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15.03.2019

Chauvet D-Fi Hub und FlareCon Air Test

Wireless-DMX-Transceiver

Kabellose Lichtsteuerung vom Pult, Tablet oder Smartphone

Mit den Transceivern D-Fi Hub und FlareCon Air aus dem Hause Chauvet wird die vorhandene Lichtanlage zu einem attraktiven Preis kabellos. Beide Konverter können sowohl Sender als auch Empfänger für DMX-Signale sein. Der D-Fi Hub schickt das DMX-Signal drahtlos vom Lichtpult zum Scheinwerfer. Mit dem FlareCon Air kann statt einer Konsole ein Smartphone oder Tablet mit einer App verwendet werden.

Details

Die beiden DMX-Konverter D-Fi Hub und FlareCon Air aus dem Hause Chauvet zählen zu den vergleichsweise preisgünstigen Wandlern. Verwendet man sie als Sender für Produkte der Chauvet-Serie „Freedom“, kann man sich den Empfänger sparen, da dieser bereits in die Scheinwerfer der Modellreihe eingebaut ist. Automatisches Frequenz-Hopping, wie man es bei Modellen findet, die ein Vielfaches kosten, bringen die DMX-Wandler nicht mit. Beide sind Transceiver, haben aber unterschiedliche Aufgaben.

Der D-Fi Hub kann sowohl kabelgebundene DMX-Signale in schnurlose wandeln als auch D-Fi-Signale empfangen und kabelgebunden an Verbraucher wie zum Beispiel LED-Scheinwerfer weitergeben. Der FlareCon kann kabellos DMX-Signale per WiFi von einem Tablet oder Smartphone empfangen und kabellos per D-Fi an einen passenden Empfänger senden.

Geeignet sind Transceiver in Festinstallationen sicherlich auch für Laien, die eine Vorliebe für Technik haben. Die arbeitstäglich neue Konfiguration an wechselnden Orten wird hingegen eher professionellen Anwendern vorbehalten bleiben.

Der erste Eindruck

Beim Auspacken stellt man sogleich fest, dass die Gehäuse des D-Fi Hubs und des FlareCon Air sehr ähnlich aussehen. Beide bestehen aus anthrazitfarbenem und hellgrauem Kunststoff. Im Lieferumfang enthalten sind außer dem Konverter ein Netzteil und eine deutschsprachige Bedienungsanleitung. Die Ummantelung des ins Netzteil fest eingelassenen Kabels fühlt sich etwas spröde an. Beide Transceiver wiegen 600 Gramm. Sie sind 142 mm breit, 91 mm hoch und 46 mm tief.

Seitenansichten und Anschlüsse

Auf der Vorderseite des D-Fi Hubs und des FlareCon Air befindet sich jeweils ein OLED-Display mit den Tasten Menü, Up, Down und Enter, darunter die Taste Auto für die automatische Kanalsynchronisation. Links und rechts neben dem Display sind eine Power- und eine Signal-LED untergebracht. Auf der Unterseite der DMX-Konverter befinden sich Belüftungsöffnungen, vier Schlüssellöcher zum Aufhängen des Gehäuses und ein Klettverschluss zum Fixieren.

Auf der linken Seite liegen der 3-polige DMX-Eingang und der ebenfalls 3-polige DMX-Ausgang, daneben die Anschlussbuchse für das Netzgerät. Rechts sind je eine Buchse zur Aufnahme eins M10- und M12-Gewindes verbaut. An der rückwärtigen Schmalseite liegt beim D-Fi Hub eine Antenne, beim FlareCon Air zwei. Sie sind so in die Rückwand eingelassen, dass sie eingeklappt mit dieser Plan abschließen. Das ist transportfreundlich!

Die inneren Werte Zur Übertragung des DMX-Signals an die Empfänger wird das Chauvet-eigene D-Fi Wireless-DMX-Protokoll verwendet. Deshalb arbeiten die Wireless-DMX-Wandler ausschließlich mit Sendern bzw. Empfängern des Herstellers Chauvet zusammen, worauf bei der Anschaffung zu achten ist.

Beide Konverter nutzen das 2,4 GHz-Frequenzband. Ohne Hindernisse liegt die maximale Reichweite des D-Fi-Signals beim D-Fi-Hub bei 200 Metern; beim FlareCon Air ist sie mit 183 Meter etwas kürzer. Die maximale Umgebungstemperatur darf 40°C nicht übersteigen.

Das mitgelieferte Netzteil hat eine Eingangsspannung von 9 VDC bei 500 mA. Die erforderliche Netzspannung kann zwischen 100 und 240 VAC mit 50/60 Hertz liegen. Beide WLS-DMX-Konverter können unbegrenzt viele Fixtures ansteuern.

Das FlareCon Air verwendet zum kabellosen Datenaustausch mit mobilen Endgeräten das WiFi-Protokoll. Die Distanz zwischen Smartphone bzw. Tablet und dem FlareCon Air sollte 30,5 Meter nicht überschreiten. Höchstens 183 Meter Entfernung, also geringfügig weniger als beim D-Fi Hub, dürfen zwischen dem FlareCon Air und den Empfängern liegen, sonst könnte es zu Signalausfällen kommen.

In einem durchschnittlichen Live-Club wird diese Reichweite allemal ausreichen. Transceiver anderer Hersteller, die 750 Meter drahtlos überbrücken können, sind eher für Open-Airs interessant.

Zubehör

Passend zum FlareCon Air ist die die FlareCon Air App für iPhone und iPad sowie für Android-Endgeräte verfügbar. Der Download ist mit dem Erwerb des FlareCon Air schon bezahlt. Wer seine Scheinwerfer lieber vom Laptop steuern möchte, kann ein Interface an den DMX-Eingang des FlareCon Air anschließen und zum Beispiel die Software Show Express von Chauvet auf dem Laptop nutzen.

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