Bass
Test
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04.12.2019

Phil Jones Bass BP-800 Test

800-Watt-Topteil für E-Bass

Starker Kraftzwerg!

Phil Jones Bass entwickelt schon seit vielen Jahren hochwertiges Equipment für Tieftöner und legt dabei den Fokus auf komfortablen Transport und erstklassige Klangqualität. Das Portfolio der amerikanischen Company ist in den letzten Jahren stetig gewachsen und umfasst mittlerweile ultrakompakte Basscombos und leistungsstarke Boxen mit den typischen Miniatur-Lautsprechern, dazu hochwertige Preamps sowie - natürlich - auch kräftige Basstops in verschiedenen Leistungsklassen. Für diesen Test haben wir uns den jüngsten Amp aus dem Programm von Phil Jones Bass ausgesucht. Der brandneue BP-800 wurde auf der Namm Show 2019 vorgestellt und hat seither sehr viel positive Resonanz erhalten. Grund genug für uns, das 800 Watt starke Class-D-Top ins Testlabor liefern zu lassen und auf Herz und Nieren zu prüfen.

Details

Eigenwillige Designs ist man von Phil Jones Bass ja durchaus gewöhnt, und auch der neue Amp setzt sich schon mal rein optisch deutlich von den Kompakt-Tops anderer Herstellern ab. Der BP-800 ist sehr viel tiefer als breit und wirkt durch die daraus resultierend relative kleine Front auf den ersten Blick sogar noch eine Spur handlicher, als er in Wirklichkeit ist. Die genauen Abmessungen betragen 19 x 33 x 7 cm (B x T x H). Für ein Top der oberen Leistungsklasse ist der BP-800 also in der Tat sehr platzsparend konzipiert und verursacht nicht zuletzt durch sein geringes Gewicht von gerade mal 2,7 kg einen ausgesprochen geringen Transportaufwand.

Das niedrige Gewicht geht allerdings definitiv nicht auf der Kosten der Qualität, denn der Amp ist außerordentlich stabil gebaut und fühlt sich sehr hochwertig an. Der Eyecatcher des neuen BP-800 ist zweifellos die elegante Frontplatte aus blau eloxiertem Aluminium, auf der die wichtigsten Bedienelemente für die vielen Features des Tops untergebracht sind.

Wie von den meisten Amps gewohnt, finden wir auch beim BP-800 den Klinkeneingang für den Bass auf der linken Seite. Direkt darüber parken ein dreistufiger Kippschalter für die Einstellung der Eingangsempfindlichkeit (passiv/aktiv) und die Mute-Funktion des Amps. Ich nehme an, dass die Mute-Funktion aus Platzgründen an dieser Stelle untergebracht wurde, und platzsparend ist diese Aufteilung in der Tat - wenn auch ein eigener Taster wahrscheinlich etwas praktischer wäre.

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Aus denselben Gründen der Platzersparnis fallen die Potiknöpfe des BP-800 eher klein aus, durch die besondere Formgebung fühlen sich die Regler aber trotzdem recht griffig an und lassen sich sehr komfortabel drehen. Die fünf Regler in der oberen Reihe sind für den aktiven Equalizer des Class-D-Tops zuständig. Für die Klangregelung stehen also insgesamt fünf Bänder mit folgenden Einsatzfrequenzen zur Verfügung: Lo-Bass (50Hz), Hi-Bass (160Hz), Mid (630Hz), Lo-Treble (2,5kHz) und Hi-Treble (12kHz).

Unter dem Equalizer sitzen drei weitere Regler mit den Bezeichnungen Input-Level, Aux-Level und Volume. Klar, der Input-Level-Regler entspricht dem allseits bekannten Gain-Regler, mit dem Aux-Level wird die Lautstärke von externen Audioquellen eingestellt, und der Volume-Regler ist logischerweise für die Endlautstärke des Amps zuständig. Die Miniklinke zum Anschluss von externen MP3-Spielern oder Smartphones und die Kopfhörer-Miniklinke haben sogar auch noch auf der kleinen Front Platz gefunden; alle anderen Anschlüsse mussten auf der Rückseite des BP-800 untergebracht werden.

Zur Ausstattung gehören hier ein symmetrischer DI-Out in Form einer XLR-Buchse (inklusive Pre/Post und Groundlift), ein Effektweg mit den üblichen Klinken für Send und Return, und zwei weitere Klinken mit den Bezeichnungen Line-In und Line-Out. Via Line-in kann die Class-D-Endstufe des BP-800 zum Beispiel mit einem Preamp direkt angesteuert werden, und der Line-Out leitet das Preamp-Signal des BP-800 bei Bedarf an einen anderen Verstärker.

Gleich daneben sitzt eine Speakon-Buchse für die Verbindung mit einer Box. Wiederum zugunsten der kompakten Bauform muss man beim neuen Amp-Modell von Phil Jones auf einen zweiten Boxenanschluss verzichten. Das ist kein großes Problem, denn die meisten modernen Boxen bieten zum Durchschleifen ohnehin einen zweiten Anschluss, sodass auch der Betrieb mit mehreren Boxen auf jeden Fall gewährleistet ist.

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