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Test
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03.08.2018

LD Systems Curv 500 TS Test

Aktiv-PA

Mit der Kurve zum Erfolg

Satelliten-PAs, kompakte Säulensysteme und Line-Arrays, all diese Beschallungskonzepte haben ihre Vorteile. Da wäre es doch klasse, wenn sich deren Vorzüge in einem einzigen System vereinen ließen. Die LD Systems Curv 500 TS versucht diesen Spagat. Ob er gelingt, klären wir im folgenden Test.

Details

Die Curv 500 TS kommt in einem großen und einem kleinen Karton. Man benötigt nur wenig Fantasie, um zu erraten, in welchem Karton der Subwoofer beheimatet ist. Mit 35 Kilo wiegt der aktive Tieftöner einiges und lässt sich allein nur mit etwas Mühe nach innen verfrachten. Der Karton mit den vier Satelliten, der zweiteiligen Distanzstange, Smart-Link-Adapter sowie Lautsprecherkabel lässt sich hingegen leicht unter den Arm klemmen. Die Anlage arbeitet monophon, für den Stereobetrieb muss ein zweites System angeschafft werden.

Die Satelliten

Ein Standard-Satellit ist mit einem 4-Zoll-Treiber bestückt, auf dem eine Schiene mit drei direkt abstrahlenden Hochtönern (1 Zoll) sitzt. Ein Duplex-Satellit entspricht zwei Standardexemplaren, aber in einem Gehäuse. Zum System gehören jeweils zwei dieser Varianten. Da die Gehäuse sehr kompakt sind, ergibt sich eine durchgängige Lautsprecherzeile, wenn man mehrere Satelliten kombiniert.

Diesem Zweck dienen die Smart-Link-Schienen. Man schiebt die Elemente zusammen, betätigt einen Druckknopf im Gehäuse und die Boxen rasten sicher ein. Per Smart Link wird nicht ur die mechanische, sondern auch die elektrische Verbindung hergestellt, Kabel sind also nicht vonnöten. Das Audiosignal wird am Subwoofer per Speakon-Kabel abgegriffen und in den Smart-Link-Adapter geführt, der stets als erstes Element auf der Distanzstange Platz nimmt.

Der Smart-Link-Adapter besitzt an seiner Unterseite zwei Distanzstangen-Aufnahmen mit unterschiedlichen Winkeln und eine Speakon-Buchse. Auf der Oberseite des Adapters sind Smart-Link-Schienen angebracht, um das Audiosignal durchzureichen. Adapter und Satelliten sitzen in einem robusten Aluminiumgehäuse, dabei sind die Abmessungen denkbar kompakt: Ein einfacher Satellit misst 12 cm im Würfelmaß. Die vollständige Säule kommt also auf eine Höhe von 72 Zentimetern (6 x 12 cm).

Der Subwoofer

Der massive Sub besteht aus 18-mm-Birkensperrholz, die Bassreflex-Konstruktion wird von einer tadellosen Polyurea-Lackierung geschützt. Vier Griffe mit einem Mittelsteg aus Metall erleichtern das Handling. Auch bei einem Blick hinter das Lautsprechergitter zeigt sich eine erstaunlich hochwertige Verarbeitung. Alle Anbauteile werden mit brünierten Inbusschrauben fixiert und Dichtungsband verhindert Vibrationen des Gitters. Die zahlreichen Gummifüße sind verschraubt und lassen sich einfach tauschen. Zum Schutz des Treibers wurde eine durchgehende Strebe vor dessen Front montiert, sehr löblich. Die vier Bassreflex-Ports sind rechteckig und verhältnismäßig klein, vermutlich, um das Gehäuse so kompakt wie möglich zu halten. Jedoch reichen die Ports fast bis zum Ende des Gehäuses.

Das Aktivmodul mit Class-D-Endstufen residiert in einem eigenen Gehäuse, das mit Dichtungsband versehen ist. Leider ist beim Zusammenbau ein Kabel des Moduls zwischen Gehäuse und Ampmodul gerutscht, das hätte auch in die Hose gehen können. Ansonsten überzeugen Aufbau und Verkabelung. Isolierung, Kabelbinder, Heißkleber - alles sitzt am rechten Platz und hinterlässt einen ebenso professionellen Eindruck wie Audio- und Netzverbindungen. Die XLR-Buchsen und der PowerCon-Stromeingang sind mit hochwertigen Neutrik-Armaturen bestückt.

Neben einem Netzschalter und einem von außen erreichbaren Sicherungshalter notiere ich zwei Gain-Potis. Eines regelt die Gesamtlautstärke des Systems, das andere bestimmt das Lautstärkeverhältnis von Satelliten und Subwoofer. Über die Setup-Taste lassen sich sechs vorprogrammierte DSP-Einstellungen abrufen.

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