Gitarre
Test
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20.05.2021

Focal Alpha 65 EVO Test

Zweiwege-Aktivmonitor

Evaluation der Evolution

Die aktiven Nahfeldmonitore der Alpha-Serie von Focal haben sich hoher Beliebtheit erfreut und gute Bewertungen eingeheimst. Sechs Jahre nach unserem Test der Focal Alpha 65 sind die Focal Alpha 65 EVO verfügbar. Man muss nicht lange raten, dass das neue Anhängsel im Gegensatz zu einem „2nd Generation“, „mkII“ oder einfach „2“ mitteilen will, dass es sich hier nicht um ein Facelift, sondern eine Evolution handelt. Wie gut das funktioniert hat, will ich hier evaluieren.

Details

Konvex-Hochtöner und Slatefiber

Die Focal Alpha 65 EVO sind reichlich preiswert. Um das zu erreichen, setzt das in Frankreich ansässige Unternehmen auf bewährte Konzepte und verzichtet auf exotische Besonderheiten, die den Preis nach oben treiben würden. Zu bewährten Konzept zählt sicherlich, dass die Aktivbox mit zwei Wegen betrieben wird und die Fertigung in China geschieht. Allerdings werden keine Treiber „aus dem Regal“ verwendet, so zeigt der 1“-Hochtöner die für Focal typische Konvexform, das Carbonfaser-Membranmaterial („Slatefiber“) für den 6,5“-Tieftöner wird sogar von Focal selbst in unserem Nachbarland hergestellt. Die Hochtonmembran besteht aus Aluminium, das teure Beryllium bleibt nach wie vor den hohen Preisklassen in der Focal-Range vorbehalten. Das Wave Guide wurde allerdings etwas verändert, wohl auch, um die mitgelieferten Metallschutzgitter aufnehmen zu können. Die Sicke des Tiefmitteltöners ist recht weich, der Travel-Bereich recht hoch. Wie üblich, ist das Gehäuse, das im Wesentlichen aus 15mm MDF besteht und Plastik-Seitenteile trägt, als Bassreflexgehäuse konzipiert. Im Vergleich zum Vorgänger ist es eine große Öffnung statt zwei kleiner. Die Portöffnung ist vorne, weshalb der Speaker auch etwas beengter stehen darf. Wer mag, kann den Speaker auch an der Wand oder der Decke montieren, dafür gibt es zwei rückseitige Gewinde, die die passenden K&M-Systeme aufnehmen können.

Zwei Class-D-Amps

Der Frequenzgang des Focal Alpha 65 EVO reicht herunter bis 40 Hz, der obere Punkt, an dem die Wiedergabe den Schlauch von +/-3 dB verlässt, liegt bei 22 kHz. Den maximalen Schalldruckpegel geben die Unterlagen mit 104 dB SPL an. Die Kraft dafür erhält der Lautsprecher durch zwei Verstärker (mittlerweile in Class-D), die 25 Watt Leistung für den Hochtöner und 55 Watt für den Tiefmitteltöner bereithalten.

Zwei Filter

Der Blick auf die Rückseite lässt erkennen, dass es drei Anschlussformate für eingehende Audiosignale gibt: XLR, TRS und RCA. XLR und die 6,3mm-Klinke sind symmetrisch (sonst wäre letztere TS statt TRS), RCA kennt man von Stereoanlagen und auch unter der Bezeichnung „Cinch“). Die Eingangsempfindlichkeit ist um 6 dB variierbar. Zwei einfache Kuhschwanzfilter erlauben die Anpassung von Höhen über 4,5 kHz um +/-3 dB und der Tiefen unter 300 Hz um +/-6 dB. Eine Volumenreglung oder Desktopfilter gibt es nicht. Die Standy-Automatik kann bei Bedarf ausgeschaltet werden.

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