Gitarre Hersteller_Fender
Test
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01.04.2016

Praxis

Sound/Bespielbarkeit

Die American Special Stratocaster lässt sich dank ihres modern "C" Shape-Halses komfortabel bespielen, unter anderem, weil er nicht zu dünn geraten ist und man doch einiges an Holz in der Hand hält. Auch die schon angesprochene Werkseinstellung ist perfekt, das Griffbrett macht über die gesamte Länge Spaß und Dead-Spots gibt es ebenfalls keine. Trocken angeschlagen klingt die Gitarre relativ unspektakulär, das Höhenbild drängt sich nicht auf und sie klingt gleichmäßig und langanhaltend aus.

Für die Audiofiles verwende ich meinen Marshall JVM 410, der eine mit Vintage 30 Speakern bestückte Box antreibt. Abgenommen wird einer der Lautsprecher dann mit einem SM57. Ein alter Telefunken Preamp leitet das Signal in ein Avid HD i/o.

Los geht es wie immer clean. Hierbei schalte ich alle fünf Positionen durch und beginne am Hals, gespielt werden die folgenden Beispiele alle mit den Fingern.

Die Strat kann mich in allen fünf Positionen überzeugen, denn sie liefert die allseits bekannten Sounds. Die Zwischenpositionen tönen schön glasig, der Halspickup offen und klar und der Stegpickup liefert den geliebten Knack.

Und nun alle fünf Positionen noch einmal, diesmal mit Plektrum.

Die Klangcharakteristik verändert sich natürlich nicht, aber alle Positionen können mit einer schönen Betonung jeder Anschlags-Attack aufwarten.

Ich schalte am Amp in den nächsthöheren Gang und erzeuge einen Medium-Crunchsound. Auch hier werden alle Positionen angespielt.

Spätestens jetzt können die Texas Specials trumpfen, denn sie verstehen sich wirklich ausgesprochen gut mit dem angezerrten Amp und liefern genau den Twäng, der einen Stratspieler zum Stratspieler macht. Sehr schön ist zu hören, wie jede Attack mit einem fetten Schmatzer quittiert wird.

Mal hören, wie sich die Strat mit dem High-Gain-Kanal des Amps verträgt. Dazu verwende ich den Stegpickup.

Da kommen eine ganze Menge Höhen angeflogen, aber das war zu erwarten und soll auch bitteschön genau so sein. So setzt sich unsere Strat wunderbar durch, besitzt dabei aber genug "bottom", um nicht "fisselig", oder anders ausgedrückt, dünn zu klingen.

Und nun zwei Beispiele mit der Greasebucket-Schaltung, einmal mit dem Steg-PU und dann mit dem Singlecoil am Hals.

Ok, die Höhen werden zwar zurückgeregelt, aber ein großer Unterschied zu einer Standard-Strat ohne Greasebucket-Schaltung ist für mich nicht unbedingt hörbar. Aber wer weiß, vielleicht erschließt er sich dem einen oder anderen, deshalb empfehle ich in dieser Sache ein persönliches Anchecken.

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