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31.10.2018

Die beste DJ-Software 2018: Profi-Programme wie Serato, Traktor, Rekordbox und Virtual DJ im Vergleich

Die wichtigsten DJ-Programme von Pioneer, Native Instruments, Mixvibes und Co. im Überblick

In diesem Artikel möchten wir die acht wichtigsten DJ-Programme kurz vorstellen und einen Überblick über den gebotenen Funktionsumfang geben. Die meisten Programme sind schon einige Jahre auf dem Markt und haben ihre Praxistauglichkeit unter Beweis gestellt. Viele Funktionen wie Beatgrids und eine automatische Synchronisation sind praktisch in allen Software-Lösungen enthalten, auch FX und Sample-Player haben Programme wie Traktor, Serato, Djay und Co. zu bieten. Controller-Unterstützung lassen sie ebenfalls nicht vermissen. Worin unterscheiden sie sich also und welche DJ-Software (zum Testmarathon) ist im Einzelfall die beste für die jeweilige Zielgruppe?

Vergleich: Die beste DJ-Software 2018 Quick Facts

Die wesentlichen Unterschiede zwischen den bekannten DJ-Programmen sind meist im Bereich der kreativen Ausstattung sowie der unterstützten und manchmal auch obligatorischen Hardware zu finden. Einige Programm wenden sich eher an Einsteiger, andere an Profi-DJs und/oder Scratch-Profis, andere verstehen sich hingegen als Speziallösungen für mobile DJs und bieten neben der kreativen Standardausstattung visuelle Zusatzfunktionen. Dieser Artikel erläutert die Stärken und Schwächen der Protagonisten. Am Ende dieser Übersicht findet ihr zudem eine Vergleichstabelle, der ihr die wesentlichen Unterschiede schnell und einfach entnehmen könnt.

Native Instruments Traktor Pro 3

Die Software Traktor wurde im Jahr 2001 von der Berliner Software-Schmiede Native Instruments als PC-only-Version veröffentlicht und hat seitdem zahlreiche Überarbeitungen und Funktionserweiterungen erfahren. Der zu Beginn noch belächelte Pionier unter den professionellen DJ-Software-Lösungen wurde gerade aktualisiert. Die von vielen DJs lange erwartete Version 3 ist jetzt endlich erschienen und hat vor allem optisch viel Neues zu bieten und neue Mixereffekte. Zudem gibt es jetzt nur noch eine Version, die den Namen Traktor Pro 3 trägt. Die Software erlaubt das Auflegen mit bis zu vier Decks und kann mit Controllern von Native Instruments oder direkt unterstützten Traktor-Ready-Geräten von Drittherstellern gesteuert werden. Darüber hinaus lassen sich aber auch beliebige MIDI-Controller nutzen und die Steuerungen per Hand programmieren. Alternativ greifen viele User auch zu Timecode-CDs oder -Vinyls und auch hier kann man die Hardware (Soundkarte, Mixer oder Controller) jetzt frei wählen. Neben MIDI wird auch HID unterstützt und die Ausgabe der Audiosignale erfolgt per Multikanal-Audiointerface.Die Software eignet sich für Performance-DJs, die Wert auf eine große kreative Ausstattung legen und neben Standards wie Hotcue-Punkten, Loops und zahlreichen Effekten weitere Funktionen suchen.

Traktor Pro 3 bietet neben Track-Decks zur Wiedergabe von Songs auch sogenannte Remix-Decks zum Abfeuern von Samples und Stem-Decks, die speziell aufbereitete, mehrkanalige Audiodateien wiedergeben können. Mit Traktor Pro 3 gelingt ein perfekt synchrones Vierdeck-Mixing auf Knopfdruck, wenn die Beatgrids der Songs exakt sitzen. DJ-Sets lassen sich intern aufzeichnen oder per Broadcasting-Funktion im Internet verbreiten. Visuelle Funktionen sowie eine Karaoke-Unterstützung oder Lichtsteuerungen gibt es hingegen nicht und lassen sich auch nicht nachrüsten. Wer diese benötigt, muss auf ein Zusatzprodukt ausweichen oder eine andere DJ-Software nutzen. Die Software liegt als Lizenz einigen Controllern von Native Instruments bei und kostet beim Einzelkauf 99 Euro. Das Update auf Traktor Pro 3 kostet 49 Euro.

