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Test
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29.09.2015

ESP LTD EC-1001FR STBLK Test

E-Gitarre

Spielmacher

Die ESP LTD EC-1001FR STBLK gehört zu den E-Gitarren innerhalb der ESP-Familie, die sich vor allem wegen ihrer Budgetfreundlichkeit großer Beliebtheit erfreuen. Und das traditionell besonders bei den Vertretern der Hard, Heavy- und Metal-Fraktion, denn im Vergleich zu den in Japan und USA gebauten Original-ESPs sind sie trotz professioneller Ausstattung und einer in der Regel tadellosen Fertigung zu einem wesentlich günstigeren Kurs zu haben.

Bei der LTD EC-1001FR in unserem aktuellen Test handelt es sich um ein neues Single-Cut-Modell, das unter den Fittichen des japanischen Herstellers in Fernost hergestellt wird.

Details

Optik/Verarbeitung

Die Gitarre wird in einem schnöden Pappkarton geliefert, in dem sich auch die nötigen Werkzeuge zur Einstellung des Instrumentes befinden, aber leider kein Koffer oder wenigstens ein Gigbag. Bei einem unverbindlichen Preis von deutlich über 1500 Euro sollte meiner Ansicht nach aber wenigstens eins von beiden durchaus zum Lieferumfang gehören. Ansonsten macht die Gitarre schon optisch einiges daher. Die Riegelahorndecke, die auf den Mahagonikorpus geleimt wurde, besitzt eine "See Thru"-Lackierung und erst bei näherem Betrachten ist die Holzmaserung zu erkennen, ansonsten erscheint die Gitarre im schwarzen Kleid. Die Decke ist von einem cremeweißen Binding eingefasst und betont optisch die Korpusform.

Natürlich orientiert sich die LTD trotz ihres markanten Rippenspoilers unverkennbar am Klassiker schlechthin, der Gibson Les Paul. Da verwundert es auch nicht, dass beispielsweise der Dreiwegschalter an der gleichen Stelle zu finden ist. Dieser schaltet die beiden EMG-Humbucker wie gewohnt um. Bei den Pickups handelt sich um aktive EMGs mit der Bezeichnung 60BBC (Hals) und 81BBC (Steg), beide mit einer gebürsteten Metalloberfläche. Das passt optisch ganz hervorragend zur Gitarre und trägt zum attraktiven Look bei. Selbstverständlich können die beiden auch in der Höhe eingestellt werden, die entsprechenden Schrauben befinden sich im schwarzen Pickup-Rahmen. Zum Regeln der Tonabnehmer hat LTD der Gitarre zwei Volumen- und ein Tone-Poti spendiert, und das ist, wie ich finde, die perfekte Kombination für dieses Instrument. Die Potis kommen mit griffigen Metallkappen und sind somit auch bei schweisstreibenden Gigs rutschfrei zu bedienen.

Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich eine Gitarre mit Floyd-Rose-Tremolo zum Test hatte, aber es ist einfach das verstimmungsfreieste System und für viele Flitzefinger unabdingbar. Da es sich um ein originales Floyd Rose handelt, wird der Tremoloarm per Überwurfmutter mit dem System befestigt. Ich drehe die Gitarre um und sehe eine Menge Ausfräsungen in dem schwarz lackierten Korpus, die allesamt mit schwarzen Kunststoffdeckeln bedeckt sind. Eine runde Abdeckung verschließt den Zugang zum Dreiwegschalter, zwei weitere größere das Elektronikfach und die Federkammer des Tremolos, in dem zwei Federn das Floyd Rose in Balance halten. Da die EMGs aktiv sind, benötigen sie Strom, der ihnen von einem 9Volt-Block geliefert wird. Warum dessen Behausung tatsächlich mit zwei Schrauben verschlossen wurde, ist mir ehrlich gesagt schleierhaft! Zumal sie rückseitig sehr komfortabel zu erreichen ist und ein Schnellverschluss die optimale Lösung gewesen wäre. Ein Blick ins Innere der Fächer zeigt eine saubere Verarbeitung, daher schließe ich sie schnell wieder und betrachte den Hals etwas genauer.

Dieser ist mit dem Korpus verleimt und besteht laut Herstellerwebsite aus drei Teilen Mahagoni. Da er deckend schwarz lackiert ist, wäre es mir ansonsten absolut nicht möglich gewesen, das herauszufinden. Die Entwickler von ESP haben den Übergang von Hals zur Kopfplatte deutlich verstärkt, da die Kopfplatte angewinkelt ist und an dieser Stelle gerne bricht. Das Palisandergriffbrett besitzt 24 extra fette Jumbo-Bünde, die allesamt sehr sauber eingesetzt und weiterbearbeitet wurden. Zur Orientierung dienen auffällige Inlays, die mich ein wenig an eine im Wind flatternde Fahne erinnern. Kleine schwarze Punkte im Binding, das auch den Hals verziert, dürfen natürlich auch nicht fehlen. Damit dem Spiel auch in den höchsten Lagen sprichwörtlich nichts im Wege steht, wurde der Korpus in der Zarge entsprechend ausgefräst. Elementar wichtiger Bestandteil eines Floyd Rose Tremolos ist die Klemme am Sattel, denn nur so können die Saiten arretiert und die Stimmstabilität gewahrt werden. Diese Klemmen müssen bei jedem Saitenwechsel oder beim gröberen Nachstimmen gelöst oder gelockert werden - der passenden Schlüssel liegt natürlich bei. Bevor die Saiten auf die geschlossenen LTD-Mechaniken treffen, werden sie von einer Metallbrücke heruntergedrückt und so auf das Niveau der Mechaniken gebracht. Der Halsspannstab ist kopfplattenseitig zu erreichen und sein Zugang wird ebenfalls von einer Kunststoffplatte verschlossen.

Die LTD EC-1001FR STBLK bringt ordentliche 3851 Gramm auf die Waage, ein leicht übergewichtiger Durchschnittswert, was aber bei den Ausstattungsmerkmalen der Gitarre nicht wirklich verwundert. Die Verarbeitung ist insgesamt sehr gut und es gibt nichts, was zumindest optisch und handwerklich zu kritisieren wäre, außer vielleicht der Batterieabdeckung.

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