Gitarre Hersteller_Fulltone
Test
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18.06.2019

Praxis

Ich parke das Full Drive 2 V2 vor meinen clean eingestellten Marshall JVM 410 und nehme die angeschlossene 2x12" Box mit Vintage 30 Speakern mit einem SM 57 ab. Alle Audiofiles wurden im Klang nicht weiter bearbeitet.

Im ersten Durchgang verwende ich eine Telecaster und spiele den Amp ohne Pedal an. In der zweiten Hälfte des Audiofiles aktiviere ich es dann und positioniere alle Regler in der Mittelstellung und alle Schalter nach oben.

Das Pedal liefert in dieser Einstellung einen fetten, direkten Zerrsound, der schon mit einer ordentlichen Portion Gain versehen ist und die Attacks schön herausarbeitet.

Wie der linke Schalter in CC-Stellung mit den drei Positionen des rechten Schalters klingt, zeigt das nächste Beispiel. Zuerst ist die Einstellung Wide, dann HC und abschließend STD zu hören.

Die klanglichen Unterschiede der drei Schalterpositionen sind in der Tat deutlich vernehmbar. Zeigt sich die Wide-Einstellung breit und satt, tendiert der Klang in der HC (Half Clipper) Position enger und mittiger. Wird STD (Standart) aktiviert, frischt der Sound auf und fokussiert die Mitten ebenfalls.

Ich wiederhole den Vorgang, positioniere den linken Schalter in der Mittelstellung VIN (Vintage Mode) und schalte wieder alle drei Positionen des rechten Schalters durch.

Der Klang wird in der Grundcharakteristik in der Tat klassischer und fokussierter. Dabei kommt das Mittenbild schön zur Geltung, was natürlich für mehr Durchsetzungskraft sorgt.

Die untere Stellung des linken Schalters darf natürlich auch nicht fehlen. Dabei handelt es sich um die Flat-Mid-Variante. Auch hier schalte ich alle drei Positionen des rechten Schalters von oben nach unten um.

Die grundsätzlichen Klangästhetiken aus dem Beispiel zuvor bleiben bestehen, jedoch dünnen die Mitten in der Tat aus, was auch für weniger Gain sorgt. Das Pedal reagiert für meinen Geschmack nicht ganz so breit wie in der CC (Comp Cut)-Einstellung.

Ich positioniere wieder beide Schalter in die obere Position und drehe nun den Tone-Regler erst in die Minimal-, dann die Mittel- hin zur Maximalstellung.

Trotz ganz heruntergeregeltem Tone-Poti wird der Ton nicht dumpf, es werden die Höhen lediglich leicht gedämpft. Die Maximalstellung addiert dafür aber ordentlich hinzu und gibt dem Sound eine ganze Menge Biss, ohne dabei jedoch ätzend zu klingen. Damit dürften sich belegt klingende Gitarren locker auffrischen lassen.

Ich ersetze die Telecaster für die folgenden Beispiele durch eine Les Paul und drehe den Drive-Regler pro Durchgang ein Stückchen weiter. Genauer gesagt von 9 Uhr über die Mitte auf 15 Uhr und abschließend in die Maximalstellung.

Auf 9 Uhr liefert das Full-Drive einen bluesigen Vintage-Tone, bei höheren Drive-Settings erhöht sich der Gain natürlich, beim Maximalwert des Reglers ist ein dicker Rocksound möglich.

Für das abschließende Beispiel drehe ich den Tone-Regler auf 14 Uhr, Drive 1 auf 13 Uhr und Drive 2 Volume ganz auf. Den linken Kippschalter positioniere ich in der Mitte, den rechten in der unteren Schalterstellung. Ab der zweiten Hälfte des Beispiels aktiviere ich den Drive 2 Schalter.

Beim Umschalten in der zweiten Hälfte des Beispiels hört man sehr gut, dass die Grundcharakteristik erhalten bleibt und sich aufgrund des erhöhten Gains und auch der Lautstärke problemlos ein Rhythmus- und ein Lead-Kanal abrufen lassen.

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