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16.07.2017

Meinl Cajon Drum Set Test

Cajon-basiertes Mini-Setup

Komplettpaket für Akustik-Sessions

Cajon-basierte Minimal-Setups sind schwer im Kommen, und Add-On-Ausstattung ist mittlerweile in reichlicher Auswahl erhältlich. Nun bietet Meinl mit dem Cajon Drum Set ein Komplettpaket, mit dem man - sobald man es einmal aufgebaut hat - sofort loslegen kann. Neben dem Herzstück Cajon umfasst es ein Cajon Pedal, ein Hi-Hat Pedal inklusive Becken, eine Cajon Snare samt Halterung und Schutzauflage, ein Cajon Blanket, einen Shaker, ein Paar Bambus-Rods sowie ein Gigbag für das Cajon.

Erst vor kurzem haben wir Euch in einem bonedo-Workshop zum Thema Cajon Setups einige Ideen vorgestellt, wie man sein Cajon in Richtung Mini-Drumset pimpen kann. Wer jedoch von null anfängt und weder auf ein Cajon noch auf einen Hardware- und Instrumentenfundus zurückgreifen kann, freut sich vielleicht über die Möglichkeit, alles in einem Rutsch bekommen zu können. 

Details

Das mitgelieferte Cajon (BC1LB-NT-NS) stammt aus der Headliner Serie, welche für Einsteiger gedacht und auch so budgetiert ist. Leider merkt man das dem Cajon auch an: Die Kanten des 45 mal 30 mal 31 (H x B x T) Zentimeter messenden Birkenkorpus sind unsauber geschliffen, und auf den braun lasierten Flächen sind noch deutlich die spiralfömigen Spuren eines Exzenterschleifers zu erkennen. Schlagfläche und Rückwand bestehen aus jeweils drei Lagen und sind etwa drei Millimeter dick. Die Korpusteile bringen es mit sieben Lagen auf neun Millimeter. Ein Snare-System fehlt, da das Cajon vornehmlich als Bassdrum-Substitut vorgesehen ist. Einzeln ist das Cajon übrigens nicht erhältlich.

Einen etwas besseren Eindruck vermittelt das mitgelieferte Cajon Bag (MSTCJB), das mit seiner etwa neun Millimeter dicken Polsterung im Alltag für genügend Schutz beim Transport sorgen sollte.

Statt eines Sitzkissens ist ein Cajon Blanket (CAJ-BLK) im Lieferumfang des Cajon Drum Sets enthalten, das wie ein Sattel über das Cajon geschnallt wird, links eine Tasche und rechts Klettstreifen besitzt (wahlweise auch umgekehrt), in und an denen man weiteres Zubehör unterbringen oder befestigen kann. Seine Sitzfläche bietet eine bequeme Polsterung und ist auf der Unterseite gegen Verrutschen gummiert.

In einem früheren Test haben wir die Mountable Cajon Snare (MCS1-BK) bereits genauer unter die Lupe genommen. Sie besteht aus einem ca. 19 Zentimeter durchmessenden Gummibaum-Gehäuse, in dem sich ein Snare-Teppich mit 20 Spiralen befindet. Gehalten wird sie von einem 3/8“ L-Arm. Eine Multiklammer (HMC-1) zur Befestigung am Hi-Hat Pedal wird ebenso mitgeliefert wie eine Schutzabdeckung aus Silikon, die einfach auf die Spielfläche gelegt werden kann.

Im Paket enthalten ist zudem noch ein einfaches, aber robustes und doppelstrebiges Hi-Hat Pedal (MLH), welches extra für die Anwendung am Cajon konzipiert wurde und sich mit einer Höhe (gemessen an der unteren Filzauflage) von etwa 60 bis 80 Zentimetern auch extrem niedrig einstellen lässt. Am Schaft kann man die Spannung der innenliegenden Feder stufenlos einstellen. 

Auch ein Paar 13“ Hi-Hat Becken aus der Einsteiger-Serie HCS (HCS13H) wird mitgeliefert. Die Becken bestehen aus einer MS63 Messinglegierung (63% Kupfer, 37% Zink) und werden maschinell in Form gepresst.

Ebenso inbegriffen im Cajon Drum Set ist das Cajon Pedal (TMCP), welches (gefolgt vom Hi-Hat Pedal) in Sachen Qualität sicherlich das Highlight des Bundles darstellt. Wer es ganz genau wissen will, kann sich hier (Link: www.bonedo.de/artikel/einzelansicht/meinl-tmcp-cajon-pedal-test.html) einen ausführlichen Testbericht durchlesen. Dennoch hier die wichtigsten Details: Das Pedal ist mit einem Bowdenzug von Jagwire (CGX-SL) ausgestattet, der eine freie Positionierung des Pedals zulässt und im Vergleich mit anderen Bowdenzügen spürbar weniger Widerstand aufweist. So kommt die Kraft, die vom Pedal über einen Kettenantrieb auf die Welle übertragen wird, beinahe optimal am Beater an, ohne dass das Kabel in der Hülle steckenbleibt. Auch an Einstellungsmöglichkeiten wurde nicht gespart: Federspannung, Beaterhöhe, Beater- und Beaterkopfwinkel sowie Pedalhöhe lassen sich mit dem, unter dem Pedal befestigten, mitgelieferten Bordwerkzeug nach eigenen Vorlieben stufenlos justieren. Zur Fixierung des Pedals dient eine Stahlschiene, die mittels einer Flügelschraube unter das Cajon geklemmt wird. Unter der massiven Bodenplatte der Pedaleinheit sorgen ausfahrbare Dornen und Klettstreifen für Halt auf Teppichböden.

Damit es auch wirklich sofort losgehen kann, komplettieren ein Paar Bamboo Multi Rods (BCMS1) sowie ein Luis Conte Live Shaker (SH4BK) das Set. Die Bambus-Rods mit weißem Kunststoffgriff lassen sich anhand von Gummiringen einstellen. Im leichtgewichtigen, schwarzen Shaker, der aus zwei Doppelkammern besteht, fliegt ein recht feinkörniges Füllmaterial umher.

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