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Workshop
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02.04.2020

Sounddesign mit NI Massive X

Workshop: Bässe, Pads und Beats mit Massive X

Tutorial: Synthsounds selbst machen im kontroversen Softsynth von Native Instruments

Massive X sorgte beim Release vergangenes Jahr für jede Menge Kontroverse und Aufschreie – wirkte doch vieles unfertig, nicht zu Ende gedacht, überhastet zusammengeschraubt. Aber was die Qualität der Sounds und der Effekte sowie die Menge an Modulationsmöglichkeiten betrifft spielt der Softsynth in der obersten Liga. So unser Fazit beim Test. Mit den letzten Updates 1.1 und 1.2 wurde einiges nachgeschoben, fast ist Massive X seine Kinderkrankheiten losgeworden. Zwar sind die Liste und Auswahl an Presets mittlerweile mehr als ansehnlich, aber am Ende sind es doch die eigenen Sounds, auf die es ankommt.  

Eine kurze Zusammenfassung zu Beginn, was in den beiden Updates 1.1 und 1.2 dazu gekommen ist. 1.1 brachte 160 zusätzliche Presets, einen Dark Mode und als eine der wichtigsten Neuerungen dann endlich eine ordentliche, grafische Darstellung der Hüllkurven.

1.2 hatte weitere 100 Sounds im Gepäck (NI versprach bei der Vorstellung letzten Sommer, dass in jedem kommenden Update neben Neuerungen immer viele neue Sounds dabei sein werden). Dazu kam die Funktion, heruntergeladene Presets jetzt per Drag-and-Drop ins Plugin ziehen zu können, diese werden dann automatisch im User-Ordner gespeichert. Neben einigen Bugfixes hat NI dann noch die Zeit, die man die Demo pro Session nutzen kann, von 30 auf 60 Minuten hochgeschraubt. Gut für Neugierige.

Böser 808-Bass

Wer sich einmal an die Filter und Verzerrer von Massive X herantraut, wird sich schnell verlieben. Über die Feedbackschleife lässt sich das Filter wunderschön und sehr analog klingend übersteuern, auch der „Nonlinear Lab“-Effekt verzerrt, dass einem das Herz aufgeht. Diese nicht-linearen Verzerrungen eignen sich hervorragend, um beispielsweise 808-Bässe richtig böse klingen zu lassen und selbst auf kleinsten Boxen ordentlich zu dröhnen. Zwar hatten wir eine 808 auch schon bei Serum gebaut, die bei Massive X ist aber noch eine Portion größer.

