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23.10.2020

Roadworx Multi Electric Stand Test

Keyboard/Universalständer mit elektrischer Höhenverstellung

Wie ein Fels in der Brandung

Keyboardständer gibt es in unzähligen Ausführungen und Preisklassen. Sie sind stabil aufgebaut, aber in der Regel nur in festen Stufen höhenverstellbar. Der Multi Electric Stand von Roadworx zeigt sich da anders. Dieser Ständer eignet sich aufgrund seiner Konstruktion nicht nur für Tasteninstrumente wie Keyboards, Synthesizer und Stagepianos, sondern bietet auch Platz für diverses anderes Equipment wie Mischpulte, Studio-Equipment, schlichtweg alles, was man im täglichen Musiker-Alltag darauf positionieren möchte. Die Besonderheit des Multi Electric Stands liegt in seiner stufenlosen Höhenverstellbarkeit, die per Stellmotor vorgenommen wird, wobei sich vier immer wieder benötigte Höheneinstellungen speichern lassen. Das ist enorm praktisch. Dieses ungewöhnliche Konzept kennen wir auch vom König & Meyer Omega-E Ständer, der allerdings mehr als den doppelten Preis aufruft. Wie gut sich der Roadworx Multi Electric Stand im Alltag macht und sich mit seinem besonderen Feature gegenüber herkömmlichen Keyboardständern behauptet, haben wir für euch untersucht.

Details

Aufbau und Funktionsweise

Bevor der Roadworx Multi Electric Stand verwendet werden kann, muss er erst einmal aufgebaut werden. Während einfache Keyboardständer oft bereits weitestgehend vormontiert geliefert werden, ist es bei robusteren, aufwendigeren Ständern und Keyboard-Tischen Gang und gebe, dass noch ein paar Schrauben gedreht werden müssen.

Der Ständer wird von zwei langen und stabilen Fußteilen getragen, auf welchen die Seitenteile aufgeschraubt sind. Darauf thronen wiederum zwei Verbindungsleisten, auf denen die Keyboard-Träger je nach Wunsch-Abstand fixiert werden können. Um ein besseres Halten zu gewährleisten, können optional kleine, mitgelieferte Winkel an die Träger geschraubt werden. Dadurch, dass es an den Seiten keine Begrenzungen gibt, ist der Ständer für Keyboards verschiedenster Ausmaße geeignet. In der oberen Mitte des Ständers befindet sich das Netzteilt, das mit den Seitenteilen durch Kabel verbunden ist und die Stellmotorik betreibt. Die gesamte Stromzufuhr wird durch ein langes Schuko-Kabel gewährleistet. Links vorne am Ständer befindet sich das Bedienpanel, durch welches die Höhenverstellung sowie die Speicherung von vier individuellen Positionen vorgenommen wird.

Dank der beigelegten Aufbau-Anleitung in guter alter Ikea-Manier hatte ich dann doch recht schnell einen ausgewachsenen Keyboardständer vor mir stehen. Durch selbstklebende Kabelbinder wird das Stromkabel elegant an der Ständer-Innenseite entlanggeführt und lässt bei Anschluss an eine Steckdose das Bedienpanel aufleuchten. Das alles ist recht simpel und selbsterklärend aufgebaut. Mittels Touch-Bedienung lassen sich die Seitenteile in einem stolzen Höhenumfang von ca. 61 - 126 cm elektrisch herauf- und herunterfahren. Auf einem LED-Display wird die aktuelle Höhe angezeigt. Außerdem gibt es vier Preset-Buttons, mittels derer sich voreingestellte Wunschhöhen direkt anwählen lassen. Das Speichern der Preset-Höhen wird durch Betätigung des Save-Buttons vollzogen. 

Eine externe Steuerung des Motors über Bluetooth und Smartphone wie beim König & Meyer-Pendant ist beim Roadworx Stand nicht möglich. Ich frage mich aber auch, wofür man das braucht. Verwende ich einen Keyboardständer, stehe oder sitze ich sowieso meist davor und habe direkten Zugriff auf das Bedienpanel. Mit seinen stolzen 22 kg wiegt der Stand selbst mehr als so manches Keyboard, das auf ihm thront. Das liegt zum einen an der verbauten Technik, andererseits aber auch an den sehr soliden, massiven Stahl-Bauteilen, welche dem Ständer eine besondere Robustheit verleihen. So kann der Multi Electric Stand laut Hersteller mit bis zu 150 kg belastet werden. Das ist in etwa doppelt so viel wie das Äquivalent von König & Meyer auf dem Papier verträgt, Hut ab! Optional ist für den Multi Electric Stand noch eine Extension erhältlich, wodurch sich ein zweites Keyboard über das Haupt-Instrument ablegen lässt. Dank der robusten Bauweise und hohen Belastbarkeit sollte es hier keinerlei Stabilitäts-Probleme geben.

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