Test
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04.08.2017

Fun Generation Speaker ToGo BT

Akkubetriebener Aktivlautsprecher

Beschallungs-Rollkoffer

Mit dem Speaker ToGo BT aus der Fun-Generation-Serie möchte ein kostengünstiger Begleiter für Straße, Feld und Wiese die Aufmerksamkeit von Hobby-Musikern, Präsentatoren und Partyvolk erlangen. Drei Kanäle, Bluetooth und ein dreibandiger Master-EQ, das klingt genauso attraktiv wie der Straßenpreis von rund 150 Euro. Eine Ablagemulde für Mobilgeräte und die Option, diese per USB laden zu können, dürften Baggersee-Freunde und Busker gleichermaßen erfreuen. Wie sich der robuste Trolley in der Praxis bewährt, verrät der folgende Test.

Details

Das Bassreflexgehäuse besteht aus kunststoffbeschichtetem MDF inklusive Kantenschutz, Eckkappen und festem Lautsprechergitter. Die Verarbeitung lässt ein wenig zu wünschen übrig, denn hier und da schließen die Schrauben nicht bündig mit dem Gehäuse und die Folie der Boxenbespannung wirft Blasen. Die Bedienelemente sind in das Gehäuse integriert, so dass die Elektronik auch bei unsachgemäßem Transport keinen Schaden nehmen sollte.

Transportiert wird die Box entweder über die seitlichen Griffmulden oder sie wird als Trolley elegant übers Trottoir gezogen. Zwei Kunststoffräder und ein rückwärtiger Teleskopgriff sorgen für gute Fahrt.

Dank massivem Gehäuse, Zehnzoll-Woofer und Akku, wiegt die Box satte 22,5 kg. Gewiss kein Leichtgewicht, das bei einer stärkeren Brise den Abflug macht oder umkippt. Ein Blick unter die Box zeigt einen 36-Millimeter-Stativflansch und zwei Gummifüße für sicheren Stand. Auf der Oberseite ist eine Universalmulde für Tablets und Smartphones eingelassen, die dank einer USB-Buchse auf der Rückseite der Box auch als Ladestation dient.

Neben dem 10-Zoll-Basstreiber versieht eine 1-Zoll-Hochtonkalotte ihren Dienst, die Spitzenleistung der Box beträgt 50 Watt. Den Frequenzgang gibt der Hersteller von 70 Hz bis 20 kHz an. Die Angabe der Spitzenlautstärke verkneift man sich lieber.

Stromanschluss nebst Dip-Schalter, Schmelzsicherung, Lade- und Kapazitätsanzeige der Batterie befinden sich auf der Rückseite bei der USB-Ladebuchse. Hier liegt auch der Link-Output (6,35 mm Klinke), an dem das equalisierte Signal vor dem Master abgegriffen werden kann.

Die Elektronik der Box umfasst einen Dreikanal-Mischer (Mic, Instr, Aux), einen dreibandigen Summenequalizer, einen ungeregelten Bluetooth Eingang und den Master-Lautstärkeregler.

Kanal 1 ist für dynamische Mikrofone und Line-Signale reserviert. Neben der symmetrischen XLR/Klinken-Combobuchse gibt es ein Gain-Poti zur Lautstärkeregelung. Kanal 2 ist mit seiner unsymmetrischen Klinkenbuchse für Line-Signale, Instrumente oder weitere Mikrofone vorgesehen. Auch hier lässt sich die Eingangsempfindlichkeit via Gain regeln. Kanal 3 bietet einen Miniklinkeneingang für externe Mediaplayer oder Laptops, selbstverständlich mit Lautstärkeregelung. Daneben befindet sich der Bluetooth-Taster, der die Verbindung mit einer entsprechenden Quelle herstellt.

Die Spielzeit der Box über Batteriebetrieb wird mit sechs Stunden angegeben. Da Blei-Akkus nicht vollständig leer gespielt werden dürfen – sie nehmen sonst durch Sulfatierung irreparablen Schaden –, schaltet sich die Box aus, sobald eine kritische Entladung erreicht wird. Wenn möglich, solltet ihr die Box immer voll aufladen und den Ladestatus bei längerer Lagerung oder Nichtbenutzung regelmäßig überprüfen.

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