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Test
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15.08.2014

Roland F-20 Test

Digitalpiano

Schicker Begleiter mit viel Potential

Das F-20 markiert den Einstieg in die Welt der Roland Digitalpianos. Trotz seines extrem günstigen Einstiegspreises von knapp 600 Euro bietet es eine Vielzahl von Sounds und Features, die man sogar in manch teureren Instrumenten vergeblich sucht. Mit dem optionalen Unterbau wird es zum vollwertigen Home-Piano, durch seine schlanke Bauweise kann man es aber auch problemlos transportieren. 

Details

Gehäuse

Das Roland F-20 macht bereits auf den ersten Blick eine gute Figur. Das Gehäuse besteht größtenteils aus edel wirkenden Furnier-Hölzern, lediglich für die Rück- und Unterseite wurden etwas schmucklose, kunststoffbezogene Spanplatten verwendet. Sitzt man vor dem Instrument, hat man jedoch den Eindruck, es bestehe komplett aus Holz. Trotzdem bringt das Gerät nur 20 kg auf die Waage, womit es immer noch einigermaßen transportabel ist. Die Verarbeitungsqualität ist hervorragend und überzeugt durchweg. Das F-20 gibt es in zwei Farbvarianten: Contemporary Black und Dark Walnut.

Das Design ist bemerkenswert schlicht. In die hölzerne Oberfläche wurde eine dezente Leiste mit elf Tastern und einem Volume-Regler eingelassen. Auf einen Deckel wurde vermutlich aus Kostengründen verzichtet, was der Eleganz des Instruments allerdings keinen Abbruch tut, eher im Gegenteil. Für die Verwendung ohne den Unterbau hat das F-20 kleine Gummifüße an der Unterseite, so dass man es auf einen Tisch stellen kann, ohne diesen zu zerkratzen. Wer den passenden optionalen Holzständer dazu kaufen möchte, muss dafür noch mal 100 Euro auf den Tisch legen – ein stolzer Preis für drei furnierte Holzbretter. Dafür hat man dann ein komplettes Home-Piano in einheitlicher Optik.

Dem F-20 liegt ein Sustain-Pedal bei. Der Anschluss eines Triple-Pedals mit separaten Pedalen für Soft, Sostenuto und Sustain ist leider nicht vorgesehen, auch das optionale Holzgestell entbehrt dieser drei Pedale. Somit muss man sich auf das Haltepedal beschränken, was allerdings für viele Nutzer ausreichen wird. Mitgeliefert wird außerdem ein Notenständer, den man mit zwei Schrauben an der Rückseite befestigen kann.

Bedienfeld

Die eingelassene Leiste mit den Bedienelementen trägt neben der Modellbezeichnung den Zusatz „SuperNATURAL Piano“. Übersichtlich angeordnet sind hier der Powerknopf, das Lautstärkepoti, ein Button mit der Überschrift Key Touch, drei Taster für die Soundauswahl (Piano, E-Piano, Other), ein Split-Knopf, drei Buttons für das Metronom und dessen Tempoeinstellung sowie Taster für die Aufnahme und den Rhythmus. Ein Display gibt es nicht. Einige Funktionen sind nur durch Tastenkombinationen zu erreichen. So wird die Soundauswahl beispielsweise durch Zuhilfenahme der Tastatur erleichtert. Dafür muss man allerdings das eine oder andere Mal in die Bedienungsanleitung schauen.

Anschlüsse

Da das Digitalpiano hauptsächlich für den Hausgebrauch bestimmt ist, erwartet man keine übertrieben umfangreiche Ausstattung bei den Anschlüssen. Das F-20 ist dennoch besser ausgestattet als die meisten direkten Konkurrenten und bietet einen Pedalanschluss, eine Miniklinkenbuchse für den Kopfhörer, eine weitere Miniklinke als Stereoausgang und zwei USB-Ports. Einer davon ist für den Anschluss eines USB-Sticks, einer Festplatte oder des optional erhältlichen WLAN-Adapters gedacht, der andere dient zur Verbindung mit einem Computer.

In Zeiten von Smartphones und Tablets erscheint die Miniklinke als Stereoausgang sinnvoll, denn der 3,5 mm Anschluss hat in vielen Haushalten mittlerweile das Cinchkabel verdrängt. Für den Bühnenbetrieb wären natürlich 6,3 mm Klinken professioneller, allerdings gehört das nicht zu den primären Einsatzzwecken des F-20. Auch für den Kopfhörer geht die Miniklinke in Ordnung. Wenn man zwei Kopfhörer parallel betreiben möchte, dient der Stereoausgang übrigens als zweite Kopfhörerbuchse.

Lautsprecher

Diese sind auf der Rückseite hinter metallenen Lochgittern eingelassen. Die Ausgangsleistung beträgt 2 x 6 Watt, die an die ovalen Membranen mit einer Größe von 8 x 12cm abgegeben werden. Die daraus resultierende Lautstärke ist nicht enorm, für den Hausgebrauch sollte die Leistung aber ausreichen. Immerhin arbeitet das Lautsprechersystem angenehm verzerrungsfrei und geht auch bei Maximalpegel nicht in die Knie. Wem der Klang dennoch nicht kräftig genug ist, der kann sich mit dem Stereoausgang behelfen und das Gerät an eine entsprechend größere Anlage oder Aktivboxen anschließen.

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