Gitarre Hersteller_HarleyBenton
Test
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06.02.2021

Harley Benton Big Tone Trem White Test

E-Gitarre

Budget-Falcon

Die Harley Benton Big Tone Trem White stammt aus der Harley Benton Big Tone Vintage-Serie und lehnt sich mit ihrem großen Hollowbody-Korpus mit Single Cutaway an die Gretsch White Falcon an.
Zwei Humbucker, Bigsby-Style-Tremolo und die komplette Hardware in Gold-Optik vervollständigen das attraktive Erscheinungsbild, das definitiv nach mehr aussieht als das Preisschild uns sagt: Schon für knappe 300 Euro ist die Gitarre zu haben. Ob das Prachtstück auch klanglich überzeugen kann, soll der folgende Test herausfinden.

Details

Korpus

Der Korpus der Big Tone Trem ist aus Ahorn gefertigt, mit gewölbter Decke und Boden sowie zwei F-Löchern. Es gibt einen abgerundeten Cutaway und den Rand ziert ein Creme/Perlmutt-Style-Binding, das auch an der Halskante und der Kopfplatte fortgeführt wird. Die Gitarre ist in Vintage White (Hochglanz) lackiert, alternativ ist sie auch in Orange erhältlich, dort allerdings mit verchromter Hardware. Die Reglerbestückung kommt ebenfalls im Gretsch-Design, ein Master-Volume am Cutaway, die restlichen drei Potis sind um das F-Loch positioniert, wobei es sich um einen individuellen Volume-Regler für jeden Pickup und ein Master-Tone-Regler handelt. Alle haben goldene Potiknöpfe mit geriffelten Seiten für einen besseren Grip beim Einstellen. 

Über den Gurtpin an der Zarge am unteren Korpusende ist auf einem Holzblock im Inneren der Gitarre das 50s B-Style Deluxe Tremolo System befestigt, bei dem es sich um eine Kopie des Bigsby-Tremolosystems mit dicker Feder und einer Tune-O-Matic Bridge mit Rollsätteln handelt. Die Saitenreiter können einzeln in der Länge (Oktavreinheit) verstellt werden, die Höhe der kompletten Bridge wird mit den seitlichen Rändelschrauben verstellt. Der Kippschalter zur Anwahl der Pickups sitzt oberhalb des Griffbrettendes und ein durchsichtiges Schlagbrett aus Plexiglas dient dem Schutz vor sogenannten Anschlagskratzern. Der zweite Gurtpin ist auf der Korpusrückseite am Halsfuß befestigt und die Anschlussbuchse befindet sich an der Zarge.

Hals

Der eingeleimte Hals ist aus kanadischem Ahorn gefertigt und hat ein aufgeleimtes Griffbrett aus Amaranth. Das C-Profil liegt gut in der Hand und auf dem Griffbrett sind 20 Medium-Jumbo-Bünde eingearbeitet, die ordentlich poliert sind und auch keine überstehenden Kanten aufweisen. Zur Orientierung gibt es Block-Inlays auf dem Griffbrett und am Binding der Halsleiste findet man schwarze Punkteinlagen. Über einen weißen Kunststoffsattel werden die Saiten an die beidseitig positionierten Stimm-Mechaniken an der Kopfplatte geführt. Hier sind vergoldete und geschlossene Deluxe Diecast Imperial-Style-Mechaniken am Start, auch hier gibt es nichts Nachteiliges zu vermelden, der Stimmvorgang läuft sauber und die Mechaniken haben keine Probleme in der Übertragung oder tote Punkte beim Drehen. Hinter dem Sattel findet man außerdem die dreieckige Abdeckung zum Halsstellstab, die mit drei Schrauben an der schwarz lackierten Kopfplatte befestigt ist. Das Binding umrandet die komplette Kopfplatte, oben ist der Harley-Benton-Schriftzug in Schreibschrift eingearbeitet und auf der Abdeckplatte sind die Initialen zu sehen. Die Rückseite der Kopfplatte ist dem Halsrücken entsprechend in Weiß lackiert.

Pickups

Die beiden Alnico Deluxe Double Coil Humbucker sitzen in goldfarbenen Metallrähmchen und tragen ebensolche Kappen mit zwei Schlitzen, die die goldenen Pole Pieces auf dem schwarzen Pickup freigeben. Die Tonabnehmer können mit zwei Schrauben in der Höhe justiert werden. Wie bereits erwähnt, stehen vier Regelmöglichkeiten zum Einstellen des Sounds zur Verfügung und geschaltet werden die Tonabnehmer mit einem Dreiwegschalter, der die Pickups entweder einzeln oder in der mittleren Schalterposition gemeinsam aktiviert.

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