass sie auch unter freiem Himmel das halten, was der Hersteller verspricht.

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