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Test
10
19.02.2018

Propellerhead Reason 10 Test

DAW-Software

Frische Synths und Sounds fürs Reason Rack!

Das schwedische Studio-Rack geht in die zehnte Runde. Nachdem man Reason 9.5 mit dem langersehnten VST-Support ausgestattet hat, legt man mit Reason 10 den Fokus auf neue Onboard-Klangerzeuger und frische Factory-Sounds.

Laut Propellerheads ist es das bislang größte Content-Update.Die Synthesizer-Sektion wurde um einen Wavetable- und einen Granular-Synth erweitert, drei Sampler-Instrumente spezialisieren sich auf Weltmusik und die Rack-Extension namens Radical Piano gehört fortan zur Grundausstattung. Hinzu kommen drei Gigabyte Samples und Loops diverser Genres und ein synchronisierbarer Multi-Effekt. Wir haben Reason auf Version 10 aktualisiert und gecheckt, ob sich das Update lohnt!

Details

Preise und Verfügbarkeit


Die Vollversion ist aktuell zum Straßenpreis von 349 Euro zu haben. Das Update einer Version von Reason 1 bis 9.5 liegt bei 129 Euro Straßenpreis. Wer Reason nach dem 01.09.2017 erworben hat, erhält das Update kostenlos. Für Neueinsteiger hat Propellerhead zudem Reason Essentials im Sortiment, das für vergleichsweise günstige 69 Euro einen guten Einblick in die Software bietet, allerdings deutlich abgespeckt. Ein Upgrade auf die Vollversion ist daraufhin für 329 Euro möglich.

Neue Klangerzeuger

Seit der Einführung von Thor und Kong hat sich bei den Onboard-Klangerzeugern nicht allzu viel getan. Das hängt wahrscheinlich auch damit zusammen, dass man die Verkäufe der Rack-Extensions ankurbeln wollte. Da Reason nun jedoch offen ist für den VST-Markt, darf man sicher die Notwendigkeit der Rack-Extensions infrage stellen. Mit Reason 10 kehrt man nun wieder zu den Wurzeln zurück und erweitert das All-in-One-Paket der Beatschraubmaschine um insgesamt sechs neue Klanglieferanten. Neben einigen Bugfixes, die ihr hier nachlesen könnt, zählen die folgenden Features zu den wesentlichen Neuheiten in Reason 10, die wir mit diesem Review genauer unter die Lupe nehmen werden:

  • Europa: Wavetable Synthesizer mit vielen Modulationswegen
  • Grain: Granularsynthesizer
  • Humana: Sampler-Instrument basierend auf einem Vocal Ensemble
  • Pangea: Sampler-Instrument mit Weltinstrumenten  
  • Klang: Tuned Percussions
  • Radical Piano: experimentelles Piano-Sampler-Instrument

Mehr Sounds und Loops

Neue Software-Synths haben für gewöhnlich auch frische Presets an Bord. Doch auch die älteren Klanglieferanten sind in Reason 10 aufgestockt worden. Der DAW-Browser verfügt nunmehr über drei weitere Menüpunkte: Reason 10 Sounds, Drum Supply und Loop Supply. Letzterer bietet Drumloops im Rex-Format für viele Genres. Darunter Trap, mehrere House-Stile, RnB, Drum N Bass, Pop und mehr. Die Loops lassen sich wie gewohnt in den Sequenzer schupsen oder aber mit Dr. Octo-Rex loopen, für den es zudem fertige Patches gibt. Die Loops sind nämlich ähnlich wie Construction Kits aufgebaut, was bedeutet, dass es jeden Drumloop in „Full“ (alle Drums) und zusätzlich aufgesplittet in „Top“ (ohne Bassdrum) und weiteren Varianten gibt. So kann man seinen eigenen Groove mit den Loops auffrischen, ohne eine Bassdrum manuell cutten oder herausfiltern zu müssen – sehr gut. Die Loops sind, wie von Propellerhead zu erwarten, druckvoll, qualitativ erstklassig und klingen allesamt modern. In den folgenden Klangbeispielen habe ich zu jedem der verfügbaren Kategorien eine Handvoll Loops zusammengestellt, die euch einen kleinen Einblick in die neue Library „Loop Supply“ erlaubt.

Auch der Nachschub an Samples ist sehr umfangreich und macht einen durchdachten Eindruck. Die Sounds der beliebter Drum Machines wie Roland TR-707, 808 und 909 wurden beispielsweise in etlichen Parameter-Varianten gesampelt und aussagekräftig betitelt, wodurch man schnell die passende Drum findet, praktisch! Anders als es bei den alten Kong- und Redrum-Samples der Fall ist, wurde einigen Benennungen der Bassdrum-Samples auch gleich die Tonart hinzugefügt.

Synchronous

Die bislang im Propellerhead-Shop erhältliche Rack-Extension Synchronous gehört ab Reason 10 zur Standardausrüstung. Hierbei handelt es sich um einen Multieffekt, der über die vier Module Distortion, Filter, Delay und Reverb verfügt, die sich synchronisieren lassen. Der Clou: Das Tool hält einen Sequenzer bereit, in den sich mit diversen Wellenformen und Taktrastern drei Hüllkurven einzeichnen lassen, um die Effekte zu modulieren. Und wie jedes Reason-Rack-Gerät kann auch Synchronous über die CV-Verbindung die Parameter anderer Geräte steuern. Was man damit anstellen kann, seht ihr in folgendem Video.

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