Test
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23.12.2010

Digital DJ Solutions/Faderfox - 4midiloop Test

Das Spiel ist aus, Computermaus

Drei Jahre ist es her, da erblickte der mittlerweile zum Kultobjekt avancierte Vestax VCI-100 das Licht der Welt. Drei Jahre, in denen die Anzahl der Produkte, die wir nach unserem Verständnis als typische DJ-MIDI-Controller bezeichnen würden, von nicht mal einer Handvoll auf mehrere Dutzend anstieg. Da leben Dual- und Single-Deck-Controller mit und ohne Jogwheel in friedlicher Koexistenz. Und neuerdings sieht man auch schon die ersten Quad-Maschinen. Besondere Geräte, die vom tonangebenden Layout abweichen, sind seltener zu finden und meist auch etwas teurer. Da fällt mir spontan Numarks NS7 ein.

Einer, der von Anfang an mitgemischt hat, um genau zu sein noch einmal drei Jahre vor dem besagten Vestax-Release, ist Mathias Fuchs. Der Hanseat, seines Zeichens Erfinder der beliebten Faderfox-Mikromodule, ließ seinen ersten Spross bereits 2004 auf die Traktor-Jünger los. Würde man heute die komplexe Benutzeroberfläche Traktor-Pros auf eine Hardware projizieren wollen, dann würde sie wohl aussehen wie mein heutiger Testkandidat. Krauts und Eidgenossen: der wohl umfangreichste Traktor Controller unseres Kosmos - 4midiloop.

4midiloop ist eine Kooperation zwischen der Hamburger Tüftelwerkstatt Faderfox und dem Schweizer DJ Mole. Das Design und Layout erinnert eher an einen klassischen DJ-Mixer (was nicht zuletzt an den fehlenden Jogwheels liegen mag) doch der Bursche hat eine klar definierte Mission. Er ist ein Traktor Controller für anspruchsvolle Vierdeck-Wizards. Anscheinend hat es sich der MIDI-FX-und-Loop-Controller nicht nur zur Aufgabe gemacht, Traktors Bedienoberfläche weitestgehend dem Direktzugriff zu unterwerfen, sondern auch aus ergonomischer Sichtweise noch ein wenig aufzumotzen, was sich an der Positionierung mancher Bauteile unschwer erkennen lässt. Ob der Testkandidat wohl mal irgendwann in vier Teile zerlegt, sagen wir mal in der Länge geviertelt, erhältlich sein wird? Dann könnte er Allen&Heaths XONE:1D ganz schön Feuer unterm Hintern, respektive neben dem Mixer machen und würde vielleicht auch nur ein Viertel des aktuellen Preises kosten. Denn der ist wirklich gepfeffert. 1399 Euro ruft Glanzmann Digital DJ Solutions auf seiner Website auf. Damit liegt die schwyzerdütsche Koproduktion unangefochten an der Spitze für DJ-Konsolen ohne Audio-Interface. Nur leider kann ich dafür erstmal keinen Stern verteilen. Jetzt will ich euch nicht länger auf die Folter spannen.

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