Gitarre Hersteller_Fender
Test
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18.07.2016

Praxis

Sound

Für die Aufnahmen habe ich ein SM57 vor dem Speaker platziert und das Signal mit einem alten Telefunken-Preamp in Richtung Wandler geschickt. Dabei handelt es sich um ein Avid HD i/o - weitere Klangveränderungen finden wie immer nicht statt.

Los geht es mit einer Telecaster und allen Reglern des Bassbreakers bis auf Reverb in Mittelstellung. Der Hall zeigt lediglich auf 1. Ich spiele in den folgenden drei Beispielen die drei Positionen des Structure-Potis mit einer Telecaster an.

Hier lässt sich sehr gut heraushören, wie unterschiedlich die verschiedenen Stellungen des Structure-Reglers agieren. Allerdings nimmt auch die Lautstärke teils drastisch zu, daher sollte die Hand beim Umschalten nah am Volume-Regler bleiben, um schnell nachjustieren zu können. Ganz klar sind auf jeden Fall die Fender-Gene zu hören, denn selbst bei recht hohem Gain im High-Mode werden einzelne Töne klar und deutlich herausgearbeitet. Allerdings fehlen mir bei allen Beispielen frische Höhen, denn so klingt alles zwar schön dick, aber eben nicht besonders frisch.

Aber zum Glück gibt es ja den Bright-Schalter! Wie der sich macht, kann man in den nächsten Beispielen hören. Auch hier schalte ich wieder alle drei Positionen des Structure-Potis durch. Im ersten Durchgang ist der Bright-Schalter jeweils aus, im zweiten Durchgang dann aktiv.

Gut, dass es ihn gibt, denn alle drei Structure-Modi gewinnen deutlich an Höhen und frischen das Signal auf.

Nun widme ich mich dem Gainregler. Auch hier interessiert mich, wie dieser auf die verschiedenen Structure-Settings reagiert und erhöhe den Gain pro Durchgang von 9 Uhr auf 12 Uhr, 15 Uhr und abschließend auf Maximalstellung. Los geht es mit dem Low-Setting des Structure-Potis. Ich lasse in den folgenden Beispielen den Bright-Schalter aktiv.

Im Low-Mode wird das cleane Signal angenehm angeschmutzt, um so mit einem wirklich toll klingenden, dreckigen angecrunchten Sound bei maximalem Gain zu enden. Im Medium-Mode wird der ohnehin schon rotzig klingenden Overdrive zu einem ausgewachsenen High-Gain, der mit einem rauchig-kehligen Ton gefallen kann. Trotzdem sind auch hier einzelne Noten immer noch sehr gut herauszuhören. Der High-Mode schließlich bietet mit maximalem Gain das volle Brett mit einem mittigen, komprimierten Grundsound, der zudem eine gehörige Lautstärke erzeugt. Für das Spielen mit einem normal lauten Schlagzeug dürfte diese aber nicht mehr ausreichen.

Im nächsten Beispiel bringe ich den Reverb-Regler in die Maximalstellung und greife zur Tom Anderson, einer HSS-bestückten Strat-Style-Gitarre, deren Hals-Singlecoil ich aktiviere.

Der Hall gefällt mir ausgesprochen gut, denn er verleiht dem Klang eine schöne Tiefe. Allerdings ist der Reverb schon ab Stellung eins deutlich vernehmbar und verändert sich in seiner Intensität bis zum Rechtsanschlag nicht mehr signifikant.

Es folgt ein Leadfile, ebenfalls mit der Anderson gespielt, diesmal jedoch mit dem Steghumbucker. Der Structure-Regler zeigt auf High, Gain auf 15 Uhr und auch der Bright-Schalter ist aktiv. Dazu kommt eine Prise Hall.

Es kommt ein tragender, dicker High-Gain Solosound zustande, der Spaß macht, denn die Töne werden wie bei allen Beispielen zuvor auch mit einem Schmatzer versehen und bekommen so die nötigte Kontur.

Abschließend checke ich den Emulated-Out, parallel dazu habe ich das gleichzeitig aufgenommene Mikrofon-Signal hinzugefügt.

Erst ist das Mikrofonsignal zu hören, dann das emulierte.

Ich denke, dem muss ich nichts weiter hinzufügen.

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