Hersteller_Gretsch Drumset_nur_Kessel
Test
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01.10.2010

Gretsch Catalina Club Standard Test

Cooler Typ, günstig zu haben

Gretsch umschwirrt eine Aura der Unantastbarkeit, eine Aura, deren Fundament, die exzellente Trommelbau-Kunst, ein riesiges Gebäude aus legendären Recordings legendärer Trommler hält. „That Great Gretsch Sound“ ist beispielsweise das Tüpfelchen auf dem I vieler großer Jazz-Platten, keine Trommelfirma war so früh – nämlich schon in den sechziger Jahren – dazu imstande, Trommeln auf einem derart hohen Niveau zu produzieren. Sogar heute noch klingen die Gretsch-Sets von damals topmodern. Das liegt allerdings vor allem daran, dass die anderen Firmen entscheidend aufgeholt haben, gute Verarbeitung und sauberer Klang sind heutzutage kein Alleinstellungsmerkmal mehr, hochwertige Kits verkaufen inzwischen vor allem die Billighersteller von Einst. Was macht Gretsch? Es bringt ein Einsteiger-Set auf den Markt! Günstig ist es und das stylische, rote Sparkle-Finish ist ein deutlicher Fingerzeig. Tradition drückt sich bei Drums immernoch am besten mit Glitzer aus: Schaut her, wir waren schon immer da und machen immernoch die coolsten Trommeln!

Das ist doch eigentlich schonmal fein, ein echtes, ganzes Gretsch-Set für um die sechshundert Euro erstehen zu können. Und man scheint sich bei Gretsch an die goldenen Zeiten zu erinnern, als die Jasper-Shells wie geschnitten Brot über den Ladentisch gingen. Ja, das waren gute Zeiten für gute Instrumente. Tatsächlich erinnert beim Catalina Club-Set einiges an diese Ära: das Folien-Finish, der Holz-Spannreifen der Bassdrum, die Maße, die Hardware, das Mahagony. Selig müssen sie sich in den Armen liegen bei Gretsch, sie haben ihren Durst nach Tradition mit diesem Set vorerst gestillt, zumindest hinsichtlich des wirklich tollen Looks. Wir haben es hier aber mit einem wirklich günstigen Einsteiger-Set zu tun, auch wenn das Set sehr hochwertig aussieht. Wenn jetzt noch der Klang die Erwartungen übertreffen kann…

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