Serato DJ Pro

Der Dauerrivale von Traktor Pro 2 stammt aus dem fernen Neuseeland und trägt den Namen Serato DJ Pro. Die Software startete im Jahr 2004 als Scratch Live und war eine reine DVS-Lösung, die komplett ohne MIDI-Unterstützung auskam. Später veröffentlichte der Hersteller das Pendant ITCH, das nur per Controller steuerbar war. Beide Produkte fusionierten zunächst zu Serato DJ – hier hatte man dann die Wahl zwischen einer Timecode- und/oder MIDI-Controller-Steuerung. Aktuell nennt sich die Vollversion Serato DJ Pro und die Einsteigerausgabe Serato DJ Lite (vorher Intro). Serato DJ Pro lässt sich ausschließlich mit einer vorgegebenen Hardware betreiben. Die Auswahl an Geräten ist aber sehr groß und umfasst einfache bis professionelle Controller, DJ-Mixer und Audiointerfaces. Den einfachen Geräten liegt allerdings oft „nur“ eine Serato DJ Lite Lizenz bei, ein kostenpflichtiges Upgrade auf die Vollversion ist aber möglich.

Serato DJ Pro bietet je nach verwendeter Hardware bis zu vier Decks, die per Timecode und/oder Controller gesteuert werden können. Die Controller werden alle ab Werk konfiguriert und sind sofort nach der Software-Installation startklar. Bei manchen Modellen lassen sich einige vorbelegte Funktionen verändern und auch der Betrieb von ergänzenden MIDI-Controllern ist möglich. Letztere können aber nicht alleine zu Steuerung der Software genutzt werden. Das Programm bietet acht Hotcue-Speicherplätze und einen Sampler mit 32 Sampleslots. Mit Effekten und Filtern lassen sich die Tracks bearbeiten und verschiedenartig ausrichtbare Wellenformen erleichtern das Mixen. Mit Serato DJ Pro könnt ihr eure DJ-Sets auf der Computerfestplatte aufnehmen, ein direktes Weiterleiten an einen Broadcast-Server gelingt aktuell nur durch Nutzung einer Dritthersteller-Software. Spotify und ähnliche Streaming-Dienste werden nicht unterstützt. Wer mit der Standardausstattung nicht klarkommt, kann kostenpflichtig Effekte sowie eine Video-Funktion, eine Remix-Funktion (Flip) und eine hochwertige Tonartkorrektur (Pitch´n´Time) nachkaufen.

Rekordbox DJ

Die Software Rekordbox DJ dürfte der jüngste Zuwachs in dieser Auflistung sein. Das Programm war ursprünglich zur Vorbereitung von USB-Datenträgern in Kombination mit Pioneer-DJ-Mediaplayern gedacht. Es diente im Wesentlichen zur Organisation und Analyse der Songs und generierte Wellenformen. Zudem ließen sich Hotcue-Punkte und Loops setzen. Die Software wurde später zu einem vollständigen DJ-Programm aufgerüstet. Da man aber hier lediglich das Kürzel „DJ“ angehängt hat, kommt es immer wieder zu Missverständnissen. Rekordbox DJ schreibt ebenfalls die verwendete Hardware vor – es sind ausschließlich Produkte von Pioneer DJ erlaubt, Zusatz-Controller lassen sich aber auch hier via MIDI-Learn mappen. Der japanische Hersteller bietet eine große Geräteselektion an, die von einfach ausgestatteten Zweikanal-Controllern bis hin zu High-End-Controllern mit drei Displays reicht. Auch Rekordbox DJ erlaubt das Auflegen mit bis zu vier Decks und bietet Hotcue-Punkte sowie Loops. Die Effekte sind in Sound Color FX, Beat FX und Release FX unterteilt und zusätzlich gibt es auch Effektketten als Pad FX.

Die Organisation der Songs findet in einem Songarchiv statt, hier hilft die Funktion „Passende Tracks“ beim Auffinden von Titeln. Für kreative Spielereien lassen sich Songs mit den Pads transponieren und Samples einwerfen. Rekordbox DJ erlaubt das Aufnehmen von DJ-Sets und die Veröffentlichung von Playlisten in Echtzeit über die Dance-spezifische Social-Media-Plattform KUVO. Interessant ist außerdem die integrierte Ansteuerungsfunktion für DMX-Interfaces wie das RB-DMX1. Hiermit lassen sich Lichtanlagen kontrollieren und Lichtsequenzen synchron zur Musik aktivieren. Erweitern lässt sich die Software durch optionale „Plus Packs“, die DVS- und Video-Funktionen oder Effekte enthalten.