  1. Damit wir quasi mit dem weißen Blatt anfangen, setzen wir Massive X zurück. Mit dem Preset „Init Massive X“ in der Kategorie „Quickstart“ werden alle vorherigen Einstellungen entfernt. 
  2. Eine solide 808 lebt in der Basis von einer simplen Sinuswelle, deren Pitch von einer Hüllkurve moduliert wird. Wir wählen eine Sinuswelle bei Oszillator 1 und verbinden Envelope 2 mit dem Pitch links am Oszillator. Die Stärke der Modulation wird beim Pitch anders als bei allen anderen Parametern in Halbtönen oder Cents angegeben. Hier kommt es sehr auf den persönlichen Geschmack oder das Vorbild an. Es gilt: Je höher die Zahl, desto stärker ist ein richtiges Klicken, wie bei einer Kick-Drum, zu hören. Wir stellen 46.000 ein, die generelle Tonhöhe stellen wir auf -24, also zwei Oktaven tiefer, damit wir, falls wir den Bass auf einem Keyboard spielen wollen, nicht so weit runterschalten müssen. 
  3. Oszillator 2 bekommt eine Square-Wave, die nur auf eine Oktave tiefer, also -12, gestellt wird, und denselben Envelope „E2“ als Pitch-Modulation.
  4. Stichwort Envelope: Den haben wir ja noch gar nicht eingestellt! Im Envelope-Bereich unten nehmen wir „E2“ und müssen hier nur den „Decay“-Regler (der mit dem „D“ drüber) verändern. Wir drehen ihn auf ungefähr 9 Uhr. Ihr werdet beim Spielen merken, dass selbst kleinste Veränderungen am Decay einen großen Unterschied beim Sound machen.
  5. Bevor es zum Filter geht, stellen wir Massive X noch auf monophonen Betrieb, damit sich schnell gespielte Noten auf keinen Fall überlappen. Das geht im „Voice“-Bereich links in der Mitte. Hier im Bereich „Polyphony“ stellen wir auf „Mono“ um. Wenn wir schon dabei sind, stellen wir den Glide-Modus auf „Exponential“ und aktivieren darunter „Legato“. So gleiten nur die Noten, die direkt hintereinanderkommen. 
  6. Als Filter nehmen wir „Asimov“ und drehen bei „Freq“ etwas die Höhen raus. Dann packen wir eine gehörige Portion „Gain“ dazu. Achtet mal darauf wie sich der Sound verändert, wenn ihr diesen Regler langsam hochdreht. Durch die Feedbackschleife im Routing wird das Signal noch einmal durch das Filter geschickt und dieses fängt an zu übersteuern. 
  7. Bei den Insert-Effekten nehmen wir im Slot A den „Dist“-Effekt und dann den „Hardclip“-Modus. Hier kommt es sehr auf die Dosis an. Verzerrt der Effekt zu stark, verliert die 808 ihre Wucht. „Drive“ auf 12 Uhr, Mix auf 2 Uhr. 
  8.  Bei den Stereo-Effekten X, Y und Z daneben ist der „NLL“ oder „Nonlinear Labs“-Effekt unsere dritte Verzerrungsstufe. Wir stellen ihn ein, wie ihr es im Bild unten sehen könnt. Auch hier ist wieder wichtig: Nicht zu stark zerren, sonst verliert das Signal seinen Bauch. 
  9. Im Slot Y hilft uns der EQ, mit ihm drehen wir einige der Tiefen wieder rein, die uns durch die Verzerrer verlorengegangen sind. 
  10. Und Verzerrungsstufe vier: Der Feedbackregler im „Amp“-Bereich zwischen den Effekten. Fertig ist das Erdbeben!

Episches 80er-Pad mit der neuen Chords-Unison-Funktion

Bei 80er-Synth-Sounds, die nach Kino klingen, denken viele als Erstes an den Blade Runner Soundtrack von Vangelis. Die epischen Streicher- und Flächensounds, die unter anderem aus dem Yamaha CS-80 kamen, lassen sich ohne Weiteres in Massive X nachbauen.

  1. Wie bei der 808, setzen wir als erstes Massive X zurück. Alles muss schweben und sich vermischen bei Pad-Sounds. Wir wählen bei beiden Oszillatoren Saw-Waves, stimmen Oszillator 2 zwölf Halbtöne nach oben und verstimmen ihn dann leicht um zusätzliche 0,006 nach oben. Eine Schwebung entsteht.
  2. Dazu bekommen beide Oszillatoren von LFO 4 eine leichte Modulation am Pitch mit 0,15, um ein Vibrato zu erzeugen. Eine weitere Bewegung im Flächensound. LFO 4 stellen wir auf eine Sinuswelle und auf eine sehr langsame Geschwindigkeit.
  3. Als Filter nehmen wir das Blue Monark Filter, drehen am Cutoff ein wenig die Höhen raus und übersteuern das Filter ordentlich mit dem „Gain“-Regler der Feedbackschleife. So entsteht analoge Verzerrung, ein warmer obertonreicher Klang. Passt hier auf, den Regler nicht zu weit aufzudrehen, sonst zerstört sich der Sound. Der Cutoff bekommt eine minimale Modulation von LFO 4.
  4. Bei der Haupt-Hüllkurve an E1 sind vor allem bei Attack und Release langsame Zeiten wichtig, der Sound soll bedächtig ein- und ausfaden. 
  5. Um jetzt richtig in die Breite zu gehen, schauen wir uns die neue Unison-Engine von Massive X an. Viele Softwaresynthesizer haben Unison-Funktionen, die im Prinzip intern mehrere virtuelle Kopien des eingestellten Sounds erzeugen und diese leicht gegeneinander verstimmen. Was Massive X hier anders macht? Die Unison-Kopien können nicht nur leicht verstimmt, sondern auch auf Akkorde einer gewählten Tonart automatisch verteilt werden. Wir gehen links in der Mitte zum „Voice“-Reiter und in dem jetzt aufklappenden Bereich unten rechts zum Regler „Chord Morph“. Dreht ihr ihn ein bisschen auf, klingt es nur schief, dreht ihr ihn nach ganz rechts, spielt Massive X auf einmal epische Akkorde. Mit dem Schieberegler daneben stellt ihr die gewünschte Tonart ein. 
  6. Als Letztes schicken wir unseren Sound noch durch zwei Stereo-Effekte, den „Quad Chorus“ und natürlich den „Reverb“. Beide sind schon in der Standardeinstellung so passend, dass wir nur an den jeweiligen „Mix“-Reglern den Anteil bestimmen. 

