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Test
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05.10.2017

Seymour Duncan Andromeda Dynamic Digital Delay Test

Delay Pedal

Echo Dynamiker

Beim Andromeda Delay von Seymour Duncan handelt es sich um ein Digital Delay, dessen klangliche Eigenschaften über die Dynamik des Anschlags gesteuert werden können. Dafür haben die Amerikaner ihrem Schützling acht verschiedene Delay-Typen spendiert, die sich mit einer Band-Sättigung oder einem Modulationseffekt anreichern lassen.

Auch schon beim von uns getesteten Catalina Chorus des Herstellers war diese dynamische Kontrolle mit an Bord, die uns dennoch beim heutigen Testkandidaten auf weitaus vielfältigere Weise begegnen soll, denn das Andromeda Delay hat klanglich und funktional einiges zu bieten.

Details

Design/Zubehör:

Das im kalifornischen Santa Barbara gefertigte Pedal des Herstellers, der sich ursprünglich mit seinen Pickups in der Szene einen Namen machte, kommt in einem Pappkarton, der neben dem Gerät einen kurzen Quick Start Guide sowie einen ausführlicheren Users Guide und eine Werbebroschüre bereithält. Gummifüßchen oder Klettband für die spiegelglatte Unterseite des Pedals gehören leider nicht zum Lieferumfang, dafür aber kleine Aufkleber, mit denen sich Einstellungen der Potis markieren lassen. Ansonsten wirken Design und Verarbeitung tadellos. Die Fußschalter und die Potis machen ebenfalls einen robusten Eindruck.

Anschlüsse:

Fast alle Anschlüsse wurden auf der Stirnseite des Pedal untergebracht. Hier findet der Anwender Stereo Ein- und Ausgänge, mit denen sich das Gerät bestens in ein bestehendes Stereo-Setup integrieren lässt - das Pedal arbeitet übrigens mit einer Auflösung von 24-bit/48kHz. Über die daneben positionierten Midi-In- und Midi-Thru-Buchsen können Funktionsbefehle extern über einen Midi Controller gesteuert werden. Außerdem ist das Pedal so in der Lage, bis zu 128 Presets abzurufen. Ebenfalls an der Stirnseite wartet der Netzteilanschluss, der für 9 bis 18 Volt ausgelegt ist und laut Hersteller mindesten 300 mA parat haben sollte.

An der linken Pedalseite wurde eine Mini-USB-Buchse platziert, über die Firmware-Updates geladen und Presets auf Mac oder PC gespeichert werden.

Die Bedienoberfläche:

Die acht Delay-Typen des Pedals unterteilen sich genau genommen in zwei Kategorien mit jeweils vier Delay Arten (Normal, Ping Pong, Revers, Revers Ping Ping), die sich wahlweise mit einem digitalen oder einem analogen Charakter präsentieren. Gesteuert werden können die Delays in ihrer Länge (Feedback) und ihrem Tempo (Delay Time). Zusätzlich lassen sich über das Tap-Value-Poti auch verschiedene Subdivisions des eingegeben Tempos aktivieren. Hier finden sich neben Viertelnoten punktierte Achtel, gerade Achtel und Achteltriolen. Klanglich gestaltet wird der jeweils angewählte Delay-Typ über ein Saturation-Poti, eine Tone-Blende und eine Modulationseffekt-Option. Außerdem steht ein Mix-Poti für das Verhältnis zwischen Original- und Delay-Signal zur Verfügung.

Die Spezialität des Geräts liegt zweifelsohne in dem Dynamic-Expression-Feature, das ebenfalls mehrere Optionen bereithält. Für die dynamische Steuerung sind der Modulationseffekt, der Saturationseffekt sowie eine Mixfunktion vorgesehen. Weiterhin gibt es ein kleines Threshold-Poti, das darüber entscheidet, ab welcher Signalstärke das Dynamic-Expression-Feature ins Spiel gebracht werden soll. Der Anwender kann außerdem anwählen, ob der Effekt bzw. das Delay im Mischungsverhältnis bei weicherem oder stärkerem Anschlag zur Geltung kommt. Man darf also gespannt sein, wie sich diese Möglichkeiten gleich in der Praxis auswirken.

Die Oberseite hält ansonsten zwei Fußschalter zum Aktivieren des Pedals und zum Einfrieren eines Delays sowie zur Eingabe des Tap-Tempos bzw. zum Aktivieren der Presets bereit. Über einen kleinen Schalter kann man außerdem wählen, ob das Delay beim Deaktivieren des Effekts ausklingt oder abgeschnitten wird. Ein Display informiert über das angewählte Preset. Im Preset-Modus lassen sich selbstverständlich auch die eigenen Kreationen abspeichern.

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