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04.04.2017

Cameo Zenit P 40 Outdoor PAR und Cameo Zenit Z 120 Zoom PAR Test

Professionelle PAR-Scheinwerfer

Zwei für draußen

Auch wenn sich Zenit P 40 und Z 120 aus dem Hause Cameo in Konzept und Bauweise unterscheiden, so einen sie dennoch entscheidende Details: Sie sind für den Outdoor- und Indoor-Einsatz geeignet, mit leistungsstarken Lichtquellen ausgestattet und wurden für professionelle Ansprüche optimiert. Mit flackerfreiem Licht und hoher Wiederholrate eignen sie sich auch für die Königsdisziplin der Lichttechnik: den Einsatz bei TV- und Filmanwendungen. Schauen wir genauer hin.

Details

Cameo Zenit P 40

Der Cameo Zenit P 40 ist klein, kompakt und handlich. Immerhin bringt er gerade mal 4,8 kg auf die Waage und ist mit 186,6 x 186,6 x 159 mm nur halb so groß wie ein Schuhkarton. Er bietet präzise Lichtstrahlen mit einem auf 8 Grad reduzierten Abstrahlwinkel. Zwei im Lieferumfang zwei Streuscheiben ermöglichen zusätzlich Abstrahlwinkel von 25 und 45 Grad. Das Besondere: Die Lichtausbeute bleibt trotz aufgesetzter Streuscheibe gleich.

Konstruktion

Auf der Frontseite sind in quadratischer Anordnung vier 10 Watt starke Osram OSTAR LEDs verbaut. Sie ermöglichen brillante Farben, die zudem angenehm warm und homogen gestaltet werden können; sie lassen sich einzeln, inklusive Farbtemperatur kalibrieren, 15 Farbmakros sind als Presets integriert. Die Leuchtintensität wird zwischen 0 und 255 eingestellt. Es gibt vier verschiedene Dimmerkurven, wobei auch die Dimmerkurve einer Halogenlampe simuliert werden kann. Das ist bei Mitbewerbern nicht unbedingt üblich.  

Der typische Einsatzbereich des P 40 ist im Outdoor-Bereich. Er entspricht der Schutzart IP65 und ist rundherum bestens gegen Witterung und Co. geschützt. Und ich darf den Test im Ostfriesennerz auf freier Wildbahn durchführen. Egal. Auf der Rückseite finden wir außer dem Display ausschließlich Anschüsse, die mit einer Kunststoffkappe geschützt und abgedeckt werden – so sie nicht mit Steckern belegt sind. Hier gibt es den fünfpoligen DMX-In und DMX-Out, der Spot ist also auf das Zukunftsprotokoll DMX512A ausgerichtet. Power-In und Power-Out sind per Neutrik powerCON ebenfalls nach IP65-Vorgaben konzipiert. Pflichtprogramm: die für das Riggen bzw. die Überkopfmontage vorgeschriebene Sicherungsöse.

Das Außengehäuse ist aus Aluguss gefertigt. Alles stabil und solide und sieht zudem super aus. Der Sinn der auf der hinteren Seite des Korpus verbauten Kühlrippen erschließt sich mir allerdings nicht, denn bei Betriebstemperaturen zwischen 15 und 45 Grad Celsius bleibt fraglich, ob überhaupt flankierende Maßnahmen für den Abfluss von Hitze ergriffen werden müssen.

An den Seiten die Aufnahme für den Haltebügel aus dem Lieferumfang. Auch hier steht die Solidität im Mittelpunkt. Leider kann der innere Teil des Doppelbügels beim Stellen nicht auf der gewünschten Breite arretiert werden. Das Feststellen erfolgt ausschließlich über die Drehgriffe und Verschraubungen am Übergang von Doppelbügel zum Korpus. Die halten bestens, aber gewünscht hätte ich mir eine doppelte Absicherung. Im schlimmsten Fall breitet der Doppelständer unvermittelt beide Beine aus und der Kopf liegt auf dem Boden. Allerdings wird der P40 nur selten auf dem Fußboden stehen.

Cameo Zenit Z 120

Der Cameo Zenit Z 120 legt eine Schippe drauf. Er ist deutlich größer und mit 8,5 kg wesentlich schwerer. Die 120 Watt starke RGBW-COB-LED stellt zudem mehr Leistung parat und die Abstrahlfläche hat einen umfangreicheren Durchmesser. Seine spezielle Disziplin ist das motorisierte Zoomen von 7 bis 55 Grad. Das erlaubt eng gebündelte Strahlen und Lichtkegel ebenso wie weiträumige Floodings mit breiten Flächen. Der Gehäuseaufbau ähnelt dem des P 40, nur eben im XXL-Format, die XLR-DMX-Ein- und -Ausgänge sind ebenfalls fünfpolig. Auch hier ist ein den Korpus umgebendes Element mit Kühlrippen integriert. Und bei diesem Gerät verstehe ich auch den Zweck. Denn darunter befinden sich die Auslassschlitze, über die warme Luft abgeführt wird.

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