Test
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20.12.2019

Sonor AQ2 Safari Schlagzeug Test

Vierteiliger Kompakt-Schlagzeug Kesselsatz

Auch kleine Trommeln machen Bums

Steht beim Schlagzeuger ein Kompaktset mit 16 Zoll großer Bassdrum auf dem Wunschzettel, werden zumeist das hier getestete Sonor Safari oder das preisgünstigere Ludwig Breakbeats in die engere Wahl genommen. Das Safari wurde vor einiger Zeit, wie die anderen beiden Kompaktsets bei Sonor – das Martini und das Bop –, von Schichtholzkesseln aus Pappelholz zu Ahornholz aufgewertet und in die 2018 aufgelegte  AQ2-Serie integriert. Neben leicht veränderten Kesselgrößen (13“ Snare und 13“ Standtom) und der im Vergleich zum Vorgängermodell höherwertigen Fellausstattung hat sich auch an Details wie der Tom-Becken-Halterung und der robuster wirkenden Snare-Abhebung etwas getan. Das Set ist dadurch auch insgesamt teurer geworden. Mit einem aktuellen Straßenpreis von 669 Euro haben wir hier die günstigste Version des Safaris vorliegen. Wie viel Sound und Ausstattung ihr dafür bekommt, erfahrt ihr jetzt.

Details

Das komplette Set wird in einen großen Karton angeliefert, vor dem Spielvergnügen muss nur noch die 16“ x 15“ Bassdrum befellt werden. Außerdem finde ich neben etwas Hardware noch ein 10“ x 7“ Tom, ein 13“ x 12“ Floortom sowie eine 13“ x 6“ Snare im Paket. Sämtliche Kessel bestehen aus 5,8 Millimeter starkem Ahornholz – laut Sonor eine Mischung aus kanadischem und chinesischem Ahorn. Die Kesselgratungen verlaufen ganz außen und sind ohne Gegenschnitt ausgeführt. Die Innenseiten der Kessel sind fein geschliffen, auch die Gratungen sind plan und geben keinen Grund zur Beanstandung. Das Finish des Sets nennt sich White Marine Pearl, eine klassische Folie, die an einer Stelle überlappend bis an die Auflagekante des Fellkragens verklebt wurde. Die seidenmatt lackierten Ahornspannreifen an der Bassdrum bilden dazu einen gelungenen optischen Kontrast. 

Die Hardware-Lösungen wirken überzeugend

Schauen wir uns die Hardware etwas genauer an. Die Toms haben 1,6 Millimeter starke Stahlreifen und pro Seite sechs Spannböckchen, während die Bassdrum und die Snare auf eine Achter-Unterteilung kommen. Letztere hat 2,3 Millimeter starke Power Hoops. Alle Spannschrauben am Set sind für einen leichtgängigen Stimmprozess mit Kunststoffunterlegscheiben versehen. Die Spannböckchen haben darüber hinaus ein integriertes Tune Safe System. Die Bassdrum verfügt über seitlich abklappbare Füße, die man von vielen Sonor-Trommeln kennt, die Spitzen lassen sich von breiten Gummis auf Dornen umstellen, und zwei Memory Locks sorgen für nachhaltige Sicherung. Der Riser wird auf der Unterseite an einem weiteren Tombracket befestigt, er lässt sich praktisch in der Tiefe verstellen, so kann der Schlägelweg des Bassdrum-Pedals optimal angepasst werden und der Beater landet zielsicher in der Mitte des Fells.

Auf der Oberseite des Bassdrum wird eine Kombination aus Einzeltomhalter und kurzem Cymbal Boom-Arm installiert, die ebenfalls im Lieferumfang enthalten ist. Das Basisrohr dazu ist sehr lang, es lässt sich so weit aus der Trommel herausziehen, dass das Set – mit leichten Modifikationen für die Snare und das zweite Tom – unter Umständen auch als Stehschlagzeug eingesetzt werden könnte. Die drei Beine des Floortoms sind ebenfalls mit dicken Gummifüßen bestückt, sie haben eine glatte Oberfläche und lassen sich somit leicht und sicher in den drei Brackets befestigen.

An der Snare wurde die ehemals sehr einfache Abhebung durch ein verchromtes Modell ersetzt. Die gediegene Optik kann aber nur bedingt darüber hinwegtäuschen, dass der Abwurfhebel des Strainers bereits aus dem Karton heraus beträchtliches seitliches Spiel hat. Auch der Snareteppich, der von Plastikbändern gehalten wird, wirkt nicht sonderlich präzise verlötet. Die Inspektion der Snarebeds ergibt, dass diese im Verhältnis zur montierten Hardware nicht ganz mittig platziert sind. Immerhin sind sie aber nicht einfach flach über die Gratung gezogen, sondern behalten die Form der Gratung bei. 

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