Hersteller_Solid_State_Logic_SSL
Test
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04.05.2017

Praxis

Unkomplizierte Einbindung

Die Einrichtung des SSL Alpha Link MADI SX könnte kaum simpler sein: Auspacken, Anschließen und los geht es. Zeit muss man nur mitbringen, falls die Default-Werte verstellt sind und man in die „geheime“ Boot-Sequenz abtauchen muss. Das Handbuch ist dabei nicht wirklich die größte Hilfe, aber mit ein wenig Geduld ist auch das zu schaffen.

In meinem Fall verbinde ich ein etwas weiter entferntes Rack durch den SSL mit meinem Hauptrack. In dem Hauptrack sitzt mein geliebtes RME UFX+ mit MADI-Schnittstelle, im Nebenrack entsprechend der SSL Alpha Link SX. Die einzige Verbindung zwischen beiden sind zwei dünne MADI-Lichtwellenleiter. Das ist so sexy! Alle anderen analogen Verbindungen stelle ich nur im Rack selbst mit dem SSL her, sodass keine analogen Strippen zwischen beiden Racks gezogen werden müssen und die Verkabelung dadurch äußerst „clean“ ist. Besonders toll: Dank der 12 zusätzlichen AES/EBU I/OS kann ich auch noch weitere Gerätschaften, wie beispielsweise meinen Bricasti M7 und TC D-Two, digital einbinden. Hach, ist das schön!

Top Preis-Leistungsverhältnis

Doch der eigentliche Knaller kommt erst noch: Der Preis! Es ist mir ein Rätsel, warum dieser Wandler seit Jahren so günstig ist, bei der schieren Anzahl an Kanälen PLUS den Digitalen. Der Alpha Link SX kostet rund 3000 Euro, macht also 125 Euro pro analogen Kanal! Und das bei einer sehr, sehr guten Audioqualität. Am Rande der explizite Hinweis, dass man alle analogen I/Os auch über ADAT bzw. AES/EBU ausgeben kann, für den Fall dass das Audiointerface nur ADAT oder AES/EBU – und kein MADI – kann.

Klanglich bin ich überrascht, wie gut sich die teils recht alten Wandler machen. Unterschiede zu meinem RME UFX+ sind kaum wahrnehmbar und blind nur schwer verifizierbar. Beim konzentrierten A/B-Vergleich kann man sich durchaus auf ein paar Tendenzen festlegen. Teilweise empfand ich die SSL-Wandler knackiger, schneller, etwas breiter im Stereobild und gefälliger als den etwas „harten“ RME-Sound, der allerdings durchaus tiefere Bässe haben kann. Aber wie so oft: Die Unterschiede waren äußerst marginal!

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