Ein Beat nur mit Massive X – Komplexe Sequenzen mit den Performern

Schon im alten Massive waren Stepper und Performer beliebte Modulatoren, um komplexe Modulation abzufeuern. Die drei Performer in Massive X haben noch mehr in petto. Um den Prozess am besten nachvollziehen zu können, erstellt ihr euch in eurer DAW am besten einen Clip mit einer einzelnen MIDI-Note, die zwei oder vier Takte lang ist. So könnt ihr die Veränderungen quasi live hören, während ihr abspielt.

  1. Was braucht es für einen Beat? Kick, Snare und Hihat. Um es einfach zu halten, macht Oszillator 1 die Kick, Noise 1 die Hihat und Oszillator 2 und Noise 2 die Snare. Vorher setzen wir Massive X noch auf den Werkszustand zurück, wie bei der 808 beschrieben.
  2. In Anlehnung an die 808 wird Oszillator 1 auf eine Sinuswelle gestellt. Dann verbinden wir Performer „P1“ mit der Lautstärke UND dem Pitch. Im Performer-Fenster zeichnen wir bei P1 den Rhythmus ein und stellen die Looplänge auf zwei Takte. Eine wichtige Einstellung noch: im „Remote-Octave“-Fenster (die drei Balken neben P1, P2 und P3, tauchen nur auf, wenn Performer auch angewählt sind) stellen wir auf „Key“ bei „Launch“, damit die Sequenz bei jeder neuen MIDI-Note auch direkt von vorne anfängt. 
  3. Für die Hihat nehmen wir „Noise 1“ als Quelle und stellen „Hiss“ ein. Da die Hihat einen anderen Rhythmus als die Kick spielen wird, nehmen wir hier Performer „P2“ zur Modulation. Wir modulieren die Lautstärke von „Noise 1“ damit. Im „P2“-Fenster zeichnen wir den Rhythmus mit den Zeichenwerkzeugen ein. Über die verschiedenen Noten und Notenwerte verändern wir das Raster und erzeugen einen zwei Takte langen Trap-Hihat-Rhythmus. Wieder ist die Form der Decaykurve von entscheidender Bedeutung. Je bauchiger, desto offener klingt die Hihat. 
  4. Die Snare ist in diesem Fall der einfachste Sound. Für das Snare-Rasseln nehmen wir standardmäßig einfach weißes Rauschen in „Noise 2“, dazu für den Bauch der Snare eine Square-Wave in Oszillator 2. Auf die Lautstärken beider Module packen wir nun Performer „P3“ und passen die Modulationsstärke so an, dass die Snare lauter als die Hihat zu hören ist. Als Rhythmus zeichnen wir bei P3 zwei Takte lang nur jeweils einen Schlag auf die drei des Taktes ein. 
  5. Im „Routing“-Tab stellen wir sicher, dass alle Module, also Oszillator 1, Oszillator 2, Noise 1 und Noise 2, so geroutet sind, dass sie zusammen in das Filter gehen. 
  6. Beim Filter lassen wir alles, so wie es ist, nur drehen wir den „Gain“-Regler auf. Ihr kennt das schon, dadurch übersteuern wir den Filter, das Ganze klingt etwas böser und kratziger. 
  7. Zu guter Letzt schalten wir bei den Stereo-Effekten noch einen EQ und einen Reverb dazu. Beim EQ dämpfen wir die Höhen minimal, die Tiefen schieben wir etwas an. Beim „Reverb“ nehmen wir das Raum-Preset „Stage“ und passen den Mix-Regler so an, dass ein wenig Räumlichkeit auf dem Beat zu hören ist.