Mixvibes Cross

Die Software Cross stammt aus der französischen Software-Schmiede Mixvibes und wird für Computer, iOS- und Android-Geräte angeboten. Die Computer-basierte Umsetzung bietet den größten Funktionsumfang und ermöglicht das Auflegen mit bis zu vier Decks. Cross verfügt über farbig codierte Wellenformen und eine gut funktionierende Sync-Funktion, die gerade im Mehrdeck-Betrieb recht hilfreich ist. Ein Sampler mit 2x8 Pads erlaubt das Einstreuen von One-Shot- oder Loop-Samples und ein Vierkanalmixer übernimmt die Feinabstimmung der Songs. Acht Hotcue-Punkte pro Track stehen zur Verfügung und zwei Effektbusse lassen sich mit vierzehn verschiedenen Effekten bestücken. Neben dem Tempo kann Cross auch die Tonart eines Songs ermitteln und stellt Werkzeuge für ein harmonisches Mixing zur Verfügung. Eine Software- aber auch Geräte-übergreifende Synchronisation ist per Ableton Link möglich. Zusätzlich zu den Songs können Videos gemixt und mit 36 Übergangs- und 18 Video-Effekten bearbeitet werden. Die Videos lassen sich mit den Songs synchronisieren und es gibt einen Video-Sampler mit vier Pads.

DJ-Sets und auch Videomixe lassen sich aufzeichnen, aber nicht direkt ins Internet streamen. Zur Steuerung des Programms können vorkonfigurierte Geräte, aber auch nicht ab Werk unterstützte Controller zum Einsatz kommen. Letztere müssen selbst programmiert werden. Alternativ lassen sich auch CDJ-Player von Pioneer DJ zur Kontrolle nutzen und beliebige (!), externe Soundkarten in Kombination mit Timecode-Medien. Ein Import von Songsammlungen aus Rekordbox, Traktor Pro und Virtual DJ ist zudem möglich. Als einziges Programm in dieser Übersicht bietet Cross einen direkten Zugriff auf den Online-Musikdienst SoundCloud. Wenn ihr hier Songs zum Auflegen auswählt, sollte ihr aber mit Bedacht zu Werk gehen, da auf dieser Plattform keine Qualitätskontrolle erfolgt und man eventuell aus Mixen herausgeschnittene Versionen erwischt, die nicht vollständig sind oder deren Klang nicht gut ist. Ein kommerzieller Einsatz dieser Songquelle ist zudem nicht erlaubt. 

VirtualDJ 2018 (Pro)

Die Software VirtualDJ stammt aus der Feder der Firma Atomix. VDJ wird oft mit Controllern gebundelt, kann aber auch separat für stattliche 299 US-Dollar erworben werden. Die Oberfläche des Programms lässt sich per Skin gestalten. Das verwendet Skin bestimmt zudem die Anzahl der Decks. Der Hersteller spricht hier von bis zu 99 Decks – was man damit allerdings in der Praxis anstellen soll, erschließt sich mir nicht. VirtualDJ 2018 bietet umfassen Funktionserweiterungen im Bereich Video sowie das Streaming auf Social-Media-Plattformen und Lichtsteuerungen. Das Programm ist mit zahlreichen optischen Mixhilfen ausgestattet und auch die automatische Sync-Funktion funktioniert zuverlässig. Das Feature „Sandbox“ erlaubt das Ausführen von Testmixen, ohne dass das Publikum diese zu hören bekommt und per Recording-Funktion ist die Aufzeichnung von Mixen möglich. 19 Audioeffekte, Dreiband-EQs und Filter erlauben die Formung der Songs. Neben acht speicherbaren Hotcue-Punkten verfügt das Programm über verschiedene Loop-Funktionen, Beatjump, eine Tonartkorrektur und automatisierte Scratch-Manöver. Zudem kann auch die Tonart unabhängig vom Tempo verändert werden. Mit dem Sampler lassen sich One-Shot- oder Loop-Samples wiedergeben und ein Sample-Editor erlaubt die Modifikation der Sample-Parameter.

Für visuelle Darbietungen lassen sich Videos wiedergeben, mit 32 Übergangseffekten, sieben Video-Effekten und Video-Skins bearbeiten. Zudem stehen Shader und sechs Visualisierungen zur Verfügung und auch Karaoke-Funktionen werden geboten. Zur Steuerung des Programms lassen sich beliebige MIDI-Controller nutzen und auch eine Timecode-Kontrolle ist möglich. Optional sind Abos für Musik, Karaoke oder Videos buchbar.

djay pro 2

Die Software djay pro 2 der stammt von der Münchner Firma Algoriddim und startete als reines Mac-Produkt. Mittlerweile hat man die Software auch auf Windows und iOS portiert, doch die aktuelle Version 2 gibt es momentan nur für den Mac. Djay Pro 2 wirkt optisch sehr elegant und bietet ein aufgeräumtes Interface. Die erste Version war mit zwei Decks und grafischen Plattenspielern ausgestattet, was aber eher wie ein Gimmick wirkte, aber bis heute noch als alternative Darstellung verfügbar ist.

