Gitarre Hersteller_Jackson
Test
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23.10.2019

Praxis

Die Soloist kam sehr gut eingestellt bei mir an und lässt sich im Sitzen wie im Stehen komfortabel bespielen. Dank des großzügig ausgefrästen Hals-Korpus-Übergangs können auch die obersten Lagen problemlos erreicht werden.

Für die folgenden Audiobeispiele schließe ich die Soloist an meinen Marshall JVM 410 an und nehme die angeschlossen 2x 12“ Box mit einem SM57 ab, wobei die Beispiele natürlich nicht klanglich aufgehübscht werden.
Los geht es mit dem cleanen Kanal, dabei schalte ich alle drei Positionen des Dreiwegschalters durch, beginnend mit der Halsposition. Diese Reihenfolge werde ich bei den weiteren Beispielen beibehalten.

Ich bin positiv überrascht, dass sich die beiden Humbucker im cleanen Kanal des Amps von ihrer moderaten Seite zeigen und mehr als brauchbare Resultate zustandebringen. Dass die Mittelposition erfahrungsgemäss knackiger und mit mehr Höhen versehen hervortritt, wissen wir ja, aber auch der Hals-Doppelspuler liefert einen warmen, in den Bässen aufgeräumten Sound, ohne irgendwo dumpf zu klingen. Der Kollege am Steg zeigt sich naturgemäß wesentlich mittiger und bildet so einen Kontrast zu den beiden anderen Positionen des Wahlschalters.

Weiter geht es mit dem Crunch-Kanal des Marshalls.

Im Crunch-Kanal des Amps zeigt sich der Hals-Pickup knackig und aufgeräumt. Die Mittelposition des Wahlschalters kreiert einen höhenreicheren und etwas dünneren Klang, der Steg-Pickup zeigt sich mit seinen deutlich hervortretenden Mitten durchsetzungsstark. Alle Anschläge werden deutlich wiedergegeben und ermöglichen ein akzentuiertes Spiel.

Mit einem Hauch mehr Gain geht es im nächsten Beispiel weiter.

Die Soloist ist in der Lage, einen recht breiten, knackigen Rocksound zu erzeugen, wobei alle drei Positionen des Wahlschalters für ein breites Klangbild sorgen und sich problemlos integrieren. Damit zeigt sich die Soloist von ihrer flexiblen Seite.

Weiter geht es mit dem nächsthöheren Kanal des Amps, wobei ich im ersten Beispiel ein Riff und im zweiten eine Single-Note-Figur spiele.

Dank ihrer knackigen Anschläge und des aufgeräumten Klangbilds lässt sich die Soloist gleichwertig in unterschiedlichen Einsatzgebieten einsetzen. Ob Akkord oder Single-Note, jeder Ton wird selbstbewusst dargestellt und fügt sich problemlos in den Bandkontext ein.

Fehlt nur noch ein Lead-Beispiel im High-Gain-Kanal. Hier ist auch erst der Hals, dann ab ca. der Hälfte des Beispiels der Steg-Humbucker zu hören.

Dass sie gerade hier alle Trümpfe in der Hand hält, dürfte niemanden überraschen. Dank der sehr guten Einstellung und der flachen Saitenlage geht das Solieren zudem locker von der Hand.

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