Riser und Sweeps – Alles steigt

Ein beliebtes Mittel für Übergänge am Ende von Drops und Breakdowns sind Riser. Oft verbringt man eine Weile auf Splice oder in den gesammelten Sample-Packs, um den richtigen zu finden. Warum nicht selbst machen in Massive X? Vorteil an dieser Methode ist auch, dass ihr den Riser in verschiedenen Tonhöhen passend zur Tonart eures Tracks spielen könnt. Grundsätzlich gilt: Je mehr ansteigt, anschwillt und aufgeht, desto größer baut sich der Riser auf.

  1. Vergesst nicht, Massive X wieder zurückzusetzen. Wir bauen uns zum Einstieg die Kurve, mit der wir dann viele Parameter modulieren und ansteigen lassen. Am besten im Performer, hier können wir den genauen Verlauf und die Länge bestimmen. Bei „P1“ erzeugen wir eine gerade, linear ansteigende Linie, die über vier Takte ansteigt. Falls wir das Ganze auch einmal umgekehrt hören möchten – also, wie alles abfällt – vertauschen wir einfach die Positionen von Anfangs- und Endpunkt. 
  2. Modulation 1: der Master-Pitch. 36 Halbtöne, also drei Oktaven stellen wir zum Einstieg ein. Mehr geht bei Bedarf immer. 
  3. Damit im Anstieg auch bei den Oszillatoren viel passiert, wählen wir bei beiden jetzt Wellenformen, die komplexe Verläufe beinhalten. Oszillator 1 bekommt die Welle mit dem schönsten Namen, „Hohlkopf“, aus der Kategorie „Monster“. Oszillator 2 bekommt die Welle „Uplifter“ aus der Kategorie „Drift“. Auf beide Wavescanner und beide kleinen Filter legen wir unsere P1-Kurve, mit unterschiedlichen Stärken. 
  4. Auch rauschen soll es am Ende des Risers ordentlich, also schalten wir „Noise 1“ dazu. Wir nehmen „Water“, dann rauscht und tost es schön, und legen auch hier die P1-Kurve auf die Lautstärke. 
  5. Höher, breiter, mehr. Ein weiterer Baustein ist, bevor es in die Effekte geht, die Unison-Engine, die ihr vom Pad-Sound schon kennt. Wir aktivieren sie im „Voice“-Bereich, und packen „P1“ auf den „Stereo Width“-Knopf bei voller Modulationsstärke und auf den „Spread“-Button direkt daneben. Hier aber nur mit eher geringer Stärke, sonst wird es am Ende der Kurve zu chaotisch. 
  6. Als Insert-Effekte kommen im Modul B der Distortion-Effekt und im Modul C das Utility ins Spiel. Bei Distortion kommt P1 auf den Mix-Regler. Und beim „Utility“ wählen wir einen HP2-Highpass-Filter, dessen Grenzfrequenz über P1 langsam ansteigt. So klingt es noch schriller am Ende des Risers.
  7. Bei den Stereo-Effekten belegen wir alle drei Slots. In Slot X kommt der Dimension Expander, auch hier moduliert P1 die volle Breite des Mix-Reglers. In Slot Y kommt der Flanger. An den Einstellungen ändern wir nichts, die P1-Kurve kommt auf den Mix-Regler. Zum Schluss noch der Reverb im Slot Z, wo wir das Raum-Preset „Rave Cellar“ nehmen. Hier aber ohne Modulation. 

Talking Synth – Massive X singen lassen und automatisieren

Ein echter Vocoder oder eine Talkbox, wie es die zwei von Daft Punk beispielsweise seit jeher nutzen, ist kaum durch eine reine Softwarelösung ohne Input mit echtem Gesang zu ersetzen. Aber mit den passenden Wavetables und dem richtigen Wavetable-Modus kommt man in Massive X einem Roboter-ähnlichen Gesang schon erstaunlich nahe. Wenn ihr dann noch in eurer DAW Geschwindigkeit und Intensität des Effektes automatisiert, habt ihr im Maus-umdrehen neue Melodien und Basslines.

  1. .Massive X zurücksetzen und dann bei den zwei Oszillatoren folgendes einstellen.

