Test
4
16.07.2017

Praxis

Obwohl beim Cajon Drum Set doch einiges an Einzelteilen zusammenkommt, ist es auch mit rudimentärem Grundwissen einfach und schnell zusammenzubauen - auch ohne Anleitung: Die Halterung für das Pedal wird unter das Cajon geschraubt, das Cajon Blanket umgeschnallt, das Pedal befestigt, das Hi-Hat Pedal zusammengesteckt, die Becken daran montiert und schließlich die Cajon Snare mit der Multiklammer am Hi-Hat-Schaft festgemacht. Schon kann es losgehen.

Ich beginne mit einem Soundcheck des Cajons, dem sowohl mit Händen, als auch mit Pedal gespielt, ein holziger und resonanter Basston zu entlocken ist. Dabei lässt sich der Klang auch noch variieren, indem man etwas am Beaterkopf dreht: Trifft er leicht angewinkelt auf, ist der Basston sehr weich. Bei flach auftreffendem Beater wird er lauter und attackreicher. Das TMCP-Pedal fühlt sich sehr direkt und leichtläufig an, wie man es von einem Bowdenzug-Pedal nicht unbedingt erwarten würde. Dynamisches und auch schnelleres Spielen sind damit kein Problem.

Gleiches gilt für das Hi-Hat Pedal, bei dem sich die Möglichkeit einer sehr niedrigen Einstellung hinsichtlich des Spielkomforts am Cajon besonders auszahlt. Die 13“ HCS Hi-Hat Becken klingen - typisch für Messingbecken - hell und klar und bieten einen prägnanten „Chick“-Sound, wenn sie getreten werden. 

Einen trockenen und kurzen Klang liefert die Cajon Snare. Sie kann, außer mit den Bamboo Multi Rods oder anderen Besen, auch mit den Händen gespielt werden, wobei sie sich jedoch leicht auf der Halterung verdreht. Mit aufgelegtem Silikonpad, welches die Spielfläche schont, wird die Cajon Snare naturgemäß etwas leiser und gedämpfter, wodurch sich auch klanglich (wie beim Beater) weitere Möglichkeiten ergeben.

Cajon-Bassdrum, Cajon Snare und Hi-Hat harmonieren als Set sehr gut und bereiten eine gute Portion Spaß beim Spielen. Auch der Shaker passt sehr gut ins Gesamtbild, da er einerseits hell und prägnant klingt, durch die feinkörnige Füllung jedoch auch nicht zu dominant oder gar aufdringlich wird. 

Am besten hört ihr euch das Cajon Drum Set mal selber an. Zunächst könnt ihr die Instrumente einzeln hören.

Hier hört ihr das ganze Set in verschiedenen Grooves:

Nutzt man auch das Cajon selbst als Snare, kann man schöne Kombinationen mit zwei verschiedenen Snaresounds umsetzen. Allerdings hinterlassen die Bamboo Multi Rods deutliche Spuren auf dem Lack der Schlagfläche - bitte nur nachmachen, wenn man das in Kauf nehmen möchte!

2 / 3
.

Verwandte Artikel

User Kommentare