Gitarre Bass Hersteller_Koenig&Meyer
Test
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08.04.2018

Praxis

Der K&M Memphis Pro ist mit zwei, drei Handgriffen aus dem zusammengeklappten Zustand einsatzbereit: Beine bis zum Einrasten ausklappen, den grauen Klemmhebel über dem Sockel lösen und das Grundrohr bis zum Anschlag ausziehen. Jetzt wird das Haltesystem für die Kopfplatte ganz nach vorne geklappt, der zweite Klemmhebel gelöst und das Innenrohr auf die gewünschte Höhe gebracht. Die Klemmhebel verrichten übrigens einen soliden Job und halten bombenfest, sodass man auch bei schwereren Instrumenten keine Bedenken haben muss. Außerdem sind beide Rohre mit einem Falz versehen, der verhindert, dass sie sich drehen können.

Auch im komplett ausgezogenen Zustand zeigt sich der Memphis Pro solide und völlig ohne Spiel oder Toleranzen. Natürlich ist bei Ständern dieser Machart das Gewicht des Instrumentes ein wesentlicher Stabilitätsfaktor, und je niedriger der Schwerpunkt, desto besser. Durch die großzügige Gummierung der Beine ist es möglich, Instrumente bis kurz über den Boden reichen zu lassen. Mit einer E-Gitarre entsprechend bestückt, richtet sich der Ständer auch nach einem massiven Rempler wieder auf. Auch E-Bässe hängen sicher und vertragen den einen oder anderen Körperkontakt. Bei leichteren akustischen Gitarren ist etwas mehr Vorsicht geboten, aber auch die sind am Memphis Pro grundsätzlich gut aufgehoben.

Allerdings sollte man beachten, dass der Durchlass zur Aufhängung enger ist als die Aufhängung selbst. Konzertgitarren mit einer Standard-Sattelbreite von 52 mm zwängen sich zwar mit etwas Nachdruck durch, allerdings erweist sich das Entnehmen recht hakelig. Entweder muss man die Gitarre etwas drehen und so den Halsdurchmesser verringern, oder die zweite Hand zuhilfe nehmen. Was bei einer E-Gitarre kein Problem ist, endet beim schnellen Entnehmen hier damit, dass man den Ständer mitreißt. Hier wären zwei oder drei zusätzliche Millimeter "Luft" unter Umständen die Lösung.

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