Die neueste Version der Software bietet bis zu vier Decks und die Anordnung der Wellenformen kann horizontal oder vertikal erfolgen. Viele Funktionen sind bei Bedarf ein- oder ausblendbar und somit lässt sich die Bedienoberfläche an die Bedürfnisse anpassen. Im Lieferumfang sind vier Effekte enthalten, die sich kostenpflichtig auf über 30 (von Sugar Bytes) erweitern lassen. Acht Hotcue-Punkte sind speicherbar und Loops lassen sich für Mixtricks nutzen. Der Sampler verfügt über zwölf Speicherplätze und fünf Sample-Soundpacks stehen zur unmittelbaren Nutzung parat. Der Songnachschub gelingt durch den Zugriff auf iTunes oder bei einer aktiven Internetverbindung per Streaming durch ein kostenpflichtiges Spotify-Abo. Visuelle Präsentationen sind per PhotoBeat und Videos möglich. Letztere lassen sich durch sieben Übergangseffekte und fünf Video-Effekte in Szene setzen. Spezielle Karaoke-Funktionen oder eine Schnittstelle für Lichtsteuerungen gibt es nicht. Über 50 MIDI-Controller werden von Haus aus unterstützt, eine eigene Programmierung für alternative Geräte ist möglich. Neben MIDI-Controllern können auch Pioneer-DJ-Nexus-Player oder der XDJ-1000 genutzt werden. Diese Geräte steuern die Software und zeigen Wellenformen und die Songbibliothek im Gerätedisplay an. 

Ultramixer 6 Pro Entertain

Ultramixer 6 Pro Entertain richtet sich an mobile DJs und Alleinunterhalter, die auf Hochzeiten, Firmenfeiern oder anderen Jubiläen für Unterhaltung sorgen. Die Software ist auf diese speziellen Bedürfnisse abgestimmt und legt den Fokus weniger auf Performance- und Remix-Features, sondern bietet einen großen Komfort bei der Songauswahl und erlaubt eine multimediale Unterhaltung. Die kürzlich erschienene sechste Version verfügt über bis zu vier Decks, die unterschiedlich angeordnet werden können und bietet pro Deck eine eigene Playliste sowie eine übergreifende Wishlist, in der sich Musikwünsche der Gäste bequem festhalten lassen.

Ultramixer 6 Pro Entertain erlaubt das Speichern von bis zu sechs Hotcue-Punkten und das Aktivieren von Loops. Der optional einblendbare Mixer-Bereich verfügt über einen grafischen Master-EQ mit 31 Bändern und bietet für jedes Deck Dreiband-Equalizer mit Kill-Schaltern sowie Filter mit Resonanz und einen Flanger. Zum Mixen stehen Fader und ein Crossfader parat, letzterer erlaubt aber nur das Überblenden benachbarter Decks. Mit dem Sampler lassen sich Samples einmalig oder als Schleife einstreuen, eine Tempoanpassung ist manuell möglich. Für visuelle Darbietungen kann man auf einen Video-Sampler zurückgreifen, Visuals wiedergeben oder Videos abspielen. Eine waschechte VJ-Software ersetzt Ultramixer 6 Pro Entertain nicht, denn es gibt keinerlei Videoeffekte. Ankündigungen von Programmpunkten lassen sich per Texteinblendungen vornehmen und auch die Wiedergabe von Karaoke-Dateien nebst Sängernennung ist möglich. Die Software erlaubt das Aufzeichnen sowie das Verbreiten von Mixen im Internet und beinhaltet eine Schnittstelle zur Lichtsteuerungssoftware Madrix. Das Beatmachting gehört nicht zu den Stärken dieser Software und auch die Bearbeitung der Beatgrids auch nicht sonderlich komfortabel. Zur Steuerung des Programms lassen sich beliebige MIDI-Controller nutzen, man sollte allerdings ein direkt unterstütztes Gerät auswählen, da die eigene Programmierung XML-Kenntnisse voraussetzt und extrem aufwändig ist.

