Test
5
27.12.2017

Praxis

Kopfsache

Zunächst schauen wir mal, wie sich die Hörer denn nun auf dem Kopf anfühlen. Dass beide nicht besonders schwer sind, ist schon mal ein gutes Kriterium. „Ausreichende Polsterung des Bügels“ trifft auf beide Modelle zu und das Gleiche lässt sich den Earpads bescheinigen. So weit, so bequem. Nun zu den Unterschieden. Die kleinen, runden Muscheln des HP 7 drücken sich ein bisschen fester an den Kopf als bei seinem Pendant. Das ist bei einem On-Ear bestimmt auch so gewollt und muss sogar sein, um einen vernünftigen Halt zu gewährleisten, bei längerem Tragen kann das aber nach meinem persönlichen Empfinden schon ein bisschen nervig werden. Vielleicht ist das aber wie so vieles auch nur eine Geschmacksfrage. Wer es festsitzend an den Lauschern mag, liegt in diesem Fall nämlich genau richtig.

Aus meiner Sicht punktet hier aber im Vergleich der HP 5 mit seiner etwas lockerer sitzenden Over-Ear Bauform. Die Größe lässt sich ausreichend einstellen, beim HP 5 geschieht dies ohne eine Rasterung aber trotzdem sehr solide, beim HP 7 dagegen wird in 11 Stufen eingerastet. Große und kleine Köpfe müssen sich bei den Fun Generations keine Sorgen machen, ob es passt.

Sound

Der HP 5 ist als Kopfhörer für Discjockeys gelistet und der HP 7 als Modell für Hi-Fi-Anwender. Ich persönlich sehe das genau anders herum! Vielleicht bin ich etwas aus der Art geschlagen, aber ich würde, wenn ich mich zwischen beiden entscheiden müsste, nicht den HP 5 mit in den Club nehmen, sondern den HP7. Der Grund ist ganz einfach: Der HP 7 macht vergleichsweise kräftig Druck im Bassbereich, fühlt sich tiefer an (der Frequenzgang bescheinigt das) und ist auch lauter. Vor allem verträgt er Lautstärken ein wenig besser und fängt nicht ganz so früh an zu zerren, wie sein Mitspieler.

Der HP 5 klingt dafür ein bisschen natürlicher, weil er die Tiefen nicht so extrem betont und genauso wenig der Lauteste im Ring sein will. Damit eignet er sich nach meinem Empfinden viel mehr zum längeren Musikhören oder auch mal zum Checken der eigenen Werke, wenn man im Studio oder im Proberaum unterwegs ist. Was jetzt aber nicht heißen soll, dass ich ihn als Monitorhörer empfehlen möchte. Dafür ist der Klang einfach nicht linear genug. Bei den sonischen Unterschieden finden wir aber auch hier eine Gemeinsamkeit: Die Höhen sind nicht gerade das Spezialgebiet der Fun Generation. Gerade bei Instrumenten wie Hi-Hats ist das auffällig. Da ist definitiv noch ein bisschen Luft nach oben. 

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