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Test
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12.06.2015

Harley Benton Custom Line CT-5 Tuner Test

Chromatisches Stimmgerät für Gitarre und Bass

Schnäppchen-Stimmer

Ein Stimmgerät sollte zum Grundbesteck eines jeden Gitarristen und Bassisten gehören. Aber wer sich näher mit der Materie beschäftigt oder sich auf die Suche macht, der wird feststellen, dass das Angebot nahezu unüberschaubar ist. Vom kleinen Klemm-Tuner für die Kopfplatte bis zum Standgerät mit Zeiger, von der Smartphone-App bis zum professionellen 19-Zoll-Gerät gibt es nahezu für jeden Einsatzzweck das passende Angebot. Wer ein elektrisch verstärktes Instrument spielt, für den bietet sich ein Stimmgerät an, das in den Signalweg eingeschleift wird und nur dann in Aktion tritt, wenn es soll.

Ein solches in Pedalform ist der Custom Line CT-5 Tuner der Thomann-Hausmarke Harley Benton. Zumindest äußerlich glänzt das Stimmgerät mit Attributen wie Robustheit und attraktivem Preis, und so stellt sich die Frage nach der Alltagstauglichkeit, mit der wir es in diesem Test konfrontieren wollen.

Details

Optik/Verarbeitung:

Der Custom Line CT-5 Tuner besteht vollständig aus Metall und wiegt 420 Gramm bei 120 mm x 56 mm x 95 mm (BxHxT). Er ist makellos weiß lackiert, macht einen super robusten Eindruck und dürfte auch härtesten Beanspruchungen trotzen. Wie bereits erwähnt, macht er optisch ganz schön was daher, wäre nur die Beschriftung nicht ganz so lieblos schnörkelig. Aber das ist Geschmackssache und sollte niemanden daran hindern, ihn auf seinem Pedalboard zu befestigen. Wo wir gerade beim Befestigen sind: Auf der Unterseite sind vier Gummifüße angeklebt, die das Wegrutschen verhindern, sich jedoch bei Bedarf leicht entfernen lassen, sodass das Pedal mit Klett- oder Flauschband versehen werden kann. Positiv erwähnen möchte ich in diesem Zusammenhang auch die versenkt angebrachten Schrauben, ich habe schon oft erlebt, dass die bei Pedalen hervorstanden und das Anbringen auf einem Pedalboard unnötig erschwerten.

Ein Blick auf die Oberseite des CT-5 Stimmgeräts zeigt einen roten LED-Kranz, der beim Stimmvorgang in Aktion tritt. Ist die zu stimmende Saite zu tief, leuchten die LEDs auf der linken Seite des Kranzes rot, ist sie zu hoch, leuchtet es rechts. Stimmt die Note, wird das von einer in der Mitte des LED-Bogens positionierten grünen LED angezeigt. Zumindest in diesen Parametern unterscheidet sich das Harley Benton Pedal nicht von den allermeisten auf dem Markt erhältlichen Stimmgeräten.

Den Vorgang selbst erledigt der CT-5 Tuner ziemlich unaufgeregt und zuverlässig. Wird der Strobe-Taster in der rechten oberen Ecke gedrückt, ändert sich die Anzeige. Jeder, der schon einmal einen solchen Tuner verwendet hat, weiß, was jetzt kommt. Der LED-Bogen befindet sich nun in einer permanenten Bewegung. Ist die Saite zu tief, bewegen sich die LEDs von rechts nach links, bei zu hohen Note umgekehrt. Stimmt der Ton, verharren sie in ihrer Position. Ein Calib-Taster ermöglicht das Durchschalten von 436 Hz bis 444Hz, für all diejenigen, die ihr "A" nicht bei 440Hz haben wollen oder dürfen. Last, but not least wählt der Note-Button auch gezielt einen Ton an, der gestimmt werden soll. Ansonsten ist der Stimmvorgang im Standard-Modus recht logisch. Eine Saite wird angeschlagen, das Stimmgerät zeigt den jeweiligen Ton als Buchstabe an und schon kann es losgehen.

Auf der Stirnseite befinden sich drei Klinkenbuchsen, von denen eine auf den Anschluss eines Instrumentes wartet, dazu kommen eine Out- und eine Out-Mute-Buchse. Wird die Out-Buchse verwendet, schleift das Stimmgerät das Signal durch und der Fußschalter hat keinerlei Wirkung. ist jedoch die Out-Mute-Buchse im Einsatz, schaltet der Fußschalter das Signal stumm, sobald er betätigt wird, die Außenwelt bekommt also akustisch nichts vom Stimmvorgang mit. Aber Werk ist der Tuner bereits mit einer 9-Volt-Blockbatterie bestückt, aber in den meisten Fällen wird wohl ein Netzteil verwendet werden, die Möglichkeit besteht hier natürlich auch. Zwar ist keines im Lieferumfang enthalten, aber ein Standard-9-Volt Adapter nach bewährter Boss-Manier ist hier goldrichtig. Im Übrigen verfügt unser Kandidat über einen True Bypass, das Signal wird also bei Nichtgebrauch direkt vom Input zum Output gereicht, ohne dass eine Klangveränderung stattfindet, sehr löblich!

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