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Test
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13.05.2013

Grover Performance Snare System Club Bright / Club Dark Test

Snareteppiche

Der Dude und sein Teppich

Grover Pro Performance Snare System Club Bright / Club Dark Snareteppiche - "That rug really tied the room together", ist einer der Schlüsselsätze im Kultfilm "The Big Lebowski" von den Coen Brothers. Dieser Teppich, im Film durch eine bösartige Urinattacke unbrauchbar gemacht, hatte offensichtlich für den Dude eine entscheidende Bedeutung in Sachen Wohnqualität, denn er hielt schließlich den Raum erst richtig zusammen. Selbige Aufgabe wird auch dem Snareteppich nachgesagt, er wiederum soll den gesamten Schlagzeugsound zusammenhalten. Genau wie beim textilen Raumveredler entscheidet letztlich der persönliche Geschmack darüber, welcher Teppich den höchsten Wohlfühlwert hat.

Die Vielzahl der verfügbaren Produkte macht es einem nicht besonders leicht, die richtige Wahl zu treffen. Während man in der Flokatiabteilung die Unterschiede auf einen Blick ausmachen kann, bedarf es beim Vergleich der Rascheldrähte doch einiger Friemelei, um den besten Raschler für die Lieblingsrührtrommel zu finden.

Für alle, die keine Lust haben, 135 verschiedene Snareteppiche auf Verdacht zu montieren, gibt es hier eine kleine Hilfestellung. Die vorliegenden Teppichprobanden kommen aus dem Hause GroverPro, einer amerikanischen Firma, die seit den 80er Jahren ausgewählte Percussioninstrumente herstellt und eher die Bedürfnisse des Orchestermusikers als die des RockʻnʻRoll Klientels bedient. Aus dem sogenannten "Performance Snare System" werden jetzt die Modelle Club Bright und Club Dark zum Rascheln gebracht.

Details

Bevor die klanglichen Eigenschaften überprüft werden, werfen wir erst einmal einen Blick auf die Verarbeitung. Die Teppiche sind bei Auslieferung mit Tesastreifen auf schwarze Pappe geklebt und stecken in einem leicht zu öffnenden Plastikbeutel. Das sieht zwar nicht besonders schick aus, erfüllt aber seinen Zweck. Selbstverständlich enthält jede Packung zwei robuste Nylonschnüre und zwei Kunststoffbänder.

Beim Auspacken befällt einen kurz das Gefühl, man hätte sich im Regal vergriffen und versehentlich einen Eierschneider gekauft, was daran liegt, dass Grover Pro keine Spiralen verwendet. Stattdessen sind die Teppiche mit jeweils 15 Drähten versehen, die doch sehr an Gitarrensaiten erinnern. Tatsächlich handelt es sich um eng umwickelte Stahlkerne. Für das Club Bright Modell wird eine Kombination aus Nickel und Silber verwendet und für das Club Dark Modell eine Bronzelegierung. Die Saiten sind sauber in einem Abstand von etwa drei Millimetern und in einem Stück an den gebogenen Kupferendstücken verlötet und haben in etwa die Stärke einer D-Saite aus einem 012er Gitarrensaitensatz. Der Überstand der Enstücke beträgt auf beiden Seiten ebenfalls drei Millimeter.

Alle Kanten und Öffnungen an den Endstücken sind sauber gefeilt. Die Produktion erfolgt in Taiwan, und die umwickelten Drähte werden laut Herstellerinfo individuell auf Spannung gebracht, bevor sie verlötet werden. Als optisches Bonbon ist der Firmenschriftzug in großen Buchstaben auf den Teppich gesprüht. Das macht soweit alles einen guten Eindruck und weckt Vorfreude auf den nun folgenden Praxistest. Bereit stehen eine 5" x 14" Ludwig Supraphonic aus dem Jahr 1964 und eine Noble & Cooley Ahorn Snare desselben Ausmaßes, aber jüngeren Datums.

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