Gitarre Hersteller_Peavey
Test
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06.02.2014

Peavey 6505 Plus 112 Combo Test

Gitarrencombo

High-Gain-Chef

Der Peavey 6505 Plus 112 Combo im bonedo-Test -Der Peavey 6505 sorgt seit über 20 Jahren für amtliche Verzerrung im härteren Musikgenre. 1992 wurde das erste Topteil als Signature Modell für Eddie Van Halen gebaut, ein HighGain-Amp mit ordentlich Dampf und einer patentierten Resonance Control. Die Wege von Peavey und Van Halen trennten sich 2004 und die Amp-Serie bekam einen neuen Namen. Angelehnt an das damals anstehende 40-jährige Jubiläum (1965-2005) des Unternehmens taufte man die Serie konsequenterweise 6505. Aber nicht nur Van Halen und seine Jünger spielten den Amp, eroberte sich eine große Anhängerschaft im Heavy-Rock- und Metalbereich.

Bei vielen Aufnahmesessions greift man nach wie vor auf ihn zurück, und auch im Portfolio von Plug-In- und Modeling-Hersteller darf dieser Amptypus nicht fehlen. Ganz konservativ haben wir für euch die Hardwareversion im Comboformat unter die Lupe genommen.

Details

Gehäuse/Optik

„Was nix wiegt, das taugt nix …“ Der Spruch meines Altrocker-Freundes Klaus könnte bei den Entwicklern angekommen sein, denn mit fast 30 Kilo Lebendgewicht tritt der 6505 Combo hier zum Test an. Heavy ist also nicht nur beim Sound Programm. Außerdem ist er für einen 1x12 Comborecht bullig und mit 648 x 567 x 285 mm nicht viel kleiner als mancher Kollege mit zwei 12“ Speakern.

Trotz seiner Masse lässt sich der Verstärker im schwarzen Vinyl-Gewand zumindest gut ausbalanciert am Kunstledergriff tragen. Das silberne Bedienfeld strahlt uns von der Front entgegen, darunter ein Lochblechgitterstreifen, gefolgt von Lautsprecher-Bespannstoff. Ähnlich sieht es auf der Rückseite aus, in der oberen Hälfte, unter dem Ampchassis, findet man die Lochblechabdeckung, die einen Blick auf die Röhren im Innenraum ermöglicht. Der Speaker ist unter Verschluss, deshalb darf man durchaus einen amtlichen Wumms aus dem Combo erwarten. Sieben Röhren glühen beim 6505, in der Vorstufe fünf 12AX7 und zwei 6L6GC in der Endstufe.

Bedienfeld

Der Verstärker ist als reinrassiger Zweikanaler aufgebaut und kommt konsequenterweise auch mit komplett getrennten Klangregelungen, die in beiden Kanälen (Rhythm und Lead) per Low, Mid und High eingestellt werden kann. Dazu je ein Regler für Pre- und Post-Gain, also für Zerrgrad und Lautstärke des Kanals. Der Clean Channel ist zusätzlich mit einem Crunch-Schalter ausgestattet, mit dem man der Vorstufe etwas mehr Verzerrung entlocken kann. In der Master Sektion finden sich noch einmal zwei Klangregler, Resonance ist für Low End zuständig und Presence kümmert sich um den hohen Frequenzbereich. Ebenfalls im Master-Bereich ist der Reverb-Regler tätig, der bei Bedarf den integrierten Federhall zum Originalsignal hinzumischt. Die Kanäle sind auf dem Bedienfeld per Taster umschaltbar und die entsprechende LED am Kanal zeigt an, welcher gerade das Sagen hat.

Rückseite

Neben den Anschlüssen für den Effektloop (Send, Return) sind die beiden Lautsprecherausgänge positioniert, einer davon ist mit dem internen Lautsprecher belegt. Per Impedanzwahlschalter wird bei Benutzung einer Zusatzbox der Widerstand entsprechend auf 4, 8, oder 16 Ohm eingestellt. Wer den Amp zum Aufnehmen benutzen möchte, dem steht ein XLR-Anschluss mit Speakersimulation zur Verfügung, die mittels einer patentierten Schaltung (MSDI) den Sound einer 4x12 Box generieren soll. Gegen eventuelle Brummstörungen hilft der Ground-Lift-Schalter, daneben finden wir die Klinkenbuchse zum Anschluss des Fußschalters für Kanalumschaltung und Effektweg an und aus. Dieser gehört leider nicht zum Lieferumfang und muss zusätzlich erworben werden.

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