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08.12.2020

Darkglass ADAM: Aggressively Distorting Advanced Machine

Du liebe Zeit, was haben sich die Finnen denn da wieder ausgedacht? Nachdem sie in den vergangenen Monaten das Element (IR/Kopfhörer-Pedal) und zwei neue Verstärker mit eigens entwickelter Endstufe auf den Markt gebracht haben, folgt nun mit dem Darkglass ADAM das vielleicht ultimative Dsitortion/EQ/Comp/CabSim-Paket.

Adam „Nolly“ Getgood

Er ist ein echter Tausendsassa und gehört zu den respektiertesten Figuren der modernen Metal-Szene. Der Multi-Instrumentalist Adam „Nolly“ Getgood ist ehemaliges Mitglied der Band Periphery, herausragender Audio-Engineer für dicke Studioproduktionen und Drum Plug-ins, hat ein Signature-Modell von Dingwall und seine modifizierten Gitarrenverstärker wurden von Neural DSP als Plug-in nachgebildet.

Wo wir gerade beim Thema sind: Es dürfte kein Geheimnis sein, dass Darkglass-Mastermind Doug Castro ebenfalls hinter Neural DSP steckt. Während Vorbesteller des Quad Cortex gespannt auf das unmittelbar bevorstehende erste Hardware-Produkt des Herstellers warten, bekommen Bassisten mit dem neuen Darkglass ADAM-Bodentreter schon jetzt einen erstklassigen Vorgeschmack auf einige Algorithmen. Denn die „Aggressively Distorting Advanced Machine„, kurz ADAM ist komplett digital und wahnsinnig flexibel.

Darkglass ADAM

Schon bei der Namensgebung wird klar, dass die Finnen selbst nicht genau wissen, in welche Schublade sie das Gerät sortieren sollen. Fangen wir bei den herkömmlichen Drehknöpfen an. Ganz links wird über ein einziges Poti die Kompression geregelt. Hier stehen drei verschiedene Algorithmen zur Auswahl, was stark an das hauseigene Hyper Luminal erinnert.

An dieser Stelle wird das Signal aufgeteilt. Eine Hälfte bleibt clean und durchläuft nochmals einen Multiband-Kompressor, der auf Nollys über Jahre verfeinerte Lieblings-Einstellungen verfügt und nicht verändert werden kann. Die zweite Hälfte geht durch eine Distortion-Sektion (ihr habt die Wahl aus 5 verschiedenen Zerr-Algorithmen) und eine Cab-Simulation mit Platz für 5 Impulse Responses. (Ab Werk sind fünf IRs dabei, die natürlich von Nolly himself erstellt wurden. Eigene IRs können ebenfalls eingeladen werden.)

Berührungsempfindlicher EQ

Weiter geht’s. Über den Blendregler wird das Signal wieder vereint und durchläuft einen graphischen 6-Band-EQ. Berührungsempfindliche Slider, die mit dem Element eingeführt wurden, erlauben Zugriff auf die Frequenzen Low Shelf, 250 Hz, 500 Hz, 1.5 kHz, 3 kHz und High Shelf.

Auch die drei Fußtaster A, B und C sind multifunktional. Zum einen werden über sie 3 Presets gespeichert und abgerufen. Weiterhin funktionieren sie als Encoder, mit denen die Algorithmen des Kompressors (A), Verzerrers (B) und der IRs (C) geändert werden. Auch ist ein Stimmgerät integriert, das man durch gleichzeitiges Drücken von B+C aktiviert. Krasses Teil, aber das ist noch längst nicht alles.

USB Audio-Interface und Bluetooth

Was auch immer die DAW eurer Wahl ist, sie ist mit ADAM kompatibel. Über USB C könnt ihr das Effekt-Signal auf eine Spur aufnehmen und gleichzeitig eine unbearbeitete Kopie auf eine andere Spur aufzeichnen. Auch die simultane Aufnahme einer Stereospur über den AUX-Eingang ist möglich. Irre! Mac-User müssen dafür nichtmal einen Treiber installieren, für Windows-User liegt einer auf der Webseite des Herstellers bereit.

Auf der Rückseite geht es weiter. Neben dem AUX-Eingang befindet sich der Kopfhöreranschluss mit eigenem Lautstärke-Regler. Auch ein 1/8” TRS MIDI-Eingang steht bereit. Die Funktionalität der Bluetooth-Schnittstelle ist im Manual nicht weiter beschrieben. Ich bete leise, dass ihr neben der mobilen Suite zum Austausch der IRs möglicherweise sogar Musik über eure Smart-Devices abspielen könnt. Das wäre der absolute Oberhammer.

Preis

Eines ist klar, der Spaß ist nicht günstig. Darkglass-Produkte gehörten noch nie zu den Schnäppchen und das ADAM bildet keine Ausnahme. Normalerweise bin ich der Erste, der das kritisiert, aber bei so viel Funktionalität verschlägt es mir die Sprache.

Der Einführungspreis liegt bei 519 Euro*.

Fun Fact: Nollys tiefste Saite ist im Demovideo auf Drop A gestimmt. Alter Schwede!

*Affiliate Link

Weitere Informationen

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