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29.06.2020

Spitfire Audio Albion Collection Test

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Filmmusik 5x1


Spitfire Audios Claim lautet: „We make sounds for film composers“, und der Unterclaim für die Albion-Collection: „Everything you need to make film music.“ Damit wäre die Stoßrichtung mehr als geklärt. Albion One, die erste Library der Reihe, war eine der ersten Libraries von Spitfire überhaupt und als Rundum-Sorglos-Paket gedacht – eine Library, die alle Komponenten enthält, die man zur Filmmusikproduktion braucht: Orchester, Percussion, Synths und Loops.

Dieses Konzept wurde weiter entwickelt und erstreckt sich mittlerweile über fünf Libraries, die in unterschiedliche Themen und Zwecke einkategorisiert sind. Was diese fünf Libraries können, was sie gemeinsam haben und worin sie sich unterscheiden, haben wir uns für euch näher angesehen.

Details

Download und Installation

Die Albion Collection lädt man zum Glück nicht als Ganzes, sondern in fünf Einzel-Libraries herunter. Das ist insofern ein Glück, weil man insgesamt ca. 240 GB aus dem Netz zieht und Spitfires Server nicht die schnellsten sind. Es dauert also eine ganze Weile. Runtergeladen wird über die hauseigene Spitfire-App, registriert per Native Access und dann kann es endlich losgehen.

Die Gemeinsamkeiten

Was bedeutet eigentlich Albion? Wikipedia weiß es: Albion ist ein alter Name für England. Eine nette Selbstreferenz inklusive britischem Understatement – dann kann es ja losgehen. Alle Libraries haben die gleiche Struktur, von kleinen Varianten abgesehen.

Das Albion Orchestra ist ein Orchester mit unterschiedlicher Größe und Besetzung, je nach Library-Ausrichtung. Gemeinsam ist allen Orchestern, dass sie nur Gruppen anbieten (Streicher, Holz, Blech), aber keine Einzelinstrumente (Violine, Flöte, Posaune etc.). Bearbeitungen der Orchesteraufnehmen finden sich im Ordner „Stephenson’s Steam Band“. Hierfür wurden die Aufnahmen auf verschiedenste Weisen bearbeitet, mit Synth erweitert, durch Effekte geschickt usw. Dargeboten werden die Patches in Spitfires eDNA Engine, in der sich zwei Soundquellen miteinander synchen und auf verschiedenste Arten mit Effekten weiterbearbeiten lassen.

Darwin Percussion bietet, was der Name sagt, Percussions passend zum jeweiligen Library-Schwerpunkt. Die Brunel Loops schließen die Albion-Libraries strukturell ab. Hier finden sich Loops unterschiedlichster Herkunft aus dem Hause Spitfire. Die Auswahl erfolgt unter stilistischen Gesichtspunkten in Bezug auf die jeweilige Library. Alle weiteren Unterordner variieren je nach Library und enthalten mal mehr (Run Patches, Legato Patches) mal weniger (COG Patches mit Einstellungsmöglichkeiten zum Startpunkt des Samples) interessante Kontakt-Instrumente.

GUI und Mikros

Ebenfalls gemeinsam ist allen fünf Libraries das viel zu kleine GUI, inklusive Bearbeitungsmöglichkeiten und Mikrofonpositionen (Close, Tree, Ambience, Outrigger).

Die Bearbeitungsmöglichkeiten bleiben angenehm schlank. Es gibt Möglichkeiten, CC zu mappen, das Round-Robin-Verhalten zu regeln und Keyswitches anzulegen, außerdem gibt es Regler für Dynamics, Expression, Release, Tightness und Reverb sowie einen Reverb-Easymix-Fader, mit dem sich zwischen den Polen Close und Far herumfahren lässt.

Das Studio

Alle Libraries wurden in der Hall der Air Studios aufgenommen. Das bedeutet also: gleiches Studio, gleiche Mikropositionen und vermutlich auch gleiches Equipment. Ich habe es noch nicht getestet, aber ich könnte mir vorstellen, dass sich aufgrund dieser Tatsache Sounds der verschiedenen Libraries ziemlich einfach miteinander kombinieren lassen.

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