Keyboards Gear_Synthesizer Gear_Drum_Machine
Test
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09.07.2018

Praxis

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Die grundsätzliche Bedienung des Digitone ist wie bei allen Elektron-Maschinen gelöst: Es gibt acht Push-Encoder, deren Funktionen sich mit dem Display-Inhalt kontinuierlich ändern. Hinzu kommen 16 beleuchtete Step-Taster, mit denen sich sowohl der Sequenzer programmieren lässt als auch live mit Keyboard-Ansicht bespielen lässt (Chromatic-Mode). 

Ungewöhnliche, kühle Klänge

Die FM-Algorithmen liefern eine andere Herangehensweise an das Soundschrauben und etwas theoretische Auseinandersetzung damit ist schon nötig – wenn auch das Handling bei weitem nicht so kompliziert ist wie bei den klassischen FM-Vertretern. Trotzdem: Wildes herumschrauben führt hier meist nur zu typischen FM-Noises. Das muss nicht schlecht sein, macht aber schnell müde. Wenn man etwas frickelt, kommt man aber schnell zu fetten Basslines und auch Kickdrums. Schöne Pads bedürfen hingegen etwas mehr Arbeit – was aber nicht heißt, dass es nicht geht!

Überwiegend erhält man trotzdem eher kühle, glasige Sounds – nordische Melancholie at it's finst. Ich sage bewusst kühl, weil „kalt“ für mich eher eine Assoziation zu billigen virtuell-analogen Synths ist. Kühl ist hier also positiv zu werten!

Es ist zwar durchaus auch möglich, komplette Tracks zu produzieren, dafür muss man aber echt ein Händchen haben und Geduld mitbringen! Zum Glück stehen 512 Presets zur Verfügung, um einen schnellen Einstieg zu finden. Mir gefällt der eigenständige Charakter jedenfalls sehr gut und macht den Digitone daher zu einem der interessantesten Releases von Elektron der letzten Jahre!

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