Test
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07.02.2016

Nubert nuPro AW-350 Test

Aktiv-Subwoofer

Digitaler Basswürfel mit Fernbedienung


Im Schwäbisch Gmünd ist die deutsche Lautsprecher-Manufaktur Nubert beheimatet. Seit Ende der 70er Jahre widmet man sich hier der Entwicklung von Hi-Fi-Produkten, wobei das Portfolio mittlerweile weit darüber hinaus geht. Vor kurzem haben wir die Nubert nuPro A-200 getestet, jetzt ist der passende Subwoofer nuPro AW-350 an der Reihe!

Die aktuelle nuPro Serie beherbergt zusätzlich drei unterschiedlich großen Zwei-Weg-Systeme, namentlich A-100, A-200 und A-300. Ferner gibt es auch noch die deutlich größeren Mehrwege-Standlautsprecher A-500 und A-700 sowie die Soundbar AS-250.

Details


Allgemeines


Der Nubert nuPro AW-350 ist ein aktiver Subwoofer, der als Ergänzung für die Kompaktlautsprecher der nuPro-Serie gedacht ist, grundsätzlich aber auch mit jeden anderen aktiven Lautsprecher und Receiver/Verstärker kombiniert werden kann. Wie auch die bereits von uns getestete und zum AW-350 perfekt passende nuPro A-200, ist der Subwoofer mit einer kleinen und sehr praktischen Fernbedienung ausgestattet. 

Mit Maßen von 39 cm x 24 cm x 24 cm (HxBxT) und einem Gewicht von 8,8 kg gehört der Subwoofer zu den kompakteren Modellen. Das Finish ist Schleiflack und in den Trendfarben Schwarz oder Weiß erhältlich. Außerdem bringt der Sub eine magnetisch haltende, schwarze Stoffbespannung mit.

Das Gehäuse besteht aus 19 mm starkem MDF und bedient sich des Bassreflex-Prinzips. Der rundliche Bassport befindet sich dabei auf der Unterseite zwischen den massiven Standfüßen und strahlt nach unten. Die horizontalen Gehäusekanten wurden abgerundet.

Digitale Technik und Endstufen

Wie die gesamte nuPro Familie setzt auch das Innenleben des Subs auf Digitaltechnik, wenn auch hier keine digitalen Eingänge vorhanden sind. Das Filtering und die Signalvorbereitung erfolgt vor der eigentlichen Verstärkung und wird von einem DSP realisiert. Dementsprechend kommt auch anschließend eine Class-D Endstufe zum Einsatz (PWM), welche besonders effektiv Leistung bereit stellt. 150 Watt „Peak“ bzw. „Nennleistung“ um genau zu sein, wobei das Handbuch leider keinen RMS-Wert bereithält. Das Langhub-Chassis des 6-Zoll Woofers ist mit 18 cm Durchmesser ebenfalls recht kompakt gehalten. Die Sicke hingegen fällt recht kräftig aus, was auch daran liegt, dass die Membran laut Handbuch bis zu 3 cm auslenkt.

Die Spannungsversorgung des internen Verstärkers wird von einem Schaltnetzteil übernommen. Um aber auch einen besonders niedrigen Stromverbrauch im Standby-Modus zu ermöglichen, kommt ein zusätzliches Netzteil zum Einsatz. Die Energiesparautomatik schaltet den Subwoofer selbsttätig ein oder bei Nichtbenutzung entsprechend aus. Im Ruhezustand verbraucht der Sub so nur 0,4 Watt. Durch einen manuellen Ein- und Aus-Schalter lässt sich der AW-350 aber auch vollständig vom Netz trennen. Das Netzteil erlaubt den Einsatz an Netzspannungen von entweder 110/120 V oder 220/240 V.

Sehr detaillierte Menü-Optionen via Display und Remote

Unter dem Woofer befindet sich ein Display nebst Steuerkreuz. Hier erreicht man das Menü mit seinen vielen Optionen. Die meisten Parameter sind aber auch über die mitgelieferte Fernbedienung vom Sweetspot aus komfortabel erreichbar. Eine Remote ist deshalb gerade bei einem Subwoofer nicht nur Gimmick, sondern wirklich praktisches Tool zur optimalen Einrichtung. 

Anschlüsse

Der AW-350 besitzt einen Stereo-Cinch-Eingang und einen Stereo-Cinch-Ausgang, um den Sub auch auf einfachste Weise in serielle, aktive Setups integrieren zu können. Bevor das Eingangssignal allerdings am Ausgang wieder ausgegeben wird, wird es vorher noch mit einem 80 Hz Low-Cut versehen, damit auch Speakersysteme ohne eigenes High-Pass-Filter eingebunden werden können. Ein stufenloser Low-Cut wäre hier sicherlich wünschenswert gewesen – aber nun gut: Bleibt man bei Nubert im Sortiment, gilt es positiv anzumerken, dass die passenden nuPro-Speaker ihren eigenen Low-Cut besitzen und einen eignen Sub-Anschluss bereit halten, sodass man hier nicht auf diese Ausgänge angewiesen ist.

In diesem Zusammenhang besonders interessant ist, dass sich die Trennfrequenz und die Phasenlage des Subs äußerst fein einstellen lässt. So kann die Trennfrequenz zwischen 40 Hz und 200 Hz in 10Hz-Schritten und die Phase sogar in 20° Schritten zwischen 0° und 180° eingestellt werden. Zusätzlich ist ein Low-Cut aktivierbar, um den Sub nach unten hin entlasten und um so die Maximallautstärke bei Bedarf erhöhen zu können. Dementsprechend unterscheidet sich der angegebene Übertragungsverlauf, welcher mit -3dB- und -6dB-Eckpunkten ermittelt wurde. Vorbildlich, könnte man meinen, wenn da nicht die fehlenden Angaben zum gemessenen Verzerrungsgrad (THD) bzw. des maximalen SPLs wären. Laut Handbuch des Nubert-Suboofers bringt es der Sub zu folgenden Werten (mit der unteren Grenzfrequenz des aktivierten Low-Cut in Klammern):

  • 35 Hz (50 Hz) bis 150 Hz bei -3 dB
  • 31 Hz (42 Hz) bis 200 Hz bei -6 dB

Außerdem verfügt der Sub auch über hochohmige „High Level“-Lautsprecheranschlüsse, um den Sub auch an Endstufen ohne dedizierten Sub- bzw. Line/Pre-Out betreiben zu können. Der Sub kann dann auch parallel zu bereits angeschlossen Passiv-Lautsprechern betrieben werden. 

Lieferumfang

Die bereits angesprochene Remote gehört genauso zum Lieferumfang wie das passende 2m-Netzkabel und die kleine Nubert-Figur. Ferner ist ein drei Meter langes Y-Cinch-Kabel am Start, um den Sub nach dem Auspacken auch gleich mit der Stereoanlage verkabeln zu können. Vorbildlich.

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