Gear_Synthesizer
Test
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17.01.2019

Praxis

Eigenschaften und Klang

Verwendung

Der verwendete ACO-Chip erledigt seinen Job ganz gut und wandelt eingehendes Audio nahezu latenzfrei in Steuerspannungen um. Hierbei arbeitet er sogar so genau, so dass die klanglichen Ergebnisse oft nicht wirklich musikalisch sind. Nur bei wenigen Signalen erzeugt dieser korrekte Steuerspannungen. Sobald obertonreiche Signale verwendet werden, oder Klänge mit kurzen Attacks am Eingang anliegen, werden Glitch-Sounds erzeugt, denn die Steuerspannugen fangen dann an, schnell zwischen verschiedenen analysierten Tonhöhen hin und her zu springen. Hier wäre eine Art von Slew sicherlich sehr nützlich.

Der integrierte Verstärker kann Eingangssignale um bis zu +40dB verstärken, so kann man hier alles, von Instrumenten bis hin zu Line-Level Signalen verwenden. Per ‚IP GAIN‘ Poti stellt man hierbei die Verstärkung ein und mit einem ‚GATE‘ Poti lässt sich den Schwellwert aussuchen, bei welchem der ACO-Chip zu arbeiten beginnt. So können auch Signale mit einem hohen Noise-Anteil gut verwendet werden Neben dem ‚OUTPUT‘ Poti, das für die gesamte Lautstärke des Geräts zuständig ist, befindet sich das ‚SRC MIX‘ Poti, womit man zwischen dem trockenen Eingangssignal und dem Signal des internen Synthesizers überblenden kann.

Interner Synthesizer

Der Synthesizer selbst verfügt über Rechteck- und Sägezahn-Wellenformen, die man auch stufenlos mit dem ‚WAVE‘ Poti überblenden kann. Mit den beiden ‚OCTAVE‘ und ‚HARMONY‘ Potis lässt sich dann die Tonhöhe einstellen, wobei ‚HARMONY‘ Einstellungen zwischen -7 und +5 Halbtönen möglich sind. Zum Schluss dient noch ein Poti für die Steuerung der internen Hüllkurve. Die Verwendung wirkt sich aber nur auf ausgehende Steuerspannung und nicht auf den eingebauten Synthesizer aus. Das Phänomen kann man aber umgehen, indem man den ‚ENV‘ Ausgang mit dem ‚VCA IN‘ Eingang verbindet. Mit dem ‚ENV AMT‘ Poti lässt sich die Hüllkurve nicht nur dosieren, sondern auch invertiert ausgeben.

Der gebotene Mono-Synthesizer konnte nicht wirklich überzeugen. Dieser ist sehr einfach aufgebaut und bietet nahezu keine Kontrolle über dessen Parameter. Das eingebaute Filter kann man lediglich von 4-Pole auf 2-Pole umschalten, ansonsten gibt es eigentlich auch nur die Möglichkeit die Tonhöhe einzustellen. Fertig. Festzustellen ist auch, dass der verbaute Synth nicht besonders gut klingt, hier wäre es sicherlich sinnvoller gewesen, diesen außen vor zu lassen, und dafür mehr Kontrolle über die erzeugten Steuerspannungen zu bieten. Schließlich ist das Gerät ja auch in erster Linie als Wandler gedacht. Möchte man gleich einen Synthesizer dazu haben, so kann man zu dem größeren Squaver P1+ greifen, der einen ganz guten Eindruck hinterlassen hat. 

Schlussgedanken

Wie bereits erwähnt hätte dem ConVertor+ eine Art ‚Slew‘ gut zu Gesicht gestanden, sodass die zu erwartenden klanglichen Ergebnisse musikalischer ausfallen könnten. Des Weiteren wäre eine Steuerung der erzeugten Hüllkurve auch wesentlich vorteilhafter, um weitere klangliche Möglichkeiten zu erhalten. Alles in allem erledigt der ConVertor+ seine Aufgabe, scheitert aber in den meisten Fällen leider daran, musikalisch wertvolle Ergebnisse zu liefern. So stellt der Sonicsmith Convertor+ eher ein interessantes Effekt-Gerät, als einen guten Audio- zu Steuerspannungen-Wandler dar.

Audiobeispiele zu Sonicsmith ConVertor+

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