Deckadance 2 DVS Edition

Die Software Deckadance gibt es seit dem Jahr 2007 und sie wurde ursprünglich von der Firma Image-Line (bekannt durch Fruity Loops) vertrieben. 2015 erfolgte der Verkauf an Stanton DJ respektive Gibson. Leider scheint die Entwicklung des Programms aktuell eingefroren zu sein, denn die letzte verfügbare Version stammt aus dem Januar 2017 und die jüngste Beta-Version aus dem Juni des gleichen Jahres. Sollte das Programm nicht mehr gepflegt werden, wäre es extrem schade, denn Deckdance 2 bietet einige Besonderheiten, die es sonst nirgendwo gibt. Zum Mixen stehen bis zu vier Decks und acht speicherbare Hotcue-Punkte sowie Loops zur Verfügung. Die Decks lassen sich individuell mit Funktionskontrollen bestücken, sodass ihr die Bedienoberfläche auf eure Arbeitsweise abstimmen könnt. Das Programm ist mit zehn Effekten und weiteren „GrossBeat“-Effekten (Scratch- und Glitch-Effekten) ausgestattet, bietet aber zudem auch eine VST-Schnittstelle, die das Laden von externen Effekten, aber auch Instrumenten (!) erlaubt.

Keines der vorgenannten Programme erlaubt diese flexible Art der Erweiterung und somit die Verwendung von Studio-Plug-ins und Klangerzeugern. Die Software scannt und prüft die Plug-ins, damit es im Live-Einsatz nicht zu einem Crash kommt. Darüber hinaus kann Deckdance 2 selbst als Plug-in in einer DAW geladen werden. Komplexe Setups mit Ableton Live oder anderen Programmen sind hierdurch möglich. Der Sampler in Deckdance 2 erlaubt die Ergänzung von One-Shot- oder automatisch synchronisierten Loop-Samples. Das Programm beschränkt sich auf die Wiedergabe von Musik, Video- oder Karaoke-Funktionen findet man keine. Interessant sind auch die großen Freiheiten bei der Wahl der Timecode-Medien, denn hier kann man nicht nur aus einer großen Auswahl vorhandener Produkte auswählen, sondern auch der Software nicht bekannte Timecodes anlernen und Control-Dateien zum Brennen eigener Steuerungs-CDs generieren. Alternativ lässt sich die Software auch mit MIDI-Controllern bedienen – hier werden viele Geräte bereits ab Werk unterstützt, eigene Zuweisungen sind ebenso möglich.

Vergleichstabelle: Alle Programme im Überblick

Resümee

Die in dieser Übersicht zusammengetragenen DJ-Programme weisen viele Gemeinsamkeiten hinsichtlich der Basisfunktionen auf. Alle Produkte bieten vier Decks zum Mixen und eine automatische Sync-Funktion und in der Regel auch ein anpassbares Beatgrid, das als Grundlage dieser Hilfestellung dient. Alle Programme können per MIDI-Controller gesteuert werden und manche auch per Timecode. Am einfachsten gelingt der Einsatz vorkonfigurierter Controller, denn die eigene Zuweisung kann recht zeitaufwändig sein und manchmal lassen sich nicht alle Funktionen zufriedenstellend steuern. Größere Unterschiede sind bei den Video-Funktionen und kreativen Features zu finden, denn hier bietet Traktor Scratch Pro 2 ab Werk beispielsweise 43 Effekte und Ultramixer 6 Pro Entertain dagegen nur zwei. Per Zukauf kann die Effektauswahl bei manchen Programmen auch erweitert werden, am elegantesten ist dieses in Deckadance 2 gelöst, denn hier lassen sich Effekte aber auch Instrumente per VST-Schnittstelle nachrüsten.

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal sind die visuellen Funktionen. Hier solltet ihr euren Bedarf prüfen und danach entscheiden, ob ihr Video-/Karaoke- oder Lichtsteuerungsfunktionen zwingend benötigt. Manche Programme bieten auch hier kostenpflichtige Nachrüstoptionen, falls sich zu einem späteren Zeitpunkt der Bedarf ändern sollte. Grundsätzlich finde ich es ist nicht leicht, die passende Software zu finden, zumal viele Produkte einen ähnlichen Leistungsumfang bieten. Glücklicherweise lassen sich die meisten Programme aber kostenlos testen, ich rate ich dazu von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen. 

Wie die einzelnen Programme bei uns im Test abgeschnitten haben, lest ihr im großen Testmarathon DJ-Software.

Die beste Freeware für DJs ist in diesem Artikel zu finden.

Du legst mit dem iPad auf? Hier geht´s zu unseren DJ-App-Tests.

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