Test
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24.06.2019

PreSonus AIR10 und AIR15s Test

Aktiv-PA

Druck-Generatoren

Die aktive AIR-Serie von PreSonus umfasst fünf Boxen: Neben den Subwoofern AIR15s und dem größeren AIR18s hat der Anwender drei Topteile zur Auswahl. Die AIR10 ist mit 10/1-Zoll-Bestückung das kompakteste Mitglied der Familie. AIR12 und AIR15 warten mit einer entsprechend größeren Chassis auf. Wir machen uns an die Arbeit und sezieren für euch eine Kombination aus zwei AIR10 und einem AIR15s.

Details

Wer des Öfteren als Einzelkämpfer im Beschallungswesen unterwegs ist, sollte sich den PreSonus AIR15s einmal genauer ansehen. Er ist äußerst kompakt und besitzt zwei gummierte Griffe, so dass sich seine 38 Kilogramm auch von einem Mitteleuropäer mit durchschnittlicher Statur tragen lassen. Ich habe jedenfalls kein Problem, die gesamte Test-PA ohne Hilfe im PKW zu verstauen.

Der AIR15S ist ein klassischer Bassreflex-Subwoofer mit Holzgehäuse. Beim Auspacken fällt ein zusätzlicher, kleiner Karton auf. Darin befinden sich vier 80-mm-Transportrollen, die sich bei Bedarf an der Rückseite des Tieftöners anschrauben lassen. Gute Sache, ebenso, wie die seriöse Optik des Kandidaten. Schwarzer Strukturlack trifft auf ein vollflächiges Lautsprechergitter, das mit schwarzem Akustikvlies hinterlegt ist.

Auf der Oberseite thront eine Distanzstangenaufnahme mit M20-Gewinde; eine blaue LED im Lautsprechergitter signalisiert Netzversorgung durch die Kaltgerätebuchse. Die LED lässt sich über den DSP der Aktivelektronik aber auch abschalten. Das Modul kommt ohne Lüfter aus und sitzt versenkt in der Mitte der Gehäuserückseite.

Zur Kontaktaufnahme stehen zwei Combobuchsen parat, zwei XLR-Thru-Buchsen reichen das Eingangssignal an weitere Boxen beziehungsweise die Topteile durch. Da die AIR-Subwoofer über zwei Ein- und Ausgänge verfügen, ist auch eine 1:2-Aufstellung (ein Bass für zwei Tops) machbar.

Das Aktivmodul verfügt über einen großen, beleuchteten LCD-Screen und einen Endlos-Encoder zur Parametereingabe. In das User-Menü gelangt man mit einem Druck auf den Encoder. Ohne Druck verhält sich der Encoder als Volume-Regler. Fünf Menüpunkte besitzt der DSP. Unter „Mode“ lassen sich zwei Grundsounds abrufen, während „Locate“ Presets für den normalen, Cardioid- oder Endfire-Betrieb bereitstellt.

Um den Subwoofer hinsichtlich der Laufzeit an weiter entfernte Topteile anzupassen, gibt es ein Delay, die größte zu überbrückende Entfernung beträgt 10,5 Meter. Das Sub-X-Over-Menü fällt üppig aus. Neben passenden Trennfrequenzen für den Betrieb mit den AIR-Topteilen lassen sich folgende Trennfrequenzen abrufen: 150, 120, 100, 80 und 70 Hertz. So kann der AIR15s auch mit Topteilen anderer Hersteller kombiniert werden.

PreSonus AIR10

Im Gegensatz zu den Subwoofern verfügen die Topteile über ein Kunststoffgehäuse. Das ist auch ein Grund, warum die AIR10 gerade mal 13 Kilogramm wiegt. Daher lässt es sich leicht verschmerzen, dass PreSonus der Box nur einen Griff auf der Oberseite spendiert hat. Die Box ist gut verarbeitet und besitzt ein vollflächiges Lautsprechergitter.

Als Schmankerl besitzt die AIR10 anstatt einer herkömmlichen Stativaufnahme eine über zwei Drucktaster verstellbare Hochständeraufnahme. Entweder 0 (gerade) oder -7.5° Grad (geneigt) stehen zur Auswahl. Damit lässt sich das Publikum zielgenau adressieren.

Auf der Rückseite finden wir ein ähnliches Aktivmodul wie im AIR15s. Die AIR10 verfügt über zwei Combobuchsen-Eingänge samt Gain-Potis, so lassen sich zwei Signale (Mikrofon oder Line) simultan verstärken. Diese Signale können über einen Mix-Out (XLR) abgegriffen werden. Kanal 2 verfügt zusätzlich über eine Miniklinkenbuchse für den Anschluss eines Zuspielers. Die AIR10 ist eine Zweiwege-Box und besitzt daher eine zweikanalige Endstufe, die bis zu 1200 Watt Peak liefern soll.

Die Bedienung des DSPs ist identisch zum AIR15s. Die Menüpunkte „Mode“ und „Locate“ besitzt die AIR10 ebenfalls, darüber hinaus einen zweibandige EQ (Bass & Treble) und diverse EQ-Presets für unterschiedliche Anwendungen (FOH, Monitor, Speech, DJ usw.). Eine gute Ausstattung.

Nachdem das Lautsprechergitter entfernt ist, sehen wir das in der Schallwand integrierte, breitabstrahlende Hochtonhorn (90 x 60 Grad) und den 10-Zoll-Ferrit-Tiefmitteltöner. Dahinter sitzt das sauber aufgebaute Aktivmodul. Die Box besitzt ausreichend Dämmstoff und mehrere Verstrebungen, um Gehäuseresonanzen zu unterdrücken. Ob sich das auch akustisch bemerkbar macht?

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