Gitarre Hersteller_Schecter
Test
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07.08.2018

Praxis

Trocken angespielt liefert die Gitarre einen lauten und drahtigen Grundsound, die Saiten schwingen dabei durchschnittlich lange aus. Die Bespielbarkeit ist auffällig gut, was natürlich an der sehr guten Werkseinstellung liegt. ich musste die Saiten noch nicht einmal nachstimmen! Die Kopfplatte neigt sich ganz leicht in Richtung Boden, was sich aber durch einen breiten Gurt oder schlicht durch das Auflegen des rechten Arm regulieren lässt.

Ich bin gespannt, wie sich die Synyster Gate am Amp zeigt und schließe sie an mein Marshall JVM 410 Topteil an. Die angeschlossene 2 x 12" Box nehme ich mit einem SM57 ab und bearbeite das aufgenommene Signal natürlich nicht weiter.

Los geht es mit dem cleanen Kanal, wobei ich, beginnend am Hals, alle drei Pickup-Positionen des Dreiwegschalters durchschalte. Im ersten Beispiel spiele ich eine Picking-, im zweiten eine Strumming-Figur.

Der Hals-Pickup liefert einen kraftvollen, in den Mitten leicht ausgehöhlten und drahtigen Sound. Die Drahtigkeit im Klang nimmt in der Mittelposition zu und der Humbucker zeigt sich bauartbedingt mittig.

Für die nächsten Beispiele stelle ich einen moderaten Crunchsound ein und schalte wieder durch alle drei Positionen, beginnend am Hals.

Auch hier liefern Hals- und Mittelposition des Dreiwegschalters moderne, drahtige und durchsetzungsfähige Sounds, dabei bringt der Humbucker am Steg den Kanal ordentlich ins Schwitzen. Mit zunehmender Zerrdichte fühlt er sich hörbar pudelwohl. Auffällig sind auch die deutlich vernehmbaren Attacks, die beim Anschlagen der Saiten entstehen und so für Definition sorgen.

Ich schalte nun in den nächsthöheren Kanal des Amps, und wie bei den Beispielen zuvor spiele ich alle drei Positionen des Dreiwegschalters. Um herauszufinden, wie sich der Klang in unterschiedlichen Spielstilen zeigt, spiele ich zwei unterschiedliche Riffs.

Hier kommt die offene und drahtige Klangästhetik der Hals- und Mittelposition deutlich zur Geltung und verleiht dem Sound eine eigene Note. Dank der deutlich vernehmbaren Attacks bekommen die gespielten Noten die benötigten Konturen, auch der Humbucker kann gefallen. Fett und breit drückt er dem Sound seinen Stempel auf und läuft zur Höchstform auf. Trotz des mächtigen Klanges ist auch er mit genügend Attacks bestückt, sehr gut!

Es wird Zeit, dem Sustainiac auf den Zahn zu fühlen. In den folgenden drei Beispielen verwende ich den Halstonabnehmer, aktiviere das System und beginne mit der Einstellung "Normal" des kleinen Kippschalters. Im zweiten Beispiel schalte ich in die Mix-Position und im dritten dann auf Harmonic.

Den Effekt kennt man vom Ebow, nur dass zum künstlichen Verlängern der Töne kein weiteres Hilfsmittel benötigt wird. Mit den drei Schaltmöglichkeiten bietet der Sustainiac ein breites Feld an unterschiedlichen Sustain-Ästhetiken, lässt sich dabei kinderleicht bedienen und lädt zum Experimentieren ein.

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