    1. Oszillator 1: Welle „That’s Me“ aus der Kategorie „Formant“. Wavetable-Modus auf „Formant“. P1 auf den Wavescanner legen und die Modulationsstärke voll aufdrehen. P2 auf den Pitch legen und die Modulationsstärke aus -12. P1 außerdem auf den „Formant“-Regler legen, der jetzt aufgetaucht ist, und eine sehr schwache Modulationsstärke einstellen.
    2. Oszillator 2: Welle „Fofi Hi“ ebenfalls aus der Kategorie „Formant“ auswählen, beim Pitch eine Oktave tiefer und dann leicht verstimmen: -11,970. Alle anderen Modulationen und Modulationsstärke sind dieselben wie bei Oszillator 1.

  2. Um das Ganze etwas prägnanter zu machen, packen wir noch eine eher ungewöhnliche Klangquelle bei Noise 1 dazu: „Ess“ aus der Kategorie „Beings“. Auch hier kommt P1 auf die Lautstärke von Noise 1 bei voller Modulationsstärke. 
  3. etzt geht’s ans Eingemachte, die Rhythmen der zwei Performer P1 und P2. Bei P1 zeichnen wir einen Rhythmus ein, der mal sehr zackig ist, mal auch mit längeren Bögen arbeitet, um so eine Art Gesang zu simulieren. Bei P2 zeichnen wir über die vier Takte gerade Linien in unterschiedlichen Höhen ein, das führt bei den Tonhöhen beider Oszillatoren zu Veränderungen, selbst eine Taste klingt dann schon nach Gesang. 
  4. Für mehr Chor-Feeling sorgt die vom Pad-Sound bekannte Unison-Engine. Im Bereich „Voice“ aktivieren wir sie, drehen den „Chord Morph“-Regler nach ganz rechts und wählen zur Abwechslung mal Moll-Tonarten aus. Wo standardmäßig „Ionian V“ steht, lassen sich auch andere Tonleitern auswählen. CZ steht übrigens für „Catch Zone“, „V“ für „Variation“ und „TC“ für „Transition Chord“. Hier geht es darum, wie Massive X Noten, die nicht in der gewählten Tonart sind, umwandelt und verschiebt. Wir nehmen „Aeolian1 CZ“.
  5. Für etwas mehr Biss sorgt das „Creak“-Filter. Auch hier verbinden wir P1 mit dem Cutoff bei mittlerer Modulationsstärke. Die Resonanz kommt auf ca. 10 Uhr, den Mixregler stellen wir auf ungefähr 11 Uhr, darüber wird es zu schrill. 
  6. Die Stereoeffekte sorgen dieses Mal für etwas mehr Analogfeeling. „Quad Chorus“ in Slot X, „Reverb“ in Slot Y und ein zum Songtempo synchroner „StereoDelay“ im Slot Z bringen Wärme, Wackeln und ein wunderschönes Schweben.
  7. Die Dosis macht die Mischung. Bei einigen der Parameter kann es zusätzlich Sounds komplexer machen, wenn man sie automatisiert. Leider geht das in Massive X nicht so, dass man einfach in den Automationsmodus seiner DAW geht und den gewünschten Parameter beim Abspielen bewegt. Er muss erst mit einem der 16 Makroregler oben in Massive X per Drag-and-Drop verbunden werden, dieser kann dann automatisiert werden. Auf Makroregler 1 und 2 legen wir jeweils die Intensität („Level“) von P1 und dann P2. So könnt ihr die Stärke, mit der der Rhythmus und die Tonhöhenveränderung zu hören sind bestimmen. Makro 3 bekommt den Mixregler des Filters, Makro 4 die Geschwindigkeiten beider Performer („Rate“), den Rest lassen wir bei der Standardeinstellung. 

Unsere Presets für euch zum Download

Je mehr man sich in Massive X einarbeitet, desto mehr verzaubern die Sounds und erstaunen die Modulationsmöglichkeiten. Und umso größer wird der Wunsch, dass NI bitte möglichst schnell einige Features nachschiebt, die bei der Konkurrenz schlicht Usus sind. Angefangen bei der Möglichkeit, eigene Wavetable zu importieren bis hin zur Vereinfachung der Automation oder einer reinen Effektversion, die Massive X dann endlich zu einem würdigen Nachfolger von Massive und einem Synthesizer machen, der sich wirklich mit Serum, Phase Plant und Pigments messen kann. Spaß macht es aber jetzt schon. 

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