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Test
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14.11.2016

Mackie ProDX4 und ProDX8 Test

Wireless Digitalmischpult

Liebling, ich habe den Mixer geschrumpft!

Ja, die kleinen schwarzen Kästchen mit den Namen ProDX4 und ProDX8 sind tatsächlich Digitalmixer der Firma Mackie. Sie lassen sich sogar nahezu vollständig am Gerät bedienen, wenngleich die Steuerung per Smartphone oder Tablet wesentlich bequemer funktioniert. Im Laden kosten diese Teufelsdinger zwischen 200 und 320 Euro, mal sehen, was die Zwerge tatsächlich können.

Details

Weil er einige Wochen eher eingetroffen ist, geht es mit dem ProDX4 los. Bei einer Grundfläche von lediglich 16 x 13 cm ist er nicht wesentlich ausladender als viele seiner analogen Kollegen, lediglich die maximale Höhe von 7,5 cm verleiht dem Pultgehäuse etwas Masse: Ein knappes Kilogramm bringt das Mixerchen auf die Waage. Auf der Oberseite ist eine schmale, gummierte Führungsschiene eingelassen, in der man Smartphone oder Tablet quer deponieren kann.

Auf der Rückseite geht es übersichtlich zu: Zwei XLR/Klinke-Kombibuchsen für die Eingänge 1 und 2 sowie eine Stereominiklinkenbuchse (Kanäle 3 und 4) bilden die Eingangssektion. Alternativ kann der Stereokanal auch per Bluetooth beschickt werden. Zwei 6,5-Millimeter-Klinkenbuchsen dienen als Main-Outs, über ein weiteres Exemplar lässt sich ein Aux-Signal herausführen. Ebenfalls vorhanden: Ein Kopfhörerausgang, wiederum als Miniklinke. Über die kleine USB-Buchse lassen sich Firmware-Updates einspeisen. Strom erhält der ProDX4 über ein externes 18-V-Netzteil, erfreulicherweise ist ein Ein/Aus-Schalter vorhanden.

Vorn gibt es sieben Druckknöpfe sowie ein fünfzehnstelliges VU-Meter und einen Endlos-Encoder. Das Ganze funktioniert so: Über drei Buttons wählen wir zunächst den Eingangskanal. Die Taste „Mix‟ bestimmt nun, welchen Pegel des Kanals wir ändern möchten, den für den Main-Mix, für den Aux-Weg oder den Send für die integrierten Effekte. Der Encoder nimmt anschließend die gewünschte Änderung vor, wobei das VU-Meter dabei die "virtuelle Fader-Stellung‟ zeigt. Nach einer Zeit des Nichtstuns übernimmt das Display wieder seine eigentliche Aufgabe der Pegelkontrolle.

Mit dem FX-Button lässt sich schließlich einer von vier fest voreingestellten Effekten wählen, die Taster „Main‟ und „Phones‟ entscheiden, für welchen Ausgangspegel der Drehencoder zuständig ist. Das klingt sehr wahrscheinlich komplizierter, als es tatsächlich ist.

Dennoch empfiehlt sich die Fernsteuerung per Smartphone oder Tablet, kostenlose Apps gibt es für iOS und Android. Die App-Steuerung ist nämlich nicht nur eleganter, es stehen auch zusätzliche Funktionen zur Verfügung. Für jeden Kanal gibt es zunächst einen dreibandigen EQ mit semiparametrischen Mitten, für die Kanäle 1 und 2 stehen außerdem ein „One-Knob-Kompressor“ und ein durchstimmbares Trittschallfilter zur Verfügung. In der Summe lässt sich per sechsbandigem Grafik-EQ die Raumakustik in Maßen ausgleichen und statt vier stehen in der App gleich 16 Effekt-Presets, darunter auch Chorus und Flanger, bereit. Nur in der App können zudem die Eingangskanäle stumm geschaltet und die Mic/Line-Channels gelinkt werden. Ebenfalls praktisch sind die drei Szenenspeicher. Die Verbindung zwischen Mobil-Device und Mixer erfolgt via Bluetooth.

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