Test
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09.04.2019

Praxis

Material & Transportschutz

Der Hersteller verwendet für die Boden- und Deckenwanne einen 5 mm starken EVA Durashock Hartschaum. Dem dürften normale Stöße im DJ-Alltag nichts weiter anhaben können. Das Material beult zwar nach einem harten Kontakt für einen Moment etwas ein, der Hartschaum kommt aber nach kurzer Zeit wieder zurück in Form als sei nichts gewesen. Das Außenmaterial ist wasserabweisendes 600D Polyester, also ist es auch nicht ganz so dramatisch, wenn die Bag ein paar Tröpfchen Nieselregen abbekommt.

Im Innenraum verwendet der Hersteller ein recht weiches Innenflies, das vor Kratzern am S2-Gehäuse schützt. In den Deckel ist zudem eine bis zu 25 mm dicke Noppenschaumeinlage integriert, sodass Jogwheels, Fader und Pots gut aufgehoben sind. So etwas hätte sich in dünnerer Ausführung auch im Boden gut gemacht, denn dieser ist nicht extra gepolstert und somit etwas dünn. Das Auslegematerial kann man sich natürlich selbst besorgen und zuschneiden, dennoch würde es als Beigabe dem Gesamteindruck in meinen Augen zugutekommen.

Der Kontrol S2 MK3 füllt den Platz im Bag erwartungsgemäß vollständig aus und musste bei den ersten Einsätzen schon ein wenig „reingefriemelt“ werden, dafür sitzt er aber bombenfest. Ein separates Fach für ein USB- und Cinch-Kabel, abgetrennt zum Beispiel via Trennstreifen und Klett, ist bei diesem Konzept nicht vorgesehen. Falls DJ sein Notebook mit dabei hat, wandern die Strippen dann halt mit ins Messenger-Bag oder werden notfalls in die Jackentasche gesteckt. Ist kein Beinbruch und so bleibt die Tasche halt schmal.

Tragekomfort

Die Handgriffe sind ordentlich mittels Quader-Kreuznaht am Case vernäht und leicht gepolstert. Hier hätte ich gern eine Klettschlaufe zur Fixierung beider Griffe übereinander gesehen, denn zumindest bei mir macht sich das Tragen somit etwas suboptimal bemerkbar und man muss man auch recht fest Zugreifen. Aber gut, ist wohl eher zum Hochheben auf den Tisch gedacht. Für den längeren Transport gibt es ja schließlich den Schultergurt. Befestigt wird der Riemen, der an seinem Ende einen Kunststoffhaken mit Metallfeder aufweist, an den seitlichen Metalldreiecken in der Bügelaussparung. Einmal eingehakt, hält er akkurat.

Der Gurt kann auf eine Länge von bis zu 1,54 m ausgezogen werden, wobei mir die Oberseite der Tasche dann etwa auf Hosentaschenhöhe hängt. Das kleinste Gurtmaß hingegen ist 86 cm. Sollte also für jedermann von Hagrid bis Frodo einstellbar sein. Dabei lässt sich der Verstellträger, ebenfalls aus Kunststoff, problemlos durch die Schulterpolsterung führen.

Diese erstreckt sich über eine Länge von 250 mm und ist 85 mm breit. Die Polsterung selbst ist etwa 1 cm dick und schmiegt sich gut an die Schulter an. Damit ist die Tasche angenehm zu tragen und sie schwingt auch nicht unangenehm hin und her auf dem Weg zum Gig, Bus, Bahn oder Airport. Das Case geht aufgrund seiner Maße bei den meisten Airlines als Handgepäck durch, kann aber laut Hersteller auch im MAGMA Rolltop Backpack verstaut werden.

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