Test
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11.04.2018

Roli Block Seaboard Test

USB/MIDI Controller Keyboard

Mehr Ausdruck in den Fingern

Roli integrieren ihre innovative Seaboard-Technologie jetzt in die Block-Serie. Denn das “Block Seaboard” erweitert das Portfolio an kleinen, modularen Bausteinen um eine Zwei-Oktaven Tastatur, die über die taktilen “Seaboard”-Eigenschaften verfügt. Und da das Block Seaboard auch ohne weitere Blocks funktioniert, ist es gleichzeitig die derzeit günstigste Möglichkeit an ein Seaboard zu kommen. Unser Test beleuchtet das interessante Tool von allen Seiten.

Details

Konzept

Beim Block Seaboard handelt es sich um einen Zwei-Oktaven Tastatur-Controller. Das Besondere an ihm ist, dass er durch seine Silikonoberfläche ein sehr organisches Spielgefühl vermittelt, das in fünf Ebenen digital erfasst wird: Neben den Standards Anschlagsstärke, polyphonem Aftertouch und Pitchbend übermittelt das Seaboard auch die Position der Finger auf der Taste – bei Roli “Keywave” genannt – und die Geschwindigkeit mit der die Taste losgelassen wird an den Rechner. Was die grundsätzliche Faszination und Funktion des Seaboard angeht, verweise ich an dieser Stelle auf den Test des “Seaboard Rise 25”. Wer sich über die Funktionen und das Zusammenspiel der bisherigen Block-Module informieren möchte, findet den Test hier

Auspacken

Aus der hübsch gestalteten Verpackung, der man ansieht, dass hier ein geschmacklich geschulter Designer am Werk war, entnehme ich den Controller selbst, ein USB-C/A-Kabel und eine Kurzanleitung. Der Begriff ist wörtlich zu verstehen, denn auf dem dürftigen Zettel findet sich nicht viel mehr, als der Registrierungscode und der Hinweis, sich auf der Roli-Homepage die entsprechende Software herunter zu laden.

Erster Eindruck

Anders als seine großen Brüder aus der Rise-Serie, hat das Seaboard Block keinen Metallrahmen, sondern fügt sich in die Designsprache der anderen Blocks ein. Es besitzt entsprechend am Rand vier magnetische D-Connectoren, mit denen sich andere Blocks einfach andocken lassen. Ein umlaufender Gummiwulst an der Unterseite verhindert dabei wirkungsvoll das Wegrutschen. Der haptische Erstkontakt mit den in Wellen angeordneten Tasten aus Silikon ist – wie bei allen Seaboards – spektakulär: Bereits ohne Sound verspürt man Lust, mit den weichen Spielflächen, deren Sensorik in alle Richtungen geht, zu experimentieren. Wer mit dem Prinzip der Seaboards noch nicht vertraut ist: Der Streifen oberhalb und unterhalb der eigentlichen Tasten dient als Glide-Bereich. Man kann also eine Taste spielen und den Finger dann noch oben oder unten ziehen und von dort aus (unter Umgehung der Tasten-”Hubbel”) die nächste Note anfahren.

Lange Rede - am besten zeige ich euch das mal im praktischen Spiel - hier mit der Noise-App und dem Zusatzpaket “SWAM Saxophones” das für 10,99 EUR im App-Store zu haben ist. Nur am Rande erwähnt: Es ist sehr schade, dass sich Hall und andere Effekte in “Noise” nicht ausschalten lassen, so wie es überhaupt etwas unbefriedigend ist, dass “Noise” und damit die herausragende SWAM-Engine derzeit nur auf iOS-Geräten laufen und nicht als Plug-In verfügbar sind.

Live-Demo des Alto-Sax aus dem Zusatzpaket “SWAM Saxophones”.

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