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Test
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07.12.2016

MotU Ultralite Mk4 Test

USB Audio-Interface

Ultraleicht und ultragut!

Mit dem Ultralite Mk4 stellt der amerikanische Hersteller MotU die neueste Auflage seines preisgekrönten Audio-Interfaces aus der Kompaktklasse vor. Die Kombination aus einem transportablen Gehäuse und größtmöglicher Flexibilität wurde weiter ausgearbeitet und an die neue Generation der hauseigenen Treiber- und Steuersoftware angepasst. Was das ultraleichte Multitalent alles drauf hat und welche Erfahrungen wir in der Praxis gemacht haben, erfährst du im Testbericht.

Details

Abseits von AVB das flexibelste der Ultralites

Als wäre die Entscheidung für ein Audio-Interface nicht schon schwierig genug, bietet MotU das Ultralite momentan in drei Varianten an. Unser Testkandidat sitzt preislich in der goldenen Mitte zwischen dem günstigeren und schon seit 2009 erhältlichen Ultralite Mk3 (vorerst noch lieferbar) und dem seit Anfang 2015 verfügbaren Ultralite AVB. Wer nicht plant, ein AVB-Netzwerk aus mehreren Interfaces aufzubauen und trotzdem Wert auf größtmögliche Flexibilität legt, liegt mit dem Mk4 genau richtig, denn es bietet die meisten direkten Anschlussmöglichkeiten.

Neben den beiden obligatorischen Mikrofon-Vorverstärkern und dem Kopfhörer-Ausgang auf der Vorderseite hat das Mk4 sechs Line-Ins, zehn Line-Outs (alle symmetrisch) und je eine digitale S/PDIF- und ADAT-Schnittstelle an Bord. Das Ultralite AVB bietet dagegen nur acht Line-Outs und verzichtet auf die S/PDIF-Schnittstelle. Für das Ultralite Mk3, das als einziger Vertreter des Dreigestirns noch mit der alten Software arbeitet, spricht der Punkt, dass es als Hybrid-Interface neben dem USB-Anschluss auch einen Firewire-Port bietet. Über diesen kann es bus-powered (also ohne das in allen Fällen enthaltene externe Netzteil) betrieben werden, und über USB geht das leider nicht. Da wir Firewire aber ohnehin längst begraben haben, bleibt als einziges Kaufargument für den Vorgänger unseres Testkandidaten der günstigere Preis.

Hochwertige Verarbeitung und übersichtliche Gestaltung

Was alle Vertreter der Ultralite-Serie auszeichnet, ist das sehr hochwertig verarbeitete und über jeden Zweifel erhabene Metallgehäuse, das mit seiner Autoradio-Optik auf halber 19-Zoll-Breite einen gewissen zweckbezogenen und professionellen Charme verbreitet. Das Interface fühlt sich beim mobilen Einsatz oder ganz klassisch auf dem Desktop am wohlsten, dank enthaltener Rack-Ohren kann es mit einem entsprechenden 9,5-Zoll-Adapter (nicht im Lieferumfang) aber auch in ein 19-Zoll-Rack eingebaut werden.

Bei Betrachtung der Vorderseite fällt auf, dass im Gegensatz zu allen anderen bisherigen Ultralites keine reinen XLR-Buchsen, sondern XLR/Klinke-Combobuchsen verbaut wurden. Das spart zwei zusätzliche Klinkeneingänge und sorgt dafür, dass die Front des Mk4 noch etwas aufgeräumter wirkt. Bei Anschluss eines XLR-Steckers wird der Preamp im Standardmodus verwendet und bietet für Audio-Interfaces durchschnittliche 56 dB Gain. Wird dagegen ein Klinkenstecker eingestöpselt, dann verwandelt sich der Anschluss automatisch zum hochohmigen Instrumenteneingang. Die Impedanz erhöht sich dabei von 3 kOhm auf 1 MOhm, was dafür sorgt, dass der Klang einer angeschlossenen Gitarre oder vergleichbarer Instrumente richtiggehend eingesaugt wird. 

Insgesamt trifft MotU mit der Gestaltung der Frontseite des Ultralite Mk4 einen sehr guten Kompromiss zwischen Übersichtlichkeit und Direktheit in der Bedienung. Alle Regler sind gleichzeitig auch Taster, und so entscheidet man mit einem Druck auf „Main Vol“, ob man die Lautstärke am Hauptausgang oder am separat adressierbaren Kopfhörerausgang steuert. Die weiter rechts liegenden Trim-Regler für die Vorverstärker erfüllen nebenbei eine Steuerfunktion für das Menü, über das sich grundlegende Parameter wie etwa die Samplerate (bis 192 kHz) direkt am Interface steuern lassen. Für die 48 V Phantomspeisung und eine Vordämpfung, die anliegende Signale um 20 dB absenkt, gibt es separate Taster. Alle Prameter sind jedoch auch direkt über Software steuerbar.

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