Hersteller_Pearl Sensitone_Vergleich_Phosphor_Bronze
Test
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05.10.2014

Pearl Sensitone Premium Phosphor Bronze Snare Test

Bronze Snare

Ding Dong

In diesem Bonedo Testbericht geht es um die Pearl Sensitone Premium Phosphor Bronze Snaredrums, die gemacht sind für Trommler ohne Geldsorgen auf der Suche nach dem typischen Bronze-Sound. Nicht alles, was glänzt, ist Gold. Manchmal ist es auch eine Premium Phosphor Bronze Snare. Ihre Legierung sieht nicht nur auffällig aus, sie hat auch sehr eindeutige Klangeigenschaften mit hohem Wiedererkennungswert.

Trotzdem muss Phosphor Bronze als Kesselmaterial, in puncto Legendenbildung, hinter Aluminium und Messing zurückstecken. Ob das gerecht ist, wird dieser Test sicher nicht klären können. Wie sich die Sensitone Phosphor Bronze Snares schlagen, dagegen schon. Die Snares der überarbeiteten Sensitone Serie sind seit Mai 2014 in den Regalen der Musikhäuser zu finden. Einige Modelle haben grundlegende Veränderungen über sich ergehen lassen. Andere, wie die Bronze Snares, sind mit einem Facelift ausgekommen. Außerdem gab es Zuwachs, und damit umfasst die Sensitone Familie jetzt ganze dreizehn Snaredrums.

Details

Ein wichtiges Merkmal der aktuellen Sensitone-Serie ist die Einteilung der Modelle in die Kategorien „Sensitone“ und „Sensitone Premium“. Die Bronze-Snares sind der zweiten Kategorie zugeordnet. Das bedeutet allerdings nicht, dass meine Testkandidaten besser verarbeitet oder ausgestattet wären als ihre Kolleginnen. Es heißt nur, dass Phosphor Bronze als Material aus Sicht von Pearl des Premium-Siegels würdig ist. Neben den in diesem Test besprochenen Bronze-Snares stehen in der Serie noch zwei Arten Messing, Stahl, Aluminium, Maple und African Mahogany auf der Sensitone-Materialkarte. Selbstverständlich bringt die neue Auflage einige technische und optische Veränderungen mit sich. Wie eingangs erwähnt, beschränken sich diese bei den Premium Bronze Snares auf Äußerlichkeiten, sind aber trotzdem interessant. So auffällig wie der goldene Farbton meiner Testtrommeln sind die ARL-Lugs, übrigens das Erkennungsmerkmal der Premium-Modelle. Bei diesen Lugs handelt es sich um bogenförmige Böckchen mit extra-langen Gewindehülsen. Die Bauart der Lugs soll sich sehr gut mit dem Schwingverhalten der Trommelkessel vertragen. Die langen Gewindehülsen sind dazu beweglich in den Böckchen verankert und verringern damit das Risiko, dass sich eine Spannschraube verkeilt. Von den Böckchen und Spannschrauben führt die Reise ohne Umwege zu den Spannreifen. Hier setzt Pearl, nicht nur bei den Sensitone Snares, die dreifach geflanschten und 2,3 Millimeter starken Super Hoop II-Modelle ein. Sehr gut ausgewählt finde ich das, was die Spannreifen halten, nämlich Remo USA Ambassador Felle auf beiden Seiten der Snaredrums.

Ebenso interessant geht es mit der nächsten Neuerung, dem SR-150 Strainer, weiter. Er funktioniert nach einem Prinzip, das sich Trommlerlegende Billy Gladstone seinerzeit ausgedacht hat. Damals wurden die Bedienhebel der Abhebungen für gewöhnlich parallel zum Kessel bewegt, um den Teppich zu lösen oder zu spannen. Das fand er unpraktisch und drehte den Mechanismus um 90 Grad, so dass der Hebel nun vom Kessel weg, beziehungsweise zu ihm hin geklappt wird. Ein weiteres Merkmal des SR-150 Strainers ist die Click-Lock Funktion, die die eingestellte Teppichspannung auch gegen harte Snareschläge sichert. Das Butt End hat ebenfalls ein neues Design erhalten, funktioniert aber weiterhin auf herkömmliche Art, ohne Verstellmöglichkeit. Zwischen diesen beiden Polen sorgt, last but not least, der SN1420I Snare-Teppich mit 20 Stahlspiralen für gepflegtes Rascheln.

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