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Test
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15.07.2016

Praxis

Testgrundlage

Alle drei Speaker-Paare kommen bei mir gleichzeitig auf Stative hinter den Arbeitstisch und werden in ca. 0,8 m Entfernung im Stereo-Dreieck aufgebaut. Ich wähle keinen optisch symmetrischen Aufbau, damit die Basis-Breite bei allen drei gleich ist und Klangunterschiede nicht auf unterschiedlichen Abstand der Speaker zu einander zurückzuführen ist. Danach hab ich sie natürlich auch noch mal einzeln abgehört, sodass auch Beeinflussung untereinander ausgeschlossen werden konnten.

Grundlegend gleicher Klang

Insgesamt betrachtet und belauscht klingen LYD-5, LYD-7 und LYD-8 grundsätzlich ähnlich und damit neutral und unaufgeregt. Vor allem LYD-7 und LYD-8 klingen ziemlich ähnlich. Trotzdem gibt es Unterschiede – und damit meine ich nicht den natürlichen Unterschied in der Tieftonwiedergabe. 

LYD-8: Große Box mit gefälligen Sound

Die beiden LYD-8 sind die Boxen mit dem schmeichelndsten Klang. Sie klingen sehr ausgewogen und gefällig. Trotz ihres analytischen Charakters sind sie recht warm, allerdings auch etwas zurückhaltend in den Mitten. Die Bässe empfand ich in meinem Raum als etwas zu stark, sodass ich auch das Wall-Filter aktivieren musste, was Besserung brachte. Die Höhen wiederum sind nicht überbetont, waren im Vergleich zur LYD-7 aber etwas „lispeliger“ in den Höhen. Stereoortung und Impulsverhalten waren ebenfalls auf einem guten Niveau.

LYD-7: Mittel-groß und kritischer

Die LYD-7 empfand ich von allen Boxen am kritischsten, und das meine ich positiv. Bei ihr waren wichtige Mitten-Informationen für mich am besten heraushörbar und damit am nächsten an der Wahrheit. Beispielsweise nahm ich bei 50 Cent und vergleichbarer Musik Claps und Snares recht laut war, und so muss es sein! Das muss nicht immer angenehm sein, lässt mich aber besser arbeiten. Anders ausgedrückt: Die LYD-8 sind ideal zum Musik hören, die LYD-7 eher zum Musik machen. Aber bitte: Wir reden über Nuancen.

LYD-5: Kleine Box mit gutem Klang

Auch der kleinste Vertreter konnte mit gutem Sound und reichlich Pegel punkten, war mir in den Mitten von allen drei Speakern aber am schwächsten, weshalb ich mich fast zum Prädikat „hohl“ hinreisen lassen würde. Dennoch brachte auch sie einen klaren, gut analysierbaren Klang zu Tage.

Optik

Die neue, weiße Optik ist recht modern, dennoch empfinde ich die Boxen – gegenüber ihren Vorgängern – etwas weniger hochwertig. Das Furnier der alten BM-Serie war durchaus prestigeträchtiger. Man muss allerdings auch dazusagen, dass ich generell kein Freund weißer Geräte oder Möbel bin.

Ungewöhnliche Filter 

Die Filter sind für den Laien durchaus praxistauglich, ich persönlich würde mir jedoch dennoch „klassischere“ und damit separate Bass-, Höhen- sowie eventuell auch noch „Desktop“-Filter wünschen. 

Ich habe alle Filter natürlich auch ausprobiert und ihren Funktionsweise zur Kenntnis genommen, habe aber alle ziemliche schnell auf „N“ (für „normal“ oder „Null“ gestellt). Einzig die etwas untenherum zu dick auftragende LYD-8 empfand ich mit dem „Wall“-Filter homogener. 

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