Gitarre Hersteller_Fender
Test
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05.04.2018

Praxis

Ich betreibe beide Pedale jeweils vor meinem clean eingestellten Marshall JVM 410, die angeschlossenen 2 x 12" Box mit Vintage 30 Speakern nehme ich mit einem SM57 ab. Klanglich habe ich anschließend natürlich nichts verändert.

Los geht es mit dem Santa Ana Overdrive. Im ersten Beispiel ist der Amp ohne das Pedal zu hören.

Im Folgenden spiele ich beide Voice Optionen an und beginne mit Voice A. im zweiten Beispiel ist dann Voice B zu hören. Alle Regler des Pedals zeigen auf 12 Uhr.

Die klanglichen Unterschiede sind klar auszumachen, Voice A klingt im Vergleich zu Voice B frischer und direkter. Voice B hingegen zeigt sich etwas dunkler und breiter im Klangbild. Auch was die Attacks betrifft, zeigen sich Unterschiede. Voice A arbeitet diese deutlicher heraus.

Als nächstes ist der Gainregler an der Reihe. Den bewege ich pro Durchgang von 9 Uhr auf 12 Uhr, 15 Uhr und ende mit der Maximalstellung. Auch hier nehme ich erst ein Beispiel mit Voice A und anschließend mit Voice B auf.

Beide Voice-Optionen decken eine recht breite Palette unterschiedlicher Crunchsounds ab und je nach Gainregler-Stellung geht es von angezerrt bis fett. Das gefällt mir sehr gut, denn das Santa Ana Pedal reagiert in der Tat auf unterschiedliche Spielweisen dynamisch und ermöglicht ein expressives Spiel.

Wie sich der Level und der Drive Boost im Klang unterscheiden, lässt sich im nächsten Beispiel heraushören. Erst ist ein Durchgang ohne Boost zu hören, dann mit Voice A und abschließend mit Voice B.

Die Boost-Funktion erweitert das Klangspektrum erheblich und erlaubt es beispielsweise, von einem Crunch- auf einen Lead-Sound zu schalten. Nur schade, dass das nicht per Fuß möglich ist.

Natürlich Interessiert mich auch die Klangregelung. Dafür positioniere ich Bass, Treble und Presence auf 15 Uhr, Mid zeigt auf 9 Uhr und der Drive-Regler steht in der Mitte. Auch hier nehme ich wieder ein File mit Voice A und Voice B auf.

Die Klangregelung zeigt sich effektiv und vermag es, denn Sound zu formen. Dabei geht sie aber behutsam mit dem Grundmaterial um und verbiegt den Klang nicht zu sehr.

Pugilist Distortion

Wie beim Santa Ana Overdrive nehme ich zuerst einmal ein Beispiel ohne Pedal auf.

Und nun ein Beispiel mit allen Reglern in der Mittelstellung im Series-Mode.

Das Distortion-Pedal geht im Vergleich zum Santa Ana Overdrive saftiger ans Werk und liefert schon mit allen Reglern auf 12 Uhr einen breiten, um einiges verzerrteren Sound. Aber auch hier wird der Klang punchy und direkt wiedergegeben.

Im Blend-Modus positioniere ich im ersten Durchgang den Gain-A-Regler auf Maximum und Gain-B in der Mittelstellung, anschließend sind beide Regler in Maximalstellung zu hören. Alle anderen Potis zeigen auf 12 Uhr.

Hier wird ein fetter High-Gain-Sound geliefert, der an Intensität gewinnt, sobald der Gain-B-Regler ganz aufgedreht wird.

Für das nächste Beispiel drehe ich die Tone-Potis im zweiten Durchgang auf Rechtsanschlag, zuvor aber hört ihr einen Durchgang mit beiden Reglern auf 12 Uhr.

Die Tone-Regler dünnen in der Maximalstellung den Bassbereich aus und verleihen dem Sound etwas Nasales, was für mehr Durchsetzungskraft sorgt.

Wie sich Series- und Blend-Modus im Klang unterscheiden, zeigt das letzte Beispiel.

Dazu stehen Gain-A und der Blend-Regler im Series-Modus auf Maximum, im zweiten Durchgang schalte ich dann auf Blend.

Hier wird die unterschiedliche Arbeitsweise der beiden Modi sehr deutlich. Im Blend Mode wird der Sound schlicht durchsichtiger und auch durchsetzungsfähiger.

Auf ein Beispiel mit dem Bass-Boost habe ich letztendlich bewusst verzichtet, da ich keinen wirklichen Unterschied heraushören